Mai 2013
Neue Bildungsallianz: Initiative RuhrFutur
Fünf Ruhrgebietskommunen, fünf Hochschulen, das Land NRW und die Stiftung Mercator wollen zur Verbesserung des Bildungssystems in der Metropole Ruhr zusammenarbeiten.
Ziel dieses bislang einzigartigen Zusammenschluss ist es, allen Kindern und Jugendlichen in der Metropole Ruhr Bildungszugang, Bildungsteilhabe und Bildungserfolg zu ermöglichen. Die Stiftung Mercator hat RuhrFutur initiiert und fördert die Initiative in den kommenden fünf Jahren mit insgesamt 15,3 Mio. €.
Unter der Schirmherrschaft von NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft beteiligen sich die Kommunen Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Herten, Mülheim an der Ruhr, sowie die UAMR mit ihren drei Parneruniversitäten, der Ruhr-Universität Bochum, der Technische Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen, sowie die Fachhochschule Dortmund und die Westfälische Hochschule an der Initiative. Insbesondere Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund sowie aus sozial benachteiligten Verhältnissen sollen bessere Bildungschancen erhalten.
RuhrFutur führt zum ersten Mal Kommunen, Hochschulen und das Land NRW in einer neuen Verantwortungsgemeinschaft mit gemeinsamen Zielen zusammen und ermöglicht so Synergien, die bisher nicht möglich waren. Es stellt eine Plattform dar, mit der bestehende Initiativen eingebunden und miteinander vernetzt werden können. So sollen vor allem der Wissens- und Erfahrungstransfer zwischen den einzelnen Kommunen verbessert und bereits bestehende Erkenntnisse allgemein zugänglich gemacht werden.
Das Geld soll vor allem in den Aufbau von Netzwerken und die gezielte Ergänzung bestehender Bildungsprojekte im Ruhrgebiet fließen. Dabei sollen Netzwerke entstehen, die die gesamte Bildungskette umfassen – vom Eintritt in die Kindertagesstätte bis zum Abschluss der Hochschule.
“Wir wissen, dass es sehr viele meist lokale Bildungsprojekte gibt, die sehr gut vor Ort wirken”, so Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator. “Allerdings fehlt es an einer Zusammenführung und Koordinierung all dieser verschiedenen Maßnahmen, damit diese nachhaltig in der Breite wirken und auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten. Genau diese Lücke schließt RuhrFutur und bewirkt so eine systemische Änderung der Rahmenbedingungen.”
Nach dem Start soll die Initiative in den kommenden Jahren sukzessive erweitert werden. Ziel ist es, in Kooperation mit dem Regionalverband Ruhr (RVR) möglichst alle Ruhrgebietskommunen und regionale Hochschulen an den Ergebnissen und Erkenntnissen teilhaben zu lassen.
Weitere Informationen finden sie hier.
April 2013
Ruhr Fellows lernen den Forschungs- und Wirtschaftsstandort Ruhrgebiet kennen
14 Ingenieurs- und Naturwissenschaftsstudierende der amerikanischen Eliteuniversitäten Harvard, Princeton und der University of Pennsylvania werden im Rahmen des Ruhr Fellowship Programms die Sommermonate Juni und Juli 2013 im Ruhrgebiet verbringen. Im Juni steht zunächst eine akademisch-kulturell geprägte Summer School an den drei Ruhrgebiets-Universitäten auf dem Programm, bevor die Studierenden im Juli dann ein Praktikum in Unterstützer-Unternehmen der Initiativkreis Ruhr GmbH absolvieren werden.
Die erste Runde des Ruhr Fellowship Programms im Sommer 2012, das von Seiten der Universitäten federführend von der TU Dortmund durchgeführt wurde, kam so gut bei den Studierenden und Veranstaltern an, dass sich der Initiativkreis Ruhr und die UAMR (Universitätsallianz Metropole Ruhr) für das Jahr 2013 entschieden hatten, die Teilnehmerzahl um bis zu 50% zu erhöhen. Da die Ruhr-Universität Bochum (RUB) in diesem Jahr die Durchführung des akademischen Teils (Summer School) von der TU Dortmund übernommen hat, werden die acht Studentinnen und sechs Studenten das Programm vorwiegend an der RUB absolvieren. Dazu gehört der Besuch eines Deutschkurses sowie Seminare der Kultur- und Ingenieurwissenschaften. Jeweils an einem Tag werden die Campi der beiden anderen beteiligten Universitäten (Duisburg-Essen und der TU Dortmund) besucht und Exkursionen zu Initiativkreis-Unternehmen durchgeführt.
