Katarina Witt ist die erfolgreichste deutsche Eiskunstläuferin der Geschichte: zweifache Olympiasiegerin (1984 und 1988), vierfache Weltmeisterin und sechsfache Europameisterin. Nach der Wettkampfkarriere baute sie sich ein zweites Standbein als Showläuferin, Produzentin, TV-Expertin und Stifterin auf. Im Dezember 2025 feierte sie ihren 60. Geburtstag, im Februar 2026 begleitete sie die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina als Eiskunstlauf-Expertin der ARD.
Key Takeaways
- Katarina Witt wurde am 3. Dezember 1965 in Staaken geboren und trainierte ab 1977 bei Jutta Müller in Karl-Marx-Stadt.
- Sie gewann Olympia-Gold 1984 in Sarajevo und 1988 in Calgary, dazu vier WM-Titel und sechs EM-Titel in Folge (1983 bis 1988).
- Für „Carmen on Ice“ erhielt sie 1990 einen Emmy; anschließend tourte sie jahrelang mit Brian Boitano und „Holiday on Ice“.
- Seit 1995 produziert ihre Firma With Witt Sports & Entertainment GmbH Eisshows und TV-Formate wie „Stars auf Eis“.
- Die 2005 gegründete Katarina Witt Stiftung fördert Kinder mit körperlichen Beeinträchtigungen und hat nach eigenen Angaben mehr als 300 Projekte unterstützt.
- Ende 2025 zeigte die ARD die fünfteilige Doku-Serie „Being Katarina Witt“; im Februar 2026 war Witt ARD-Expertin bei Olympia in Mailand.
- Offizielle Angaben zu ihrem Vermögen gibt es nicht; uamr.de nennt keine Beträge, sondern beschreibt ihre Einnahmequellen.
| Name | Katarina Witt |
|---|---|
| Geboren | 3. Dezember 1965 in Staaken (heute Berlin bzw. Falkensee) |
| Beruf/Funktion | Ehemalige Eiskunstläuferin, Produzentin, TV-Expertin und Moderatorin, Stifterin |
| Unternehmen | With Witt Sports & Entertainment GmbH (seit 1995), Sportstudio „Kurvenstar by Katarina Witt“ in Potsdam (seit 2019), Katarina Witt Stiftung gGmbH (seit 2005) |
| Familie/Wohnort | Lebt in Potsdam und Berlin; Details zum Privatleben sind nicht öffentlich bekannt |
| Einnahmequellen | Eisshow- und TV-Produktionen, Expertinnen- und Moderationstätigkeit im Fernsehen, Werbe- und Markenkooperationen, Buchveröffentlichungen, Sportstudio |
Herkunft und Aufstieg in der DDR
Katarina Witt wurde am 3. Dezember 1965 in Staaken am westlichen Stadtrand von Berlin geboren. Ihre Mutter arbeitete als Physiotherapeutin, ihr Vater in der Landwirtschaft. Sie besuchte die Kinder- und Jugendsportschule in Karl-Marx-Stadt, wo ab 1977 die legendäre Trainerin Jutta Müller ihre Ausbildung beim SC Karl-Marx-Stadt übernahm. Das Training war hart: sechs Tage pro Woche, teilweise bis zu sieben Stunden am Tag.
1982 gewann Witt WM-Silber, 1983 den ersten ihrer sechs Europameistertitel in Serie, 1984 in Sarajevo den ersten Olympiasieg. Nach der Wende wurde bekannt, wie eng die Staatssicherheit die Sportlerin überwacht hatte: Ihre Stasi-Akte umfasste rund 3.500 Seiten; zugleich sicherte der Staat seinem Aushängeschild Privilegien wie Auslandsreisen, um eine Flucht zu verhindern.
Karriere: Vom „Duell der Carmens“ zum Emmy
Der Höhepunkt ihrer Wettkampfkarriere war Calgary 1988. Im sogenannten „Duell der Carmens“ gegen die US-Amerikanerin Debi Thomas verteidigte Witt als erste Frau seit Sonja Henie ihren Olympiasieg. Zwischen 1984 und 1988 gewann sie zehn von elf großen internationalen Titeln. Ihr freizügiges Showkostüm von 1988 führte sogar zu einer Regeländerung des Weltverbandes, die als „Katarina-Regel“ bekannt wurde.
Nach dem Wechsel ins Profilager 1988 drehte sie mit Brian Boitano den Eisfilm „Carmen on Ice“, für den sie 1990 einen Emmy erhielt. Mit Boitano tourte sie drei Jahre lang durch die USA, es folgten Engagements bei „Holiday on Ice“ und Nebenrollen in Hollywood, etwa im Thriller „Ronin“ (1998). 1994 wagte sie das Comeback für das wiedervereinigte Deutschland: In Lillehammer belegte sie Platz sieben, ihre Kür als Friedensbotschaft für das belagerte Sarajevo wurde mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet.
Ihre aktive Showkarriere beendete Witt 2008. Parallel etablierte sie sich im Fernsehen: 2006 saß sie in der Jury der ersten Staffel von „Let’s Dance“, von 2006 bis 2008 moderierte und co-produzierte sie „Stars auf Eis“ auf ProSieben. Als Vorsitzende führte sie die erfolglose Bewerbung Münchens um die Winterspiele 2018 an.
