Tyson Fury, geboren am 12. August 1988 in Wythenshawe bei Manchester, ist zweimaliger Schwergewichts-Weltmeister. Der 2,06 Meter große „Gypsy King“ entthronte 2015 Wladimir Klitschko, gewann 2020 den WBC-Titel gegen Deontay Wilder und verlor 2024 zwei Duelle gegen Oleksandr Usyk. Nach seinem Rücktritt im Januar 2025 kehrte er 2026 zurück; Siege gegen Arslanbek Makhmudov und Mariusz Wach ebneten den Weg zum Duell mit Anthony Joshua am 11. Dezember 2026 in Cardiff. Forbes führte ihn 2025 auf Platz drei der bestbezahlten Sportler der Welt.
Key Takeaways
- Geboren am 12. August 1988 in Wythenshawe, Manchester; Familie irischer Traveller mit Boxtradition.
- Weltmeister 2015 (Sieg über Wladimir Klitschko) und 2020 bis 2024 (WBC-Titel nach Sieg über Deontay Wilder).
- Zwei Punktniederlagen gegen Oleksandr Usyk im Mai und Dezember 2024, Rücktritt am 13. Januar 2025.
- Comeback 2026: Siege gegen Makhmudov (April) und Wach (Juli); Kampf gegen Anthony Joshua am 11. Dezember 2026 in Cardiff.
- Vermögensbasis: Kampfbörsen, Pay-per-View-Anteile, Netflix-Serie, Buch und Werbepartner; uamr.de nennt keine Beträge.
| Name | Tyson Luke Fury, genannt „Gypsy King“ |
|---|---|
| Geboren | 12. August 1988 in Wythenshawe, Manchester (England) |
| Beruf/Funktion | Profiboxer im Schwergewicht, zweimaliger Weltmeister |
| Unternehmen/Verein | Profikarriere seit 2008; Kampfbilanz 36 Siege, 2 Niederlagen, 1 Unentschieden (Stand Oktober 2026) |
| Familie/Wohnort | Verheiratet mit Paris Fury, sieben Kinder; lebt in Morecambe (Lancashire) |
| Einnahmequellen | Kampfbörsen, Pay-per-View-Beteiligungen, Netflix-Serie „At Home with the Furys“, Autobiografie, Werbepartnerschaften |
Herkunft und frühe Jahre
Tyson Fury kam am 12. August 1988 in Wythenshawe, einem Stadtteil von Manchester, als Frühgeburt zur Welt. Sein Vater John Fury, selbst Profiboxer, benannte ihn nach Mike Tyson. Die Familie gehört zu den irischen Travellern; entfernte Verwandte wie Bartley Gorman trugen den Beinamen „King of the Gypsies“, aus dem Furys Kampfname „Gypsy King“ entstand.
Mit zehn Jahren begann er zu boxen, trainiert von seinem Onkel Hughie Fury. Als Amateur holte er 2006 Bronze bei den Junioren-Weltmeisterschaften und gewann 2008 den englischen ABA-Titel im Superschwergewicht. Auch seine Cousins Hughie Fury, Nathan Gorman und Andy Lee sowie sein Halbbruder Tommy Fury wurden Profiboxer.
Karriere: Vom Klitschko-Coup bis zur Wilder-Trilogie

Sein Profidebüt gab Fury am 6. Dezember 2008 in Nottingham mit einem Sieg in der ersten Runde. 2011 gewann er den britischen Titel gegen Derek Chisora, 2014 den Europameistertitel. Der Durchbruch folgte am 28. November 2015 in Düsseldorf: Fury schlug Weltmeister Wladimir Klitschko einstimmig nach Punkten und übernahm die Gürtel von WBA, IBF, WBO und IBO sowie den Titel des Magazins „The Ring“, das ihn zum Boxer des Jahres 2015 kürte.
Auf den Triumph folgte der Absturz. 2016 sprach Fury öffentlich über Depressionen und eine Bipolar-Diagnose, nahm stark zu und gab im Oktober 2016 seine Titel zurück. Parallel lief ein Dopingverfahren der britischen Agentur UKAD wegen einer Probe von 2015; Ende 2017 einigten sich beide Seiten auf eine rückdatierte zweijährige Sperre, die im Dezember 2017 endete.
Das Comeback mündete in die Trilogie gegen Deontay Wilder. Nach einem Unentschieden im Dezember 2018 in Los Angeles holte sich Fury am 22. Februar 2020 in Las Vegas durch technischen K. o. in Runde sieben den WBC-Titel; das dritte Duell am 9. Oktober 2021 gewann er durch K. o. in Runde elf. „The Ring“ kürte ihn 2020 erneut zum Boxer des Jahres. Am 23. April 2022 verteidigte er den Gürtel im Wembley-Stadion gegen Dillian Whyte vor 94.000 Zuschauern, Rekord für Europa, und im Dezember 2022 gegen Derek Chisora vor 60.000 Fans. Im Oktober 2023 folgte in Riad ein umstrittener Punktsieg gegen den früheren UFC-Champion Francis Ngannou.