Bei BP Europa, der Deutschen Bank, Evonik, Hochtief, ista, RAG, Siemens, SMS, Trimet Aluminium und Vaillant werden jeweils ein bis zwei Ruhr-Fellows den gesamten Juli über ein Praktikum absolvieren. So erfahren sie auch mehr über das Ruhrgebiet als führenden Wirtschaftsstandort Europas.
Botschafter des Ruhrgebiets in Nordamerika
Ziel des Programms ist es vor allem, die Kontakte, die sich aus dem Studierendenaustausch entwickeln, für langfristige Forschungs- und Wirtschaftskooperationen zwischen dem Ruhrgebiet und den beteiligten amerikanischen Eliteuniversitäten zu nutzen. Auch eine spätere Beschäftigung in einem der Unternehmen dieser Region ist sehr willkommen. Zu diesem Zweck werden die 14 RuhrFellows nach ihrer Rückkehr in die Vereinigten Staaten eng in das Alumni-Programm des UAMR-Verbindungsbüro ConRuhr in New York eingebunden, um als Botschafter den Forschungs- und Wirtschaftsstandort Ruhrgebiet in Nordamerika zu präsentieren.
April 2013
Tagung: Urban Transformations in the United States
In ihrem ersten gemeinsamen Forschungsprojekt “Spaces – Communities – Representations: Urban Transformations in the USA” widmen sich die Amerikanist/innen und Historiker/innen der drei Universitäten der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) der Narration städtischer Transformation in den USA. Das von der Stiftung Mercator im MERCUR-Programm geförderte Projekt öffnet sich am 19. und 20. April 2013 erstmals bei der in Kooperation mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) veranstalteten Tagung „Urban Transformations in the United States“ der interessierten Öffentlichkeit. Expert/innen aus unterschiedlichen Bereichen der Urban Studies werden zwei Tage lang mit den Doktorand/innen des Projekts aus kulturwissenschaftlicher, literaturwissenschaftlicher und historischer Perspektive städtische Transformationsprozesse diskutieren.
So vielfältig wie die Themen der einzelnen Promotionsprojekte, die von der Transformation städtischer Landschaften im Werk Thomas Pynchons über die Konstruktion von „Chinatown“ bis zur Entwicklung von New York City aus ungarischer Sicht reichen, sind auch die Beiträge der Expert/innen aus dem In- und Ausland: So wird es in den Vorträgen um afro-amerikanische Konstruktionen von „Stadt“ gehen, um die deutsch-amerikanische Festkultur im städtischen Kontext und um unterschiedliche Erzählweisen urbaner Räume in den Vereinigten Staaten.
Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.
Das Programm finden sie als PDF hier und weitere Informationen rund um die Tagung hier.
Expertinnen und Experten:
Eva Boesenberg, Professorin für Nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaft, Humboldt-Universität zu Berlin, Heike Bungert, Professorin für Neuere und Neueste Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Nordamerikanischen Geschichte, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Jon Hegglund, Associate Professor, Department of English, Washington State University, USA, Thomas Heise, Associate Professor, Department of English, McGill University, Montréal, Canada, Andreas Mahler, Professor für Literaturwissenschaft, Institut für Englische Philologie, Freie Universität Berlin, Mabel Wilson, Associate Professor of Architecture, Planning and Preservation, Columbia University, New York, NY/USA.
Datum: 19. April (ab 9 Uhr) und 20. April 2013 (bis 17 Uhr), Ort: Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Gartensaal, Goethestr. 31, 45128 Essen
Inhaltlicher Kontakt und Anmeldung bis zum 12. April bei Dr. des. Julia Sattler, Koordinatorin, Tel. 0231 755-6543, julia.sattler@uamr.de
Pressekontakt: Magdalena Schaeffer, Pressereferentin, KWI, Tel. 0201 7204-152, magdalena.schaeffer@kwi-nrw.de
Das Forschungsprojekt “Spaces – Communities – Representations: Urban Transformations in the USA” ist das erste gemeinsame Forschungsprojekt der AmerikanistInnen und HistorikerInnen an den drei Universitäten des Ruhrgebiets. Es untersucht urbane Transformationen in der Gestaltung und Nutzung von Räumen (spaces), in der Zusammensetzung und Interaktion von Gemeinschaften (communities) sowie im kulturellen urbanen Umfeld und in Stadt-Imaginarien (representations) in den Vereinigten Staaten. Das Projekt wird im Rahmen des MERCUR-Programms der Stiftung Mercator gefördert, Sprecher ist Walter Grünzweig, Professor für Amerikanistik an der Technischen Universität Dortmund und Mitglied im KWI-Vorstand.
