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Informieren Sie sich über aktuelle Entwicklungen in der Universitätsallianz Ruhr.

UA Ruhr News Center

Die Alliance for Research on East Asia (AREA) Ruhr, die zur Universitätsallianz Ruhr gehört und vom Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) gefördert wird, lädt Interessierte dazu ein, sich für acht Stipendien im Rahmen des Doktorandenprogramms Transnational Institution Building and Transnational Identities in East Asia zu bewerben.

Das strukturierte, auf drei Jahre angelegte Programm zielt darauf ab, das Wissen über regionalen Institutions-Aufbau im ostasiatischen Raum, Identitätsfindung und die Interaktion zwischen beiden Prozessen heute und im historischen Kontext zu vertiefen. Durch länderübergreifende und vergleichende Ansätze zum Ostasienstudium weist das Programm über nationale Grenzen hinaus und nutzt das in der Kombination von Geistes- und Gesellschaftswissenschaften liegende Potenzial. Es soll Forschungsprojekten fachgebietsübergreifende Perspektiven eröffnen.

Bewerbungsschluss ist der 31. März 2017.

Weitere Informationen über: www.area-ruhr.de/call-for-applications-area-ruhr-doctoral-programme/

Die 13. Fachtagung Baustatik-Baupraxis findet am 20. und 21. März 2017 an der Ruhr-Universität Bochum statt. Sie wird im Rahmen der Universitätsallianz UA Ruhr von der Ruhr-Universität-Bochum in Kooperation mit der TU Dortmund und der Universität Duisburg-Essen organisiert und von den Ingenieurkammern, insbesondere der Ingenieurkammer-Bau NRW, dem Verband Beratender Ingenieure (VBI) und der Bundesvereinigung der Prüfingenieure für Bautechnik und deren Landesverbänden unterstützt.

Die hochkarätige Fachtagung wird bereits seit 1981 von den Lehrstühlen und Instituten für Baustatik im deutschsprachigen Raum – vertreten durch die Forschungsvereinigung Baustatik-Baupraxis – alle drei Jahre an wechselnden Hochschulstandorten durchgeführt. Sie versteht sich als Forum für einen Dialog zwischen in der Praxis tätigen Ingenieuren und universitärer Forschung, in dem aktuelle Entwicklungen für Berechnungsmethoden und Bemessungskonzepte sowie Herausforderungen bei aktuellen Bauvorhaben diskutiert werden. Die Tagung trägt dem fachübergreifenden Charakter des Fachgebiets „Baustatik“ durch ein attraktives Angebot an richtungsweisenden Plenarvorträgen und themenspezifischen Vortragsblöcken Rechnung.


Plenarvorträge:

• Prof. Kai-Uwe Bletzinger, TU München „Der numerische Windkanal“
• Prof. Klaus Bollinger, Bollinger+Grohmann Ingenieure „Integrale Tragwerksplanung“
• Dipl.-Ing. Matthias Braun, OBERMEYER Planen + Beraten „Tragwerksplanung im Wandel: Chancen von BIM für eine Branche mit Tradition“
• Prof. Wolfram Jäger, Prüfingenieur, TU Dresden „Qualität und Zuverlässigkeit in der Tragwerksplanung aus europäischer Sicht“
• Prof. Michael Kaliske, TU Dresden „Polymorphe Unschärfemodellierungen für den numerischen Entwurf von Strukturen (SPP1886)“
• Dr. Karl Morgen, WTM Engineers „Deutschlands größte Kamera: Der neue Röntgenlaser XFEL am DESY in Hamburg“
• Prof. Joop Paul, ARUP, TU Delft “Current developments in digital workflows using computational design and analysis tools”
• Dipl.-Ing. Johann Sischka, Waagner-Biro „Oase des Lichts – die Kuppel des Louvre Abu Dhabi“
• Prof. Helmut Wenzel, VCE Vienna Consulting Engineers „Differenzen zwischen Statik und tatsächlichen Verhalten von Bauwerken: Ergebnisse aus Monitoring Kampagnen und Systemidentifikationsanwendungen“

 

 

 

Themenspezifische Vorträge:

• Statik am Gesamtmodell, Qualitätssicherung
• Baustatik-BIM
• Baudynamik
• Monitoring und Lebensdauer
• Bauen mit Glas
• Modelle für neue Werkstoffe
• Außergewöhnliche Belastungen und Zuverlässigkeit
• Windkraft und Wind-Struktur-Interaktion
• Holztragwerke
• Ertüchtigung von Tragwerken
• Tunnelbau
• Strukturoptimierung
• Außergewöhnliche Tragwerke

Aktuelle Informationen zum Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung an der 13. Fachtagung Baustatik-Baupraxis finden Sie unter www.baustatik-baupraxis.de.

Mit geballter Kraft wollen die Wissenschaftler die Lösungsmittelforschung in Zukunft vorantreiben.

