Online-Gaming-Sicherheit: Wie man Risiken minimiert und welchen Plattformen man vertrauen kann

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Anfangs noch reine Liebelei in der Freizeit, heute eine milliardenschwere Industrie. Mit dieser Entwicklung der Gaming-Branche sind aber jede Menge neue Sicherheitsrisiken entstanden, die sowohl Gelegenheitsspieler als auch professionelle E-Sportler betreffen. Persönliche Daten, Zahlungsinformationen, digitale Vermögenswerte und Co. stehen im Fokus von Cyberkriminellen. Gleichzeitig nimmt die Vernetzung der Plattformen zu. 2026 ist die Bedrohung im Netz noch mal eine Schippe komplexer geworden.

Die aktuellen Bedrohungen im Online-Gaming

Account-Übernahmen gehören zu den häufigsten Angriffsformen, bei denen Kriminelle gestohlene Zugangsdaten nutzen, um Konten zu übernehmen und digitale Güter zu entwenden. Diese Angriffe laufen oftmals via Phishing-Kampagnen. Hier werden gefälschte E-Mails oder Webseiten verwendet, die wirklich täuschend echt aussehen. Gamer werden aufgefordert, ihre Login-Daten einzugeben oder auf Links zu klicken … leider bemerken sie dabei dann nicht, dass sie ihre Sicherheit kompromittieren.

Auch super problematisch sind Credential-Stuffing-Angriffe. Hier probieren automatisierte Bots gestohlene Benutzernamen und Passwörter aus Datenlecks durch. Was wir ja alle wissen: Viele Nutzer verwenden die immer gleichen Zugangsdaten für mehrere Dienste. Für Angreifer ist es also ein leichtes, die kompromittierten Daten zu verwenden, um vielleicht auch in andere Accounts zu gelangen. Gerade bei Gaming-Plattformen, die In-Game-Käufe oder Abonnements anbieten, können solche Angriffe erhebliche finanzielle Schäden verursachen. Auch Online-Casinos sind nicht vor Angriffen gefeit.

Weiter gehts mit Malware, die oft speziell auf Gaming-Communities abzielt. Sie kann zum Beispiel als Cheat-Software, Mods oder als angebliches Performance-Optimierungstool getarnt sein. Damit installiert sich dann aber eigentlich ein Schadprogramme auf den Systemen der Spieler. Diese Programme können dann Tastatureingaben protokollieren, Screenshots erstellen oder sogar die Kontrolle über das gesamte System übernehmen. Besonders fies sind Trojaner, die sich als legitime Gaming-Software ausgeben und erst nach der Installation ihre wahre Natur offenbaren.

Beim Social Engineering wird es noch krasser, denn hier nicht die Technik ausgenutzt, sondern die Psychologie der Menschen. In Gaming-Communities geben sich Betrüger zum Beispiel als ach so hilfsbereite Mitspieler, Support-Mitarbeiter oder sogar als Freunde aus, um das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen. Sie bieten kostenlose Items an, versprechen Hilfe bei technischen Problemen oder locken mit exklusiven Inhalten. Und wofür? Sie wollen persönliche Informationen oder sogar direkt Zugangsdaten erschleichen. 

Bei DDoS-Angriffe gehts dann wiederum um die Infrastruktur von Gaming-Plattformen oder um einzelne Spieler. Das Ziel ist es, deren Verbindung zu überlasten und sie vom Spielen abzuhalten. Bei kompetitiven Spielen oder E-Sport-Turnieren werden solche Angriffe manchmal eingesetzt. Wofür? Das kann man sich leicht vorstellen. Leider ist es erschreckend einfach, solche Angriffe durch Dienstleistungen im Darknet oder auch durch frei verfügbare Tools durchzuführen.

Wie lässt sich die Online-Gaming-Sicherheit erhöhen?

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung hat sich als eine der wirksamsten Schutzmaßnahmen gegen Account-Übernahmen etabliert. Diese zusätzliche Sicherheitsebene erfordert neben dem Passwort einen zweiten Nachweis der Identität, typischerweise in Form eines zeitbasierten Codes oder einer biometrischen Bestätigung. Selbst wenn Angreifer das Passwort eines Nutzers kennen, können sie ohne den zweiten Faktor keinen Zugriff erlangen. Moderne Gaming-Plattformen bieten verschiedene Optionen für die Zwei-Faktor-Authentifizierung an, von SMS-Codes über Authenticator-Apps bis hin zu Hardware-Sicherheitsschlüsseln. 

Auch in vielen Online-Rollenspielen oder in Online-Casinos ist das schon an der Tagesordnung. Wer hier unsicher ist, könnte im Vorfeld eine eigene Recherche starten, ob entsprechende Anbieter und Entwickler derartige Sicherheits-Tools anbieten. Die Suche nach Playzilla Erfahrungen, World of Warcraft Erfahrungen und Co. ergibt dann schnell ein Bild, ob eine Zwei-Faktor-Authentifizierung für den Account unterstützt wird.

Wichtig ist aber auch ganz allgemein die Verwendung einzigartiger, komplexer Passwörter, wobei gerade das oft vernachlässigt wird. Ein starkes Passwort sollte aus mindestens zwölf Zeichen bestehen und Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen sowie Sonderzeichen kombinieren. Noch wichtiger ist jedoch, dass jedes Passwort nur für einen einzigen Dienst verwendet wird, um die Auswirkungen eines möglichen Datenlecks zu begrenzen. 

Mit Virtual Private Networks kann zudem der gesamte Datenverkehr verschlüsselt und die IP-Adresse verschleiert werden. Dies ist besonders relevant bei kompetitiven Spielen, wo die IP-Adresse potenziell für DDoS-Angriffe missbraucht werden könnte. Ein VPN schützt zudem vor neugierigen Blicken im lokalen Netzwerk und erschwert es Dritten, das Surfverhalten zu tracken oder sensible Informationen abzufangen. 

Die regelmäßige Aktualisierung von Software und Betriebssystemen mag trivial erscheinen, ist aber eine der effektivsten Maßnahmen gegen bekannte Sicherheitslücken. Cyberkriminelle nutzen systematisch veraltete Software aus, da diese dokumentierte Schwachstellen aufweist, für die bereits Exploits existieren. Gaming-Clients, Browser, Treiber und das Betriebssystem selbst sollten stets auf dem neuesten Stand gehalten werden. Auch hier spielen Online-Casinos ihre Stärke aus, weil sie nicht als Software auf dem Computer gespeichert werden, sondern im Browser gespielt werden. Dadurch sind sie immer aktuell.

Und abschließend bilden Antiviren-Software und Firewalls die Grundabsicherung jedes Gaming-Systems. Sie sollten aber keinesfalls als alleinige Lösung betrachtet werden.