Eno: Biographie, Karriere und Vermögen des Wiesbadener Rappers

Eno Vermögen

Eno, bürgerlich Ensar Albayrak, gehört seit 2018 zu den kommerziell erfolgreichsten Vertretern des deutschen Trap. Der in Wiesbaden aufgewachsene Rapper landete mit „Mercedes“, „Ferrari“ und „Blackberry Sky“ Chart-Hits, die in den Offiziellen Deutschen Charts bis auf Platz eins kletterten, und veröffentlichte zwischen 2018 und 2021 vier Alben in den Top 20. Stand September 2026 ist er weiterhin aktiv: 2025 tourte er erstmals seit der Pandemie wieder durch Deutschland, 2025 und 2026 erschienen neue Singles mit Dardan, Kolja Goldstein und Kardo. Dieser Artikel zeichnet seine Biographie und Karriere nach und erklärt, woraus seine Einnahmen bestehen – ohne Spekulationen über Vermögenswerte.

Key Takeaways

  • Eno heißt bürgerlich Ensar Albayrak, wurde in der türkischen Provinz Elazığ geboren und wuchs im Wiesbadener Westend auf.
  • Der Durchbruch kam 2016 mit dem Dardan-Feature „Wer macht Para?“, danach nahm ihn Xatar bei Kopfticker Records beziehungsweise Alles oder Nix Records unter Vertrag.
  • „Ferrari“ (feat. Mero, 2019) und „Roli Glitzer Glitzer“ (mit Capital Bra und Luciano, 2018) erreichten Platz eins der deutschen Single-Charts; „Mercedes“ hielt sich 29 Wochen in den Charts.
  • Die Alben „Wellritzstrasse“ (2018), „Fuchs“ (2019), „Bonität“ (2020) und „Ensar“ (2021) platzierten sich alle in den deutschen Top 20.
  • 2022 spielte Eno in Fatih Akins Kinofilm „Rheingold“ den Rapper SSIO.
  • 2025 folgte die „Day Zero Tour“ durch sechs deutsche Städte, 2025/2026 erschienen weitere Singles, darunter „Wer macht Para 3″ mit Dardan.
  • Seine Einnahmen stammen aus Streaming, Tonträgern, Konzerten und Kooperationen; belastbare Zahlen zu seinem Vermögen gibt es nicht, uamr.de nennt keine Beträge.

Steckbrief: Eno

NameEnsar Albayrak, Künstlername Eno (früher Eno183)
GeborenJahrgang 1997 in Kovancılar, Provinz Elazığ, Türkei (laut Wikipedia; laut.de nennt abweichend 1998)
AufgewachsenWiesbaden (Westend)
BerufRapper, Songwriter, Schauspieler (Gastrolle)
Aktiv seit2016
LabelsKopfticker Records / Alles oder Nix Records (2017–2022), danach Veröffentlichungen über Universal Music (laut Wikipedia)
Bekannt für„Mercedes“, „Ferrari“, „Blackberry Sky“, „Roli Glitzer Glitzer“, „Wer macht Para?“
EinnahmequellenStreaming und Tonträgerverkäufe, Live-Auftritte, Features, Goldene Schallplatten, Filmrolle

Herkunft und Jugend in Wiesbaden

Ensar Albayrak wurde in Kovancılar in der ostanatolischen Provinz Elazığ geboren. Seine Familie ist kurdischer Herkunft und kam, als er noch ein Kind war, nach Deutschland. Laut der Biographie des Musikportals laut.de lebte die Familie zunächst ohne gesicherten Aufenthaltsstatus in Wiesbaden; Eno wuchs im Westend auf, einem dicht besiedelten Stadtteil der hessischen Landeshauptstadt, der später als „Wellritzstrasse“ seinem Debütalbum den Namen gab.

Nach Angaben der deutschsprachigen Wikipedia, die sich auf Interviews mit dem Wiesbadener Kurier und Merkurist stützt, kam Eno erst mit acht Jahren in die Schule. Er holte den Rückstand auf, erwarb das Fachabitur und schrieb sich an der Hochschule RheinMain für Bauingenieurwesen ein. Nach drei Semestern brach er das Studium ab, weil die Musik mehr Zeit beanspruchte als die Vorlesungen. In Interviews betont er regelmäßig, dass er der Erste in seiner Familie gewesen sei, dem eine höhere Schulbildung offenstand.

