Robbie Williams ist einer der erfolgreichsten britischen Solokünstler aller Zeiten. Der 1974 in Stoke-on-Trent geborene Sänger wurde als jüngstes Mitglied von Take That bekannt und hat seit seinem Solostart mehr als 75 Millionen Tonträger verkauft. Mit dem Album „Britpop“ erreichte er im Januar 2026 sein 16. Nummer-eins-Album in Großbritannien und überholte damit die Beatles. Parallel läuft die „Britpop Tour“ bis Ende 2026.
Key Takeaways
- Geboren am 13. Februar 1974 in Stoke-on-Trent; 1990 mit 16 Jahren jüngstes Mitglied von Take That, Ausstieg im Juli 1995.
- Mehr als 75 Millionen verkaufte Tonträger und 18 BRIT Awards – mehr als jeder andere Künstler.
- Knebworth 2003: 375.000 Besucher an drei Abenden; 2006 Guinness-Rekord mit 1,6 Millionen an einem Tag verkauften Tickets.
- Das Biopic „Better Man“ (2024) erhielt eine Oscar-Nominierung, floppte aber an den Kinokassen.
- Das Album „Britpop“ erschien am 16. Januar 2026 und wurde sein 16. britisches Nummer-eins-Album – Rekord vor den Beatles.
- Die „Britpop Tour“ umfasst 74 Shows von Mai 2025 bis November 2026, darunter zwei Stadionkonzerte in Düsseldorf im Juni 2026.
- Zu seinem Vermögen existieren keine offiziellen Zahlen; uamr.de nennt keine Beträge.
| Name | Robert Peter Williams, bekannt als Robbie Williams |
|---|---|
| Geboren | 13. Februar 1974, Stoke-on-Trent, England |
| Beruf/Funktion | Sänger, Songwriter, Entertainer, Maler |
| Unternehmen/Vereine | Take That (1990–1995, 2010–2011), Columbia/Sony Music, Projekt Lufthaus, Modemarke Farrell, Port Vale FC (Trikotpartner), Stiftung Give It Sum |
| Familie/Wohnort | Verheiratet seit 7. August 2010 mit Ayda Field, vier Kinder; lebt überwiegend in Los Angeles |
| Einnahmequellen | Tonträger und Streaming, Tourneen, Songwriting-Rechte, Film und Dokumentationen, Kunstverkäufe, Markenpartnerschaften |
Herkunft und frühe Jahre
Robert Peter Williams kam am 13. Februar 1974 in Stoke-on-Trent zur Welt und wuchs im Stadtteil Burslem auf. Seine Mutter Janet, geborene Farrell, zog ihn weitgehend allein groß; der Vater Peter Williams, als Entertainer unter dem Namen Pete Conway aktiv, verließ die Familie, als Robbie drei Jahre alt war. Schon als Kind stand er auf der Bühne, mit 14 als Artful Dodger in „Oliver Twist“. Einen Schulabschluss erwarb er nicht. 1990 bestand er ein Casting und wurde mit 16 Jahren jüngstes Mitglied der Boyband Take That.
Karriere: Von Take That zum Solo-Superstar

Mit Take That stieg Williams in den frühen 1990er-Jahren zu einem der größten Popstars Europas auf; die Hits schrieb überwiegend Gary Barlow. Im Juli 1995 verließ er die Band im Streit. Sein Solodebüt „Life Thru a Lens“ (1997) enthielt mit „Angels“ seinen bis heute bekanntesten Song.
Es folgten „I’ve Been Expecting You“ (1998) mit „Millennium“, seiner ersten britischen Nummer-eins-Single, „Sing When You’re Winning“ (2000) mit „Rock DJ“ und „Escapology“ (2002) mit „Feel“, seinem international größten Hit; 2002 galt sein EMI-Vertrag als größter Plattendeal der britischen Musikgeschichte. Im August 2003 spielte er an drei Abenden vor je 125.000 Menschen im Knebworth Park – zusammen 375.000 Besucher, das bis dahin größte Musikereignis Großbritanniens. 2006 kam er ins Guinness-Buch der Rekorde, weil für die „Close Encounters Tour“ an einem Tag 1,6 Millionen Tickets verkauft wurden.
2010 kehrte Williams zu Take That zurück; die gemeinsame Stadiontournee „Progress Live“ zog im Jahr 2011 rund 2,18 Millionen Zuschauer in die Stadien. Danach erreichten seine Soloalben „Take the Crown“ (2012), „Swings Both Ways“ (2013), „The Heavy Entertainment Show“ (2016), „The Christmas Present“ (2019) und „XXV“ (2022) allesamt Platz eins der britischen Charts.
Rekorde, Auszeichnungen und Projekte abseits der Musik
Mit 18 BRIT Awards ist Williams Rekordpreisträger; hinzu kommen acht deutsche ECHO-Preise. Laut Wikipedia hat er weltweit zwischen 75 und 80 Millionen Tonträger verkauft. Abseits der Musik gründete er 2011 mit dem Unternehmer Peter Jones die Modemarke Farrell, die 2014 mit Primark neu startete, und betreibt das Elektronik-Projekt Lufthaus. Seit der Corona-Pandemie malt er großformatig und stellt seine Bilder aus. Sozial engagiert er sich seit 2000 mit der Stiftung Give It Sum und seit 2001 als UNICEF-Botschafter. Im November 2023 erschien bei Netflix eine vierteilige Dokumentarserie über sein Leben.