Weitere Informationen finden sie auf der Homepage.
April 2013
Stiftung Mercator und Mercator Research Center Ruhr fördern erneut Netzwerk herausragender junger Forscher.
Ab sofort können die Ruhr-Universität Bochum, die Technische Universität Dortmund und die Universität Duisburg-Essen sowie die außeruniversitären Forschungseinrichtungen in der Metropole Ruhr Kandidaten für den dritten Jahrgang der Global Young Faculty (GYF) nominieren. Die GYF ist eine Initiative der Stiftung Mercator in Zusammenarbeit mit der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) und wird vom Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) in Essen koordiniert. Das Programm bietet bis zu 50 engagierten Nachwuchswissenschaftlern die Chance, sich über Universitäts- und Fakultätsgrenzen hinweg zu vernetzen, an selbstgewählten Themen zu arbeiten und so neue Impulse für die eigene Forschungstätigkeit zu gewinnen. Die Nominierungsvorschläge können bis zum 15. Juni 2013 bei MERCUR eingereicht werden. Ein Expertengremium wird die neuen Mitglieder der GYF im Sommer 2013 auswählen. Die Stiftung Mercator unterstützt das Programm in den nächsten zwei Jahren mit rund 650.000 Euro.
„Wissenschaft ist von zentraler Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Wissenschaft braucht kluge Köpfe mit frischen Ideen. Deshalb wollen wir die Qualifikationen der jungen Kollegen weiter fördern und ihnen die Gelegenheit geben, interdisziplinär zusammenzuarbeiten und sich mit herausragenden Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland auszutauschen“, erläutert Prof. Dr. Winfried Schulze, Direktor von MERCUR. Die Nachwuchswissenschaftler erhalten Mittel für Tagungen, Exkursionen und Publikationen, um ihre Projekte voran zu bringen. Außerdem haben sie die Möglichkeit, renommierte Experten aus aller Welt einzuladen. Ein zusätzliches Reisebudget steht ihnen zur individuellen Nutzung offen. Nominiert werden können promovierte Nachwuchswissenschaftler, die neben einer hohen wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit Interesse an interdisziplinärer Zusammenarbeit mitbringen.
„Das Programm ist eine Auszeichnung der jungen Forscher und soll dazu beitragen, dass der Wissenschaftsstandort Ruhr weiter an nationaler und internationaler Attraktivität gewinnt“, begründet Prof. Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator die Fortsetzung der GYF. Seit 2009 hat die Stiftung das Programm mit insgesamt 1,8 Millionen Euro unterstützt. Die Nachwuchswissenschaftler können, ohne inhaltliche oder finanzielle Vorgaben, gemeinsam forschen und in der Region institutionsübergreifend zusammenarbeiten. Darüber hinaus wird den Mitgliedern der GYF eine Reihe von Workshops angeboten. Von der Forschungsförderung, über Teamführung bis hin zu Berufungsverhandlungen sind die Workshop-Themen vielfältig und zielen darauf ab, die Teilnehmer in ihrer weiteren Karriereentwicklung zu unterstützen.
Weitere Informationen finden sie hier.
März 2013
Dissertationspreis Kulturwissenschaften 2013
Der Förderverein des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) und die Stiftung für Kulturwissenschaften vergeben für hervorragende Dissertationen in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften den Dissertationspreis Kulturwissenschaften 2013
Mit der Preisvergabe durch den Förderverein und die Stiftung sollen exzellente Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften ausgezeichnet werden. Das KWI ist das gemeinsame Forschungskolleg der UAMR-Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen. Förderverein und Stiftung sind bestrebt, die interuniversitäre Arbeit des Instituts nachhaltig zu unterstützen und den wissenschaftlichen Nachwuchs in den Kulturwissenschaften zu fördern.
Bewerbungsverfahren:
Weitere Informationen und das Anmeldeformular finden sie hier, oder erhalten Sie bei Dr. Norbert Jegelka, Geschäftsführer, Kulturwissenschaftliches Institut Essen, Tel. 0201/ 7204-161.