Normalerweise schaut das Team vom Exzellenzcluster Resolv beim Neujahrsempfang zurück auf die Erfolge des vergangenen Jahres. Nicht so 2017. Beim feierlichen Treffen am 20. Januar nutzten die Mitglieder die Gelegenheit, ihre Strategie in der Exzellenzinitiative bekanntzugeben: Resolv plant, alle Partner der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) zu involvieren. Die RUB und die Technische Universität (TU) Dortmund werden gemeinsame Antragsteller für das Cluster sein. Die Universität Duisburg-Essen (UDE) wird ebenfalls stark involviert sein.

„Die Reise in das neue interdisziplinäre Forschungsgebiet Solvation Science ist hier an der RUB gestartet“, erinnert Prof. Dr. Martina Havenith, Sprecherin von Resolv. „Auf der Basis der bisher erzielten Erkenntnisse haben wir eine Welt voll neuer wissenschaftlicher Herausforderungen entdeckt. Diese wollen wir nun mit Verstärkung aus der UA Ruhr, also mit dreifacher Kraft, angehen.“


Stärken der Region bündeln


2017 muss das Exzellenzcluster bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft einen Antrag auf Verlängerung einreichen – in Aussicht stehen weitere sieben Jahre Förderung. Der Antrag wird ein zentraler Baustein der Forschungsinitiative der UA Ruhr sein. Seit 2007 hat die Allianz über 100 Kooperationen in Forschung, Lehre und Verwaltung initiiert.

„Wir freuen uns über die hervorragende Entwicklung von Resolv und schätzen zugleich die dynamische Zusammenarbeit innerhalb der UA Ruhr, was wir mit der Einrichtung des gemeinsamen Profilschwerpunktes zum Ausdruck bringen. Durch die Partnerschaft können wir für die Bewerbung in der Exzellenzstrategie weitere Stärken der Region bündeln“, sagt Prof. Dr. Axel Schölmerich, Rektor der RUB.

 

 

 

Wertvolle Kooperation

Die TU Dortmund ist schon heute ein starker Partner im Exzellenzcluster Resolv. Mehrere Principal Investigators, darunter Prof. Dr. Roland Winter, Prof. Dr. Metin Tolan und Prof. Dr. Gabriele Sadowski, arbeiten an zentralen Forschungsprojekten. „Der Exzellenzcluster Resolv ist ein herausragendes Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit in der Universitätsallianz Ruhr“, erklärt die Dortmunder Rektorin Prof. Dr. Dr. h. c. Ursula Gather. „Durch die gemeinsame Antragstellung in der neuen Exzellenzstrategie stellen wir den Wert der Kooperationen noch deutlicher heraus.“

Auch die Universität Duisburg-Essen ist mit zwei wissenschaftlichen Gruppen an Resolv beteiligt, geleitet von Prof. Dr. Eckhard Spohr und Prof. Dr. Uwe Bovensiepen. „Die in der UA Ruhr gebündelte Stärke unserer drei Universitäten hat in der Vergangenheit bereits zu beachtlichen Erfolgen geführt. Ich sehe daher in der Kooperation unserer Forscherinnen und Forscher im Rahmen von Resolv großes Potenzial und freue mich darauf, dass wir als UDE einen wichtigen Beitrag beisteuern können”, so Prof. Dr. Ulrich Radtke, Rektor der Universität Duisburg-Essen.


Ein Jahr voller Erfolge

Auf dem Neujahrsempfang blickte das Resolv-Team aber auch zurück. 2016 stand ganz im Zeichen einer steigenden Zahl von Kooperationen. Viele der über 500 Publikationen sind das Ergebnis gemeinsamer Arbeiten. Die integrierte Graduiertenschule bietet 100 Doktoranden eine gemeinsame wissenschaftliche Plattform.

2016 stießen mehrere Professorinnen und Professoren neu zum Cluster hinzu: Prof. Dr. Enrica Bordignon, Prof. Dr. Viktoria Däschlein-Gessner, Prof. Dr. Lukas Gooßen und Prof. Dr. Clara Saraceno. Damit wuchs die Zahl der neu berufenen Professoren seit dem Resolv-Start auf neun. Der Europäische Forschungsrat ERC bewilligte fünf Resolv-Forschern Fördermittel von insgesamt 10 Millionen Euro für die kommenden fünf Jahre.

Besonders in Erinnerung blieb dem Team der Mai 2016, als der Forschungsbau Zemos eingeweiht wurde – die neue Heimat der Solvatationsforschung an der RUB.

 

Über Resolv:

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligte Resolv – kurz für „Ruhr explores solvation“ – im Juni 2012 im Rahmen der Exzellenzinitiative. Das Fördervolumen belief sich auf 28 Millionen Euro für fünf Jahre. Die RUB ist Sprecherhochschule. In Resolv erforschen RUB-Wissenschaftler die Rolle von Lösungsmitteln gemeinsam mit Partnern der Universitäten in Dortmund und Duisburg-Essen, der Max-Planck-Institute für Eisenforschung (Düsseldorf), Chemische Energiekonversion (Mülheim an der Ruhr) und Kohlenforschung (Mülheim an der Ruhr) sowie vom Fraunhofer-Institut Umsicht in Oberhausen. Darüber hinaus verfügen die Forscher aus dem Ruhrgebiet über ein internationales Netzwerk von hochrangigen Wissenschaftlern.