Aktuelle Entwicklung 2025/2026
Am 18. Mai 2024 traf Fury in Riad auf Oleksandr Usyk, erstmals seit 1999 ging es um alle vier großen Schwergewichtstitel. Usyk gewann durch geteilte Punktentscheidung und wurde unumstrittener Weltmeister. Der Rückkampf am 21. Dezember 2024 endete einstimmig (dreimal 116:112) erneut für den Ukrainer. Am 13. Januar 2025 erklärte Fury per Instagram-Video seinen Rücktritt, mit einer Bilanz von 34 Siegen, zwei Niederlagen und einem Unentschieden.
Wie schon 2013, 2016, 2017 und 2022 hielt der Abschied nicht lange. Im Januar 2026 kündigte Fury sein Comeback an und besiegte am 11. April 2026 im Tottenham Hotspur Stadium Arslanbek Makhmudov vor 64.500 Zuschauern deutlich nach Punkten. Am 24. Juli 2026 stoppte er in Pattaya (Thailand) den Polen Mariusz Wach in Runde sieben, vor rund 1.500 Zuschauern und ohne Live-Übertragung; die Aufnahmen sollen in der Netflix-Serie der Familie laufen. Seine Bilanz: 36 Siege (25 vorzeitig), zwei Niederlagen, ein Unentschieden.
Im September 2026 machte der saudische Sportfunktionär Turki Alalshikh das „Battle of Britain“ offiziell: Fury gegen Joshua am 11. Dezember 2026 im Principality Stadium in Cardiff, übertragen von Netflix, um den von Usyk niedergelegten WBA-Super-Titel. Im Vorfeld gab es Streit um Promoter-Rechte und um Furys Aufnahme ins VADA-Dopingtestprogramm; die Londoner Pressekonferenz am 30. September fand dennoch statt, und Fury bestätigte seine Vertragsunterschrift.
Familie, Netflix und mentale Gesundheit
Fury ist mit Paris Fury verheiratet, das Paar hat sieben Kinder und lebt in Morecambe in Lancashire. Seit dem 16. August 2023 zeigt die Netflix-Serie „At Home with the Furys“ den Alltag der Großfamilie samt Vater John und Halbbruder Tommy. Die zweite Staffel erschien am 12. April 2026.
Seine Offenheit zu Depressionen und Suizidgedanken hat Fury zu einer prominenten Stimme für mentale Gesundheit gemacht. 2019 erschien seine Autobiografie „Behind the Mask“ bei Penguin Random House. Angaben zu Immobilien, Fahrzeugen oder einem Privatjet sind nicht offiziell belegt.
Tyson Fury Vermögen: Einnahmequellen und Vermögensbasis
Die wichtigste Einnahmequelle sind die Kampfbörsen: Stadionkämpfe vor 94.000 und 60.000 Zuschauern in London, Pay-per-View-Abende in Las Vegas und die von Saudi-Arabien finanzierten Großkämpfe in Riad. Hinzu kommen Beteiligungen an den Übertragungserlösen. Forbes listete Fury im Mai 2025 auf Platz drei der bestbezahlten Sportler der Welt, das Branchenportal Sportico sah ihn für 2024 ebenfalls auf Rang drei.
Außerhalb des Rings verdient Fury an der Netflix-Serie, an Buchverkäufen sowie an Werbepartnerschaften. Offizielle Zahlen zu seinem Vermögen existieren nicht, Börsen und Verträge werden nicht veröffentlicht. uamr.de nennt deshalb keine Beträge; kursierende Schätzungen beruhen auf nicht überprüfbaren Hochrechnungen und Eigenaussagen.
FAQ
Wann wurde Tyson Fury geboren? Tyson Fury wurde am 12. August 1988 in Wythenshawe bei Manchester geboren und stammt aus einer Familie irischer Traveller.
Welche Titel hat Tyson Fury gewonnen? 2015 wurde er durch den Sieg über Wladimir Klitschko Weltmeister der Verbände WBA, IBF, WBO und IBO. Von 2020 bis 2024 hielt er den WBC-Titel, den er gegen Deontay Wilder gewann.
Ist Tyson Fury 2026 noch aktiv? Ja. Nach dem Rücktritt im Januar 2025 kehrte er 2026 zurück, schlug Makhmudov und Wach und soll am 11. Dezember 2026 in Cardiff gegen Anthony Joshua boxen.
Wie hoch ist das Vermögen von Tyson Fury? Offizielle Zahlen gibt es nicht, uamr.de nennt keine Beträge. Belegt ist, dass Forbes ihn 2025 auf Platz drei der bestbezahlten Sportler der Welt führte.
Wie viele Kinder hat Tyson Fury? Tyson und Paris Fury haben sieben Kinder. Die Familie lebt in Morecambe und ist seit 2023 bei Netflix zu sehen.
Wie oft hat Tyson Fury seinen Rücktritt erklärt? 2013, 2016, 2017, 2022 und zuletzt am 13. Januar 2025. Jedes Mal kehrte er zurück.
Fazit
Tyson Fury hat den Schwergewichtsthron zweimal erobert und sich nach Krisen zurückgekämpft. Die Niederlagen gegen Usyk beendeten seine Unbesiegtheit, nicht seine Zugkraft: Mit 64.500 Zuschauern beim Comeback und dem Duell gegen Anthony Joshua im Dezember 2026 bleibt der „Gypsy King“ der Kassenmagnet des britischen Boxens. Seine wirtschaftliche Basis ruht auf Kampfbörsen, Übertragungsrechten, der Netflix-Serie und Werbepartnern; konkrete Beträge bleiben Spekulation.