März 2013
Tagung: Urbane Biodiversität – regionale, nationale und internationale Aspekte
Nur wenige Eingeweihte wissen: Städte gehören zu den artenreichsten Lebensräumen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Standortbedingungen wechseln kleinräumig, Verkehrsachsen bilden Wanderkorridore, Verkehrsmittel fördern die Einwanderung und die Ausbreitung von Arten. Städte sind damit sehr dynamische Lebensräume; ständig entstehen neue Lebensgemeinschaften oder sogar neue Arten.
Aus diesem Anlass findet am 26./27. März die Tagung in der UAMR, auf dem Campus Essen der Universität Duisburg-Essen, statt. Mit seinen drei Partneruniversitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen ist die UAMR angesiedelt im Herzen des Ruhrgebiets und gut vernetzt mit den regionalen Mitausrichtern.
Wie kaum ein anderer Ballungsraum in Deutschland steht das Ruhrgebiet für das Thema „urbane Biodiversität“. Ausgelöst durch Wirtschaftskrisen seit den 1960er Jahren entstanden im Ruhrgebiet Industriebrachen von über 10.000 ha. Die Emscher, für 100 Jahre ein Synonym für einen Schmutzwasserlauf, wird heute aufwändig renaturiert. National wie international findet das Thema „Urbane Biodiversität“ vermehrt Aufmerksamkeit. Die Tagung „Urbane Biodiversität – regionale, nationale und internationale Aspekte“ ermöglicht einen Austausch über neue Forschungsergebnisse und Strategien. Drei Themen stehen im Vordergrund: Neobiota, Brachflächen und urbane Gewässer. In Vorträgen und Workshops werden neue Aspekte präsentiert und diskutiert, mit dem Ziel eines gemeinsamen Positionspapiers zur urbanen Biodiversität.
Die Tagung richtet sich an alle, die am Thema „Urbane Biodiversität“ interessiert sind: Vertreter aus Behörden und Planungsbüros, Naturschutzverbände.
Weitere Informationen und das Anmeldeformular finden sie hier.
Februar 2013
Regio ELF Winter School: Weg mit dem alten Krempel?
Gemeinsame Veranstaltung der Technischen Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen
Nachhaltigkeitsstrategien stehen im Mittelpunkt der Regio ELF Winter School vom 25. Februar bis 1. März. Zusammen mit Expertinnen und Experten aus ganz Deutschland suchen Bürgerinnen und Bürger sowie Studierende nach umweltschonenden Problemlösungen für ihre Region. Veranstalter sind das Zentrum für Kunsttransfer/die [ID]factory an der TU Dortmund, das Projekt Regio ELF (Engagement durch Lehre und Forschung für die Region) und UNIAKTIV (Zentrum für gesellschaftliches Lernen und soziale Verantwortung) an der Universität Duisburg-Essen.
Eingerahmt von zwei expertengestützten Veranstaltungen setzen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Winter School in der [ID]factory drei Tage lang (26. bis 28. Februar) mit den Folgen einer verschwenderischen und unkooperativen Lebens- und Arbeitsweise auseinander. Es soll greifbar gemacht werden, wie sich nicht nachhaltige Lebensweisen auf die regionalen ökologischen, sozialen und ökonomischen Ressourcen auswirken. Expertenbeiträge, Exkursionen, klassische Recherche und Diskussionen helfen, einen persönlichen Zugang zum Thema zu bekommen und zu vertiefen.
Nachhaltigkeit aus verschiedenen Perspektiven betrachtet
Zum Auftakt referieren am 25. Februar im Glaspavillon am Essener Campus der Universität Duisburg-Essen der Direktor des Zoos Duisburg, Achim Winkler, der Klimaschutzbeauftragte der Stadt Essen, Kai Lipsius, der Leiter des Instituts für Stadtplanung und Städtebau, Prof. Alexander J. Schmidt, sowie der Bildungswissenschaftler Prof. Wolfgang Stark der Universität Duisburg-Essen und die Leiterin der Grundsatzabteilung des Umweltbundesamtes Dessau, Dr. Kora Kristof.
Ausstellung visualisierter Ideen
Die in der Winter School entwickelten Ideen werden visualisiert und dann am 1. März im Duisburger Zoo präsentiert. Fachkundige Rednerinnen und Redner der Abschlussveranstaltung sind die Leiterin der [ID]factory an der TU Dortmund, Prof. Ursula Bertram, der Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie GmbH, Prof. Uwe Schneidewind, Prof. Ute Klammer, Prorektorin für Diversity Management der Universität Duisburg-Essen, Zoodirektor Achim Winkler und Benno Lensdorf, Bürgermeister der Stadt Duisburg.