Karrierestationen: Von Eno183 zu Alles oder Nix

Erste Videos und das Dardan-Feature

Unter dem Namen Eno183 lud er 2016 erste Rap-Videos auf YouTube hoch. Der entscheidende Schub kam noch im selben Jahr durch das gemeinsame Stück „Wer macht Para?“ mit dem Wiesbadener Rapper Dardan. Das Video erreichte laut laut.de und Wikipedia innerhalb kurzer Zeit mehr als drei Millionen Aufrufe und machte die Szene auf den damals 19-Jährigen aufmerksam.

Vertrag bei Xatar

2017 nahm Xatar Eno bei seinem Label Kopfticker Records unter Vertrag; nach dessen Auflösung lief die Zusammenarbeit über Alles oder Nix Records weiter. Das erste Album „Xalaz“ erschien Anfang 2017 und stieg laut Wikipedia auf Platz 39 der deutschen Album-Charts ein. Der eigentliche Durchbruch folgte 2018: Die Single „Mercedes“ erreichte Platz sechs der Offiziellen Deutschen Charts und blieb 29 Wochen in der Hitliste – bis heute seine am längsten platzierte Single, wie die Datenbank von GfK Entertainment ausweist.

Im Herbst 2018 legte er mit „Wellritzstrasse“ nach. Das Album stieg auf Platz fünf der deutschen Album-Charts ein. Fast zeitgleich stand er als Gast auf Capital Bras „Roli Glitzer Glitzer“ (mit Luciano), das im Oktober 2018 auf Platz eins der Single-Charts ging und zwölf Wochen in der Liste blieb.

Der Durchbruch: „Ferrari“, „Fuchs“ und die Nummer eins

2019 war das erfolgreichste Jahr seiner Karriere. Die Single „Ferrari“ mit Mero erreichte laut Offiziellen Deutschen Charts Platz eins und hielt sich zwölf Wochen in der Hitliste; auch in Österreich und der Schweiz führte sie die Charts an. „Blackberry Sky“ kletterte auf Platz zwei und blieb 13 Wochen platziert. Beide Titel wurden laut Wikipedia mit Gold ausgezeichnet. Das im Mai 2019 veröffentlichte Album „Fuchs“ stieg auf Platz drei in Deutschland ein und erreichte in Österreich Platz sechs sowie in der Schweiz Platz zehn.

Musikalisch verbindet Eno Trap-Beats mit Melodien, die laut.de als Mischung aus Hip-Hop, arabischen Einflüssen, Dancehall und Pop beschreibt. Charakteristisch sind eingängige, gesungene Hooks, die seine Songs auch außerhalb des Kern-Rap-Publikums anschlussfähig machten. Zu seinen Kooperationspartnern zählen laut Wikipedia unter anderem Mero, Nimo, Luciano, Bausa, Olexesh, Azzi Memo und der türkische Rapper Ezhel.

Im Februar 2020 erschien „Bonität“, das in Deutschland Platz 16 erreichte. Die geplante Tour zum Album fiel der Corona-Pandemie zum Opfer, wie die Veranstalter der späteren „Day Zero Tour“ in ihren Ankündigungen schreiben. Die Single „Kommunikation“ mit Nimo stieg dennoch auf Platz sechs. Im August 2021 folgte das Album „Ensar“, das seinen bürgerlichen Vornamen trägt und laut GfK-Datenbank Platz 20 erreichte.

Neuausrichtung ab 2022: Trennung von Xatar, Kino und Tour

Ende 2022 endete laut Wikipedia die Zusammenarbeit mit Xatar und Alles oder Nix Records; seither erscheinen seine Veröffentlichungen im Vertrieb von Universal Music. Im selben Jahr war Eno auf der Kinoleinwand zu sehen: In Fatih Akins Biopic „Rheingold“ über Xatars Leben übernahm er die Rolle des Rappers SSIO. Als Xatar im Mai 2025 starb, sprach Eno gegenüber Hiphop.de von einem „sehr schwierigen Moment“ für ihn.

Auf Albumlänge wurde es nach 2021 ruhiger, dafür setzte er auf EPs und Singles: 2024 erschien laut Tourankündigung eine „Summer EP“ mit Gästen wie Nimo, Olexesh und Caney030, Hiphop.de berichtete zudem über die EP „97bpm“ sowie die Singles „Fuxwave“ (mit Kardo), „Mis“ (mit Summer Cem), „Mavi“, „Hade“ (mit KC Rebell und Hakim Lokman) und „Strassenjunge“ (mit Noah, Caney030 und Samra). Für Red Bull nahm er die 64-Bars-Session „Tiffany Blue“ auf. Im Februar 2025 veröffentlichte er mit Dardan „Wer macht Para 3″, den dritten Teil der Reihe, die 2016 seine Karriere begründet hatte.