Aktuelle Entwicklung 2025/2026
Das Biopic „Better Man“ von Regisseur Michael Gracey kam am 26. Dezember 2024 in Großbritannien und am 2. Januar 2025 in Deutschland in die Kinos. Williams wird darin als computeranimierter Schimpanse dargestellt. Der Film gewann neun australische AACTA Awards inklusive „Bester Film“ und erhielt eine Oscar-Nominierung für die visuellen Effekte sowie eine Golden-Globe-Nominierung für den Song „Forbidden Road“. Kommerziell war er ein Misserfolg: Bei einem Budget von rund 110 Millionen US-Dollar spielte er weltweit nur etwa 22,5 Millionen US-Dollar ein.
Musikalisch lief es besser. Sein 13. Studioalbum „Britpop“, ursprünglich für den 10. Oktober 2025 angekündigt, veröffentlichte Williams am 16. Januar 2026 überraschend drei Wochen vor dem verschobenen Termin. Mit Gästen wie Tony Iommi, Gary Barlow und Chris Martin stieg das Album in Großbritannien auf Platz eins ein: sein 16. Nummer-eins-Soloalbum, womit er den Rekord der Beatles (15) brach. In Deutschland erreichte „Britpop“ Platz 3, in Österreich Platz 5, in der Schweiz Platz 2; in Großbritannien fiel es in der zweiten Woche allerdings auf Platz 35 zurück.
Die „Britpop Tour“ startete am 31. Mai 2025 in Edinburgh und umfasst 74 Shows bis November 2026. Im Sommer 2025 füllte Williams das Wiener Ernst-Happel-Stadion mit 53.687 Zuschauern; das Konzert am 7. Oktober 2025 in Istanbul wurde von den Behörden aus Sicherheitsgründen abgesagt. Im Februar 2026 folgten vier Clubshows in Großbritannien und ein Auftritt bei den BRIT Awards. Am 5. und 6. Juni 2026 folgten zwei Stadionshows in der Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena, die einzige deutsche Station der Tour. Im September und Oktober 2026 führt die Tour durch Lateinamerika, im November 2026 nach Australien und Neuseeland. Im Juni 2026 gab zudem sein Heimatverein Port Vale FC bekannt, dass Williams in den Spielzeiten 2026/27 und 2027/28 Trikotpartner und Botschafter der Vereinsstiftung wird.
Robbie Williams Vermögen: Einnahmequellen und Vermögensbasis
Offizielle Zahlen zum Vermögen von Robbie Williams existieren nicht, und uamr.de nennt bewusst keine Beträge. Die „Sunday Times“ führt ihn in ihrer Rich List unter den vermögendsten britischen Musikern. Den Grundstock bilden mehr als 75 Millionen verkaufte Tonträger und ein Katalog mit 16 britischen Nummer-eins-Alben, der über Streaming und Lizenzierung laufend Erlöse generiert. Als Co-Autor vieler Hits profitiert er zusätzlich von Verlagsrechten. Die zweite Säule sind Tourneen – von Knebworth 2003 bis zur „Britpop Tour“ mit Stadionshows vor mehr als 50.000 Besuchern. Hinzu kommen Erlöse aus Film- und Dokumentationsprojekten, aus dem Verkauf seiner Gemälde, aus Markenpartnerschaften wie bei Port Vale sowie aus Nebenprojekten wie Lufthaus und Farrell.
FAQ
Wie viele Tonträger hat Robbie Williams verkauft? Laut Wikipedia weltweit zwischen 75 und 80 Millionen Tonträger.
Welchen Rekord hat Robbie Williams 2026 aufgestellt? Mit „Britpop“ erreichte er im Januar 2026 sein 16. Nummer-eins-Soloalbum in Großbritannien und überholte damit die Beatles (15).
Wie viele BRIT Awards hat Robbie Williams gewonnen? 18 – mehr als jeder andere Künstler in der Geschichte der Preisverleihung.
War der Film „Better Man“ erfolgreich? Künstlerisch ja (Oscar-Nominierung, neun AACTA Awards), finanziell nein: Bei rund 110 Millionen US-Dollar Budget spielte er weltweit nur etwa 22,5 Millionen US-Dollar ein.
Ist Robbie Williams noch bei Take That? Nein. Er war von 1990 bis 1995 Mitglied und kehrte 2010 für „Progress“ und die Tournee 2011 zurück; seither tritt Take That ohne ihn auf.
Fazit
Robbie Williams hat sich vom Boyband-Nesthäkchen zum Rekordhalter der britischen Albumcharts entwickelt – „Britpop“ und eine zweijährige Welttournee zeigen, dass seine Zugkraft mit 52 Jahren ungebrochen ist. Der Flop von „Better Man“ ändert nichts an der breiten Vermögensbasis aus Katalog, Tourneen und Markenwert. Konkrete Beträge sind nicht belegt; uamr.de nennt deshalb keine Zahlen.