Weitere Informationen zur Winter School finden sie hier.
Februar 2013
SCNR-Tagungsbericht: Potenziale für die Zukunft
Bundesweite Tagung zur Personalentwicklung für den wissenschaftlichen Nachwuchs fand großen Anklang
„Potenziale für die Zukunft“ – so lautete der Titel der Tagung am 01.02.2013 im Internationalen Begegnungszentrum (IBZ) mit rund 80 Teilnehmenden. Im Fokus stand vor allem eine bislang eher vernachlässigte Zielgruppe von Personalentwicklung: promovierte Wissenschaftler/-innen, kurz Postdocs genannt. Und dabei sind es gerade diese, die einen eklatanten Mangel der nächsten Jahre beheben sollen. 70.000 Forscher/-innen fehlen nach EU-Berechnungen aktuell, mit steigender Tendenz.
Seit 2009 kooperieren die Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen im Rahmen des ScienceCareerNet Ruhr (SCNR) der UniversitätsallianzMetropole Ruhr (UAMR) und bieten eine fächerübergreifende und zielgruppenspezifische Karriereförderung für den wissenschaftlichen Nachwuchs an. Diese soll junge Wissenschaftler/-innen in ihrer beruflichen Laufbahnplanung unterstützen. Das gemeinsame Programm fördert systematisch vom Promotionsinteresse bis hin zur Professur.
Mehr und mehr Universitäten in Deutschland widmen sich der Personalentwicklung im Wissenschaftsbereich und entwickeln Programme, um mehr Transparenz inden Dschungel der wissenschaftlichen Karrierewege zu bringen. Die Tagung präsentierte daher bundesweite „Best practice“-Beispiele. Das ScienceCareerNet Ruhr stellte sogar Evaluationsergebnissevor. Während der moderierten Poster-Session und der regen Diskussion zeigte sich der hohe Professionalisierungsgrad derunterschiedlichen Konzepte deutlich.
Prof. Stefan Hornbostel (Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung, Berlin) verdeutlichte dann in seiner Keynote die Situation von Postdocs in Deutschland und im internationalen Vergleich. Er beschrieb, welche Selbstdefinitionen Postdocs vornehmen und betonte, dass mit zunehmender Spezialisierung auf dem wissenschaftlichen Karriereweg die Exit-Möglichkeiten in andere Arbeitsfelder abnehmen.
Prof.‘in Sigrid Metz-Göckel (Geschlechterforscherin, ehem. TU Dortmund) und Prof. Klaus Landfried (ehem. Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Heidelberg) diskutierten mit Prof. Hornbostel die Anforderungen an Personalentwicklung für den Wissenschaftsbereich. Kritisch wurde die Auslagerung der wissenschaftlichen Qualitätsprüfung gesehen: es sei bedenklich, dass extern vergebene Qualitätssiegel, Preise und Auszeichnungen universitätseigene Auswahlverfahren verstärkt ablösten. Problematisch sei weiterhin, dass insbesondere Frauen die Universität nach der Promotion verlassen und stabilere Arbeitsverhältnisse in Wirtschaft und Industrie vorziehen. Wenn Wissenschaftler/-innen mit sehr gutem wissenschaftlichen Potenzialausscheiden, erleiden Forschungund Lehre einendeutlichen Qualitätsverlust. „Next practice“, so schloss die Tagung, sei eine Personalentwicklung, die auch alternative Karrierewege einbezieht. Hochschulpolitisch sei es nun notwendig, Flexibilität und kreative Erneuerung der Wissenschaftswelt mit attraktiven Karriereoptionen zu verbinden.
