Immobilienmarkt 25/26 für Vermieter: Lage bleibt Basis, Modernisierung der Hebel

Immobilienmarkt 25/26 für Vermieter: Lage bleibt Basis, Modernisierung der Hebel

Ob Vermietbarkeit oder Wohnkomfort – zeitgemäß ausgestattete Räume werden zunehmend zum entscheidenden Qualitätsmerkmal.

Knapp ein Euro mehr pro Quadratmeter können Vermieter erzielen, wenn ihre Wohnungen eine gute Energieeffizienzklasse erreichen. Das zeigt eine Auswertung des IfW Kiel und macht deutlich: Der bauliche Zustand einer Wohnung spielt heute eine größere Rolle als noch vor einigen Jahren.Was früher vor allem beim Verkauf zählte, beeinflusst inzwischen auch die Vermietbarkeit. Und modernisierte Wohnungen gewinnen im Wettbewerb schneller an Wert als solche, die über Jahre unverändert geblieben sind.

1. Werthebel im Bestand: Was wirklich etwas bringt

Vermieter spüren das besonders dort, wo die Nachfrage zwar stabil ist, die Auswahl für Mieter aber größer wird. Die Menschen wollen heute nicht mehr nur Wohnraum – sie wollen guten Wohnraum. Diese Erwartungen bestimmen heute vielerorts mit, wie der Mietmarkt funktioniert. Komfort, Funktionalität und eine moderne Ausstattung spielen heute eine deutlich größere Rolle.

Aber nicht jede Modernisierung steigert den Wert gleichermaßen. Vermieter müssen daher gezielt unterscheiden, welche Maßnahmen einen spürbaren Effekt haben – und welche lediglich kosmetisch wirken. Der Trend zeigt: Vermieter sollten den Fokus auf Räume setzen, die intensiv genutzt werden und die den Wohnalltag prägen.

Ein modernisiertes Badezimmer etwa ist kein Nice-to-have mehr, sondern ein Qualitätsmerkmal, das sowohl Mieterzufriedenheit als auch die Vermietbarkeit verbessert. „Ein Bad ist heute längst mehr als ein Ort, den wir nach dem Toilettengang oder dem Zähneputzen sofort wieder verlassen. Moderne Bäder mit all den architektonischen, gestalterischen und technischen Möglichkeiten der heutigen Zeit sind längst zu Wohlfühloasen geworden.“, sagt Ewan Fleischmann von Badsanieren24.

Für viele Vermieter zeigt sich: Gezielte Modernisierungen im Bad zahlen sich in der Regel stärker aus als rein optische Maßnahmen. Eine gute Energieeffizienz, moderne Technik oder hochwertige Materialien sichern zudem den langfristigen Erhalt der Immobilie.

2. Mietmarkt-Signale: Was Mieter heute wirklich erwarten

Ein weiterer Grund für die wachsende Bedeutung von Modernisierungen sind die veränderten Ansprüche der Mieterschaft. Die Nachfrage richtet sich nicht mehr allein nach Quadratmetern oder Grundrissen, sondern nach Lebensqualität. Es geht um Komfort, Alltagstauglichkeit und ein Wohngefühl, das Sicherheit und Modernität vermittelt. Vermieter, die an diesen Punkten ansetzen, haben nicht nur geringere Leerstandsrisiken, sondern oftmals auch stabilere Mieterbindungen.

Es ist mehr die Mischung aus Lage, Zustand und Wohngefühl, die heute den Unterschied macht. Wer eine starke Lage besitzt, profitiert weiterhin davon – doch ohne eine gewisse Modernität verliert die Immobilie an Attraktivität. Besonders in urbanen Räumen zeigt sich, dass Mieter eher bereit sind, für eine modernisierte Wohnung höhere Mieten zu akzeptieren, sofern der Standard stimmt.

3. Entscheidungspunkte: Wie Vermieter heute strategisch planen

Die zentrale Frage lautet daher: Wann lohnt sich welche Modernisierung? Für viele Vermieter ist der richtige Zeitpunkt genau jetzt, denn der Markt für 2026 zeigt klare Signale. Maßnahmen, die den Wohnwert spürbar erhöhen, wirken doppelt – sie steigern die Vermietbarkeit und unterstützen den Werterhalt der Immobilie.

4. Wirtschaftlichkeit & Umsetzung: Wie Vermieter Modernisierungen effizient realisieren

Wie lassen sich Modernisierungen finanziell und organisatorisch sinnvoll umsetzen? Entscheidend ist nicht nur, was modernisiert wird, sondern wie.

Eine strukturierten Planung ist das A und O: Kosten und Nutzen werden gegenübergestellt, Prioritäten definiert und Maßnahmen zeitlich gestaffelt. Insbesondere energetische Verbesserungen oder Badmodernisierungen lassen sich häufig mit Förderprogrammen, steuerlichen Vorteilen oder günstigen Finanzierungsmöglichkeiten kombinieren.

Wichtig ist, von Anfang an realistisch zu kalkulieren: Welche Arbeiten bringen kurzfristig eine bessere Vermietbarkeit? Welche Maßnahmen sichern langfristig den Wert der Immobilie? Und wie lässt sich die Bauphase so organisieren, dass der laufende Betrieb oder bestehende Mietverhältnisse möglichst wenig beeinträchtigt werden?

Gut geplante Modernisierungen entlasten Vermieter – sowohl finanziell als auch im laufenden Betrieb – und erhöhen gleichzeitig die Planbarkeit für die nächsten Jahre.

Fazit: „Wer dort investiert, wo Mieter es spüren, gewinnt langfristig.“

Für Vermieter gilt heute mehr denn je: Die Lage bleibt der Grundstein jeder Immobilie – aber die Modernisierung ist der Hebel, der ihren tatsächlichen Wert sichtbar macht. Gezielte Modernisierung hilft, auch in guten Lagen konkurrenzfähig zu bleiben und durchschnittliche Wohnungen klar aufzuwerten.