Claus Leggewie von Hannelore Kraft ausgezeichnet

"Ich freue mich sehr über diese hohe Auszeichnung und nehme sie entgegen als Anerkennung für die in den letzten Jahren von unserem großartigen Team am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen geleistete Arbeit der Forschung, Vermittlung und Politikberatung, und als Ansporn, diese fortzuführen."


Mit diesen Worten nahm KWI-Direktor Claus Leggewie den Landesverdienstorden NRW von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft entgegen. In einer Feierstunde zeichnete das Landesoberhaupt am Mittwoch 26 Personen aus, die sich auf besondere Weise in und für Nordrhein-Westfalen engagiert haben.



 

Hannelore Kraft hob in ihrer Laudatio den Stellenwert Claus Leggewies als Public Intellectual hervor. Als einen der "profiliertesten intellektuellen Köpfe unseres Landes und einen unserer wichtigsten Vordenker" lobte sie sein Engagement für eine heterogene Gesellschaft, für eine wehrhafte Demokratie und sein beständiges Eintreten gegen "Vereinfacher und Polemisierer". Im Namen der Bürgerinnen und Bürger Nordrhein-Westfalens dankte sie ihm für die Bereicherung des "Wissenschaftslands NRW" mit den Worten: "Sie sind ein Aushängeschild für NRW als Land der Geistes- und Sozialwissenschaften." Neben dem KWI-Direktor erhielten unter anderem der Journalist Ranga Yogeshwar sowie der Schauspieler Leonard Lansink die Anerkennung für besondere Verdienste.


Über das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI):
Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) ist das Forschungskolleg der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr), zu der sich die Ruhr-Universität Bochum, die TU Dortmund sowie die Universität Duisburg-Essen zusammengeschlossen haben. Seine Aufgabe ist die Förderung hervorragender interdisziplinärer Forschung in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern. Das KWI erforscht die Grundlagen der modernen Kultur praxisnah und mit Blick auf aktuelle relevante gesellschaftliche Fragen. Derzeit stehen die Themenfelder Kulturen des Europäischen, kulturelle Vielfalt der Weltgesellschaft, Bürgerbeteiligung und kulturelle Aspekte des Klimawandels im Mittelpunkt. Mit seinen Veranstaltungen sucht das KWI den Dialog mit einer breiteren Öffentlichkeit, es unterhält enge Partnerschaften mit Kultureinrichtungen und Medien.

17 Studierende US-amerikanischer Eliteuniversitäten erlebten im Sommer 2016 acht Wochen lang das Ruhrgebiet. Eine Dokumentation fasst ihre Erlebnisse zusammen.

Kevin Loughlin hat sich verliebt – in das Ruhrgebiet. Zwei aufregende und interessante Monate verbrachte der US-Amerikaner, der in Harvard Informatik studiert, als RuhrFellow in der Region. Sein Fazit: „Ich durfte das wunderbare Ruhrgebiet entdecken. Ich habe etwas über die Geschichte der Region gelernt, die Industrie, die Menschen und Kulturen vor Ort. Ich bin gereist. Ich hatte Spaß. Ich habe das aktuelle Weltgeschehen aus einer anderen Perspektive betrachten können. Und am wichtigsten ist: Ich habe viele neue Freunde gefunden.“

 

 

Die US-Stipendiaten waren im Sommer 2016 zu Gast im Ruhrgebiet (Foto: IR).

 

Mit seiner Schwärmerei ist Loughlin nicht allein: Alle RuhrFellows teilen die Begeisterung für Deutschlands größte Metropolregion. Die 17 Studierenden renommierter US-Hochschulen lernten im Sommer 2016 zwei Monate das Ruhrgebiet kennen, absolvierten Praktika in Initiativkreis-Unternehmen, verbesserten ihre Deutschkenntnis¬se und besuchten eine Summer School an der Ruhr-Universität Bochum. Ihre Erlebnisse, Erfahrungen und Gedanken haben die Gäste aus Übersee in persönlichen Einträgen, mit zahlreichen Fotos und Videos dokumentiert.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Das Ergebnis ist eindeutig: Die US-Stipendiaten kehren als Freunde und Botschafter des Forschungs- und Wirtschaftsstandortes Ruhrgebiet in ihre Heimat zurück. Auch deshalb wird das RuhrFellowship, das der Initiativkreis Ruhr und die Universitätsallianz Ruhr 2012 angestoßen haben, fortgeführt. 2017 übernimmt die Universität Duisburg-Essen die Federführung.

Die Dokumentation zum RuhrFellowship 2016 als pdf finden Sie hier.