Januar 2013
Fachtagung: – Potenziale für die Zukunft – Personalentwicklung für den wissenschaftlichen Nachwuchs
Seit 2009 kooperieren die drei UAMR-Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen mit dem Ziel, eine fächerübergreifende und zielgruppenspezifische Karriereförderung für den wissenschaftlichen Nachwuchs anzubieten. Das gemeinsame Programm ScienceCareerNet Ruhr (SCNR) fördert systematisch vom Promotionsinteresse bis zur Professur. Auch andere Universitäten bieten jungen Wissenschaftler/-innen Unterstützung an. Die Tagung will daher verschiedene Konzepte und Evaluationsergebnisse präsentieren. Der Blick in die Hochschullandschaft zeigt: Förderung von Promovierenden haben Universitäten schon lange im Blick. Seltener jedoch steht die Phase nach der Promotion im Fokus. Dabei sind Postdocs die Zielgruppe, die den eklatanten Mangel in den nächsten Jahren beheben soll: 70.000 Forscher/-innen fehlen nach EU-Berechnungen aktuell, mit einer steigenden Tendenz. Gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren der akademischen Personalentwicklung und wissenschaftlichen Nachwuchsförderung wollen wir eine Bilanz der bisherigen Aktivitäten ziehen und Perspektiven für eine „nextpractice“ erschließen. Dabei soll die die Zielgruppe der promovierten Wissenschaftler/-innen den Schwerpunkt bilden. Zu dieser Tagung laden wir Sie herzlich nach Dortmund ein.
Die Tagung findet am 01.02.2013 im Internationales Begegnungszentrum (IBZ) der Technische Universität Dortmund (Emil-Figge-Str. 59, 44227 Dortmund) statt.
Weitere Informationen und das Anmeldeformular finden sie hier.
Januar 2013
Deutsch-russischer Workshop „Medien und Gesellschaft"
Eine Standortbestimmung der Medienwissenschaften und das gemeinsame Nachdenken über die Rolle der neuen Medien stehen im Blickpunkt des deutsch-russischen Workshops „Medien und Gesellschaft“. ConRuhr Russia, das Koordinationsbüro der Universitätsallianz Metropole Ruhr für wissenschaftliche Kontakte mit Russland, veranstaltet den Workshop am 2. Februar 2013 im Internationalen Begegnungszentrum der Ruhr-Universität gemeinsam mit dem Moskauer Verlag „Progress – Tradicija“ und dem Bochumer Institut für Medienwissenschaft. Es ist der Auftakt der dreiteiligen Veranstaltungsreihe „Deutsch-russischer geisteswissenschaftlicher Dialog“. Ziel ist, Kultur- und Medienwissenschaftler beider Länder zusammen zu bringen und ihnen die Gelegenheit zu geben, jenseits vorgefertigter Erklärungsmuster und Klischees die aktuellen grenzüberschreitenden Tendenzen, Fragestellungen und Trends der Medienwissenschaften zu diskutieren. Zu Gast in der UAMR sind international so bekannte Wissenschaftler wie der Moskauer Soziologe Boris Dubin und der Medienanalytiker und Filmkritiker Daniil Dondurej. Der offene Gedankenaustausch soll auch dazu dienen, Themen und Handlungsfelder auszumachen, um die deutsch-russische Kooperation zukünftig weiter zu intensivieren.
Weitere Informationen
Dr. Maria Brauckhoff, ConRuhr Russia, Seminar für Slavistik/ Lotman-Institut, Ruhr-Universität Bochum, Tel. 0234/32-23371, E-Mail: maria.brauckhoff@rub.de
Januar 2013
Dr. Eckart von Hirschhausen zu Gast bei den „Wissensmachern“
Er hat schon die „Liebesbeweise“ live angetreten, tourt als „Wunderheiler“ durch Deutschland und beantwortet in seinen Büchern unter anderem die Frage, wohin die Liebe geht, wenn sie durch den Magen durch ist: Dr. Eckart von Hirschhausen, Arzt, Autor, Kabarettist und bekannter Fernsehmoderator, ist am Montag, 14. Januar, um 16.15 Uhr zu Gast in der Reihe „Die Wissensmacher“, die von der TU Dortmund und der Ruhr-Universität Bochum veranstaltet wird.
Die Gastvorträge der Veranstaltungsreihe sind offen für alle Studierenden, Lehrenden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TU Dortmund, der Ruhr-Universität Bochum und der jeweils benachbarten Forschungseinrichtungen. Dass „Die Wissensmacher“ auch in Bochum gastieren, ist Bestandteil einer Kooperation der TU Dortmund und der Ruhr-Universität Bochum in der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR). Seit dem Jahr 2011 nehmen Studierende aus dem Studiengang Wissenschaftsjournalismus der TU Dortmund an der Ruhr-Universität Bochum Lehr- und Prüfungsleistungen im Rahmen des Schwerpunktfachs Biowissenschaften/Medizin wahr. Im Gegenzug können ausgewählte Bochumer Studierende an journalistischen Lehrveranstaltungen in Dortmund teilnehmen. Die Vortragsreihe „Die Wissensmacher“ organisiert der Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus der TU Dortmund, der von Prof. Holger Wormer geleitet wird.