Aktuelle Entwicklung 2025/2026
Am 3. Dezember 2025 wurde Katarina Witt 60 Jahre alt – „Ich fühle mich nicht wie 60. Ich fühle mich wie: mittendrin“, sagte sie dem „Tagesspiegel“. Ab dem 27. November 2025 zeigte die ARD-Mediathek die fünfteilige Doku-Serie „Being Katarina Witt“, in der neben Witt selbst Weggefährten aus Sport, Unterhaltung und Politik zu Wort kommen. Zuvor hatte das ZDF im Oktober 2024 den Spielfilm „Kati – Eine Kür, die bleibt“ mit Lavinia Nowak in der Hauptrolle ausgestrahlt, der ihr Comeback 1994 nachzeichnet. 2023 hatte die Internationale Eislaufunion Witt mit dem „Lifetime Achievement Award“ geehrt.
Im Februar 2026 war Witt bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo als Eiskunstlauf-Expertin der ARD im Einsatz, an der Seite von Kommentator Daniel Weiss. Für Schlagzeilen sorgte ein bewegender Moment am 21. Februar 2026: Als die US-Läuferin Amber Glenn Witt als Vorbild bezeichnete, das den Frauen-Eiskunstlauf revolutioniert habe, kämpfte die Expertin sichtlich mit den Tränen. Seit 1991 arbeitet sie als TV-Expertin für Sender wie ZDF, ARD, CBS, NBC und ABC.
Auch ihre Stiftungsarbeit läuft weiter: Am 30. August 2026 fand in Potsdam zum vierten Mal das Familiensportfest „Inklusiv gewinnt“ statt, dessen Schirmherrin Witt ist und das ihre Stiftung als Hauptsponsor trägt. Die Finanzierung solcher Projekte sei allerdings schwieriger geworden, räumte sie ein.
Katarina Witt Vermögen: Einnahmequellen und Vermögensbasis
Offizielle Zahlen zum Vermögen von Katarina Witt existieren nicht. Im Netz kursierende Schätzungen entbehren jeder belastbaren Grundlage – uamr.de nennt deshalb bewusst keine Beträge. Belegbar ist dagegen, worauf ihre wirtschaftliche Basis beruht.
Erste Säule ist ihre Profikarriere nach 1988 mit den jahrelangen Tourneen mit Brian Boitano und „Holiday on Ice“. Zweite Säule ist ihr eigenes Unternehmen: Die 1995 gegründete With Witt Sports & Entertainment GmbH hat nach Firmenangaben mehr als 20 internationale TV-Specials, Live-Events und Eisshows entwickelt oder co-produziert, darunter „Divas on Ice“ und „Stars auf Eis“. Dritte Säule sind ihre Fernsehtätigkeiten als Expertin, Moderatorin und Jurorin sowie Werbe- und Markenkooperationen. Hinzu kommen Buchveröffentlichungen wie die Autobiographie „Meine Jahre zwischen Pflicht und Kür“ (1994).
Weniger glatt lief ihr Ausflug in die Fitnessbranche: Das im November 2019 eröffnete Sportstudio „Kurvenstar by Katarina Witt“ in Potsdam geriet in der Corona-Pandemie in Schwierigkeiten. Nach zehnwöchiger Zwangsschließung sprach Witt im September 2020 selbstkritisch von einer möglichen „Schnapsidee“ und hielt den Betrieb aus eigenen Rücklagen am Laufen. Das Studio existiert weiterhin. Die gemeinnützige Katarina Witt Stiftung gGmbH ist von ihrem Privatvermögen getrennt und finanziert sich über Spenden und Benefizveranstaltungen.
FAQ
Wie viele olympische Goldmedaillen hat Katarina Witt gewonnen? Zwei: 1984 in Sarajevo und 1988 in Calgary. Sie war nach Sonja Henie die erste Frau, der die Titelverteidigung im Eiskunstlauf gelang.
Wie hoch ist das Vermögen von Katarina Witt? Offizielle Angaben gibt es nicht, und uamr.de nennt keine Schätzwerte. Ihre Vermögensbasis bilden die Profikarriere, ihre Produktionsfirma With Witt Sports & Entertainment, TV-Engagements und Werbeverträge.
Was macht Katarina Witt heute? Sie arbeitet als TV-Expertin – zuletzt bei den Winterspielen 2026 für die ARD –, führt ihre Produktionsfirma und engagiert sich mit ihrer Stiftung für Kinder mit körperlichen Beeinträchtigungen.
Was macht die Katarina Witt Stiftung? Die 2005 gegründete Stiftung fördert Sportprojekte für Kinder mit körperlichen Behinderungen sowie medizinische Hilfsprojekte und hat nach eigenen Angaben mehr als 300 Projekte unterstützt.
Wo lebt Katarina Witt? Sie gilt als Wahl-Potsdamerin und ist zugleich in Berlin ansässig.
Gibt es einen Film über Katarina Witt? Ja, zwei aktuelle: den ZDF-Spielfilm „Kati – Eine Kür, die bleibt“ (2024) und die fünfteilige ARD-Doku-Serie „Being Katarina Witt“ (2025).
Fazit
Katarina Witt hat den Sprung von der DDR-Vorzeigesportlerin zur Unternehmerin und TV-Persönlichkeit geschafft wie kaum eine andere Athletin ihrer Generation. Ihre Bilanz mit zwei Olympiasiegen, vier WM- und sechs EM-Titeln ist im deutschen Eiskunstlauf unerreicht. Wirtschaftlich stützt sie sich auf Showproduktionen, Fernsehen, Werbung und Bücher, ohne dass ihr Vermögen je offiziell beziffert wurde. Mit 60 Jahren ist sie 2026 als Olympia-Expertin, Produzentin und Stifterin präsent wie eh und je – und, wie sie selbst sagt, „mittendrin“.