Im Oktober 2025 ging Eno mit der „Day Zero Tour“ erstmals seit der abgesagten Pandemie-Tour wieder auf Deutschland-Tour, unter anderem in die Batschkapp Frankfurt, das Metropol Berlin und das LKA-Longhorn Stuttgart. Laut der Datenbank der Offiziellen Deutschen Charts hat Eno bis 2026 insgesamt 45 Singles und zwölf Alben in den deutschen Charts platziert; zu den jüngsten Einträgen zählen Kooperationen mit Kolja Goldstein („Millieu 26″), Dardan und Kardo.

Eno Vermögen: Woher die Einnahmen stammen

Zum Vermögen von Ensar Albayrak existieren keine belastbaren Angaben. Weder er selbst noch sein Label haben je Umsatz- oder Einkommenszahlen veröffentlicht; die im Netz kursierenden Schätzungen stammen von Promi-Vermögen-Seiten ohne nachvollziehbare Grundlage. uamr.de nennt deshalb keine Beträge. Beschreiben lässt sich aber, woraus seine wirtschaftliche Basis besteht.

Die wichtigste Säule sind Streaming-Erlöse und Tonträgerverkäufe. Mit 45 Chart-Singles, mehreren Nummer-eins- und Top-Ten-Hits sowie Gold-Auszeichnungen für „Ferrari“ und „Blackberry Sky“ verfügt Eno über einen Katalog, der seit 2018 kontinuierlich gestreamt wird. Dazu kommen Feature-Gagen für Gastauftritte bei Kollegen wie Capital Bra, KC Rebell oder Summer Cem sowie Einnahmen aus Songwriting-Anteilen. Eine zweite Säule sind Live-Auftritte: Nach fünf Jahren ohne eigene Tour brachte die „Day Zero Tour“ 2025 wieder Ticketeinnahmen aus Clubkonzerten. Hinzu kommen Markenkooperationen wie die Red-Bull-64-Bars-Session und die Gage für die Rolle in „Rheingold“. Wie sich diese Einnahmen konkret verteilen und welche Anteile das Label einbehält, ist nicht öffentlich.

FAQ

Wie heißt Eno mit bürgerlichem Namen? Ensar Albayrak. Sein Album „Ensar“ (2021) trägt seinen Vornamen.

Woher kommt Eno? Er wurde in Kovancılar in der türkischen Provinz Elazığ geboren und wuchs im Wiesbadener Westend auf. Seine Familie ist kurdischer Herkunft.

Welche Songs von Eno waren auf Platz eins? „Ferrari“ (feat. Mero, 2019) und „Roli Glitzer Glitzer“ (Capital Bra feat. Luciano und Eno, 2018) erreichten Platz eins der Offiziellen Deutschen Charts.

Ist Eno noch bei Xatar unter Vertrag? Nein. Die Zusammenarbeit mit Alles oder Nix Records endete laut Wikipedia Ende 2022. Seither erscheinen seine Veröffentlichungen über Universal Music.

Hat Eno in einem Film mitgespielt? Ja, in Fatih Akins „Rheingold“ (2022) über das Leben von Xatar spielte er den Rapper SSIO.

Wie hoch ist das Vermögen von Eno? Dazu gibt es keine belegbaren Zahlen. uamr.de nennt keine Beträge; bekannt sind nur die Einnahmequellen: Streaming, Tonträger, Konzerte, Features und Kooperationen.

Fazit

Eno steht exemplarisch für die Deutschtrap-Welle der Jahre 2018 bis 2020: ein Newcomer aus dem Wiesbadener Westend, der über ein virales Feature ins Rampenlicht kam, bei Xatar unterschrieb und mit „Mercedes“, „Ferrari“ und „Blackberry Sky“ die Charts dominierte. Nach der Trennung von Alles oder Nix hat er seinen Kurs geändert, setzt auf Singles, EPs und Kooperationen und kehrte 2025 auf die Bühne zurück. Seine wirtschaftliche Basis ist der Katalog aus fast 50 Chart-Titeln; wie viel er damit verdient hat, bleibt seine Privatsache – seriöse Zahlen dazu gibt es nicht.