Die Wissensmacher: Wissenschaft auf der Bühne und im Fernsehen
mit Dr. Eckart von Hirschhausen am Montag (14. Januar) um 16.15 Uhr im Raum HMA 10, Ruhr-Universität Bochum.
Dezember 2012
Umfrage: Mehr Zeit und mehr Geld zentral für gute Hochschullehre
Für eine gute Wissensvermittlung an Hochschulen sind einer Umfrage zufolge neben einer hohen Motivation der Lehrenden auch die Faktoren Zeit und Geld erforderlich. Zusätzliche Zeit und finanzielle Mittel seien neben der Freude an der Lehre die besten Anreize, um die Lehrleistung an den Hochschulen des Ruhrgebiets weiter zu verbessern, lautet das Ergebnis einer Befragung von knapp 1.400 Lehrenden an der TU Dortmund, der Ruhr- Uni Bochum und der Uni Duisburg- Essen, die von dem Nachwuchsforscher- Netzwerk Global Young Faculty auf einem Symposium am Montag in Bochum vorgestellt wurde.
Die Umfrageergebnisse belegten, dass bereits eingesetzte Anreize wie Auszeichnungen, Projektförderungen oder Evaluationen kaum Einfluss auf die Qualität der Lehre haben, erklärte der Direktor des Mercator Research Centers Ruhr, Winfried Schulze. Dagegen wünschten sich die Befragten mehrheitlich sowohl regelmäßige Workshops zum Thema der Lehre als auch jährliche Mitarbeitergespräche mit Vorgesetzten.
Grundsätzlich bereitet 58 Prozent der Befragten - darunter wissenschaftliche Mitarbeiter, Lehrbeauftragte, Juniorprofessoren und Professoren - der Unterricht für Studenten "große Freude", 39 Prozent empfinden "eher" Freude, lediglich drei Prozent räumten ein, keine Freude an der Lehre zu haben. "Wer keine Freude an der Lehre hat, den wird kein noch so attraktiver zusätzlicher Anreiz dazu animieren", erklärte Schulze. Wer aber die "innere Freude" am Lehren verspüre, dessen Motivation könne weiter gestärkt werden.
Auch die besondere Kultur an einer Universität spiele eine Rolle, hieß es. Dort wo die Lehre von der Universitätsführung mit hohem Stellenwert versehen sei, sei die Chance groß, dass viele Lehrende sich ermutigt fühlten, ihre Lehrideen mit noch mehr Kraft umzusetzen. Je größer die wahrgenommene Unterstützung dabei sei, desto eher wirke sich die Lehrmotivation aus, erklärte der Direktor des Zentrums für Hochschulbildung der TU Dortmund, Uwe Wilkesmann.
Die beteiligten Hochschulen verwiesen auf unterschiedliche Wege, die derzeit beschritten würden, um die Dozenten zu einer weiteren Verbesserung ihrer Lehrveranstaltungen zu ermuntern. So will die Ruhr-Uni Bochum gemeinsam mit Lehrenden und Studierenden ein zentrales Leitbild für die Lehre entwickeln, um die gemeinsame Verantwortung zu stärken und auch ein direktes Feedback zu ermöglichen. Die TU Dortmund setzt auf eine frühe Schulung der Wissenschaftler. An der Uni Duisburg-Essen sollen unter anderem in den Berufungsverfahren Lehrkonzepte und Lehrproben neben Publikationen und Drittmittelbeschaffung eine zunehmende Rolle spielen.
In der Global Young Faculty treffen sich Nachwuchswissenschaftlerinnen und - wissenschaftler der Ruhrregion in interdisziplinären Arbeitsgruppen. Das Netzwerk ist eine Initiative der Stiftung Mercator in Zusammenarbeit mit der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) und wird vom Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) in Essen koordiniert.
Dezember 2012
Erfolgreiches Diversity-Konzept
Die drei UAMR-Universitäten gehören (als einzige Universitäten) zu den zehn ausgezeichneten Hochschulen des Landes, die sich erfolgreich am Diversity-Wettbewerb des Wissenschaftsministeriums beteiligt haben. Das MIWF ermöglicht diesen Hochschulen vom kommenden Jahr an die Teilnahme am Diversity-Audit "Vielfalt gestalten in NRW".
Ziel des Verfahrens ist es, Kriterien für den produktiven und fruchtbaren Umgang mit Diversität im Hochschulalltag zu entwickeln. Die Gewinner des Wettbewerbs hat Wissenschaftsministerin Svenja Schulze während der Tagung "Vielfalt als Gewinn" am 5.12. in Düsseldorf bekanntgegeben. Diese zehn Hochschulen wurden für ihre Teilnahme am Wettbewerb ausgezeichnet:
November 2012
Gute Nachricht für die Wissenschaft an der Ruhr
Das Mercator Research Center Ruhr bewilligt erneut 1,3 Millionen Euro für gemeinsame Forschungsprojekte an den Universitäten Bochum, Duisburg-Essen und der Technischen Universität Dortmund
Um die Zusammenarbeit der drei Ruhr-Universitäten weiter zu stärken und herausragende Forschungsleistungen zu fördern, hat das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) 1,3 Millionen Euro für sechs neue Kooperationsprojekte bewilligt. Interdisziplinäre Teams forschen zu Themen, die von der visuellen Mehrsprachigkeit in der Metropole Ruhr, über die solare Wasserspaltung zur Gewinnung von Wasser- und Sauerstoff für die regenerative Energieversorgung bis hin zur Verbesserung der kardiovaskulären Diagnostik reichen. MERCUR hat damit in den letzten zwei Jahren bereits 86 Projekte mit einem Volumen von mehr als 10 Millionen Euro an den Ruhr-Universitäten gefördert.
„Das Ziel unserer Förderung ist es, in der Universitätsallianz Metropole Ruhr sehr gute Forschung zu fördern und so die Stärken der Region sichtbarer zu machen“, so Prof. Dr. Winfried Schulze, Direktor von MERCUR.
Die folgenden Forschungsvorhaben zeigen beispielhaft die Chancen der interdisziplinären Zusammenarbeit an den drei Universitäten des Ruhrgebiets.
Im Projekt „Metropolenzeichen: Visuelle Mehrsprachigkeit in der Metropole Ruhr“ untersuchen Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Duisburg-Essen, inwieweit die Sprachenvielfalt im Ruhrgebiet auch im öffentlichen Raum sichtbar ist, etwa auf Straßen-, Werbe-, Hinweis- oder Namensschildern. Eine Studie in Duisburg, Essen, Bochum und Dortmund soll Aufschluss darüber geben, ob die visuelle Mehrsprachigkeit gleichbedeutend mit einer Identität, Beheimatung und gesellschaftlicher Anerkennung der verschiedenen Kulturen ist.
Durch die komplementäre Expertise von drei beteiligten Arbeitsgruppen an den Universitäten Bochum und Duisburg-Essen lässt sich das Forschungsvorhaben „Entwicklung effektiver Photokatalysatoren für die Wasserspaltung“ realisieren. Im Zentrum steht die Wasserspaltung zur Gewinnung von Wasser- und Sauerstoff. Eine direkte Erzeugung von H2 und O2 aus H2O durch eine photosynthetische Reaktion mit Hilfe des Sonnenlichts ist ein vielversprechender Ansatz für eine nachhaltige Solarwasserstoff-Technologie und damit für die zukünftige Energieversorgung von größter Bedeutung.
Mit dem Vorhaben „Strömungssimulation in cerebralen Aneurysmen und Messung mittels hoch aufgelöster MRT“ will ein Team aus Physikern, Informatikern und Pathologen an der Technischen Universität Dortmund und der Ruhr-Universität Bochum, das Strömungsverhalten des Blutes in Gefäßaneurysmen untersuchen, indem sowohl numerische Simulationen als auch hochaufgelöste MRT-Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt und miteinander verglichen werden. Ziel ist es, die kardiovaskuläre Diagnostik und Therapie zu verbessern.
Weitere Informationen zu den Projekten und die Projektliste zum Download finden sie hier.
November 2012
Noch mehr Schub für die Proteinforschung im Ruhrgebiet
Die RUB, die TU Dortmund und das Dortmunder MPI freuen sich über die Verlängerung des Sonderforschungsbereichs 642 (Sprecher: Prof. Klaus Gerwert, RUB) um weitere 3,5 Jahre. Von der Struktur- bis zur Systembiologie, von der Biophysik über die chemische Biologie bis hin zur Zellbiologie arbeiten Wissenschaftler aus der UAMR fachübergreifend in der Proteinforschung zusammen.
Mit der nun bewilligten weiteren Förderung von 7,2 Mio. Euro wurden über die volle Laufzeit von insgesamt zwölf Jahren rund 20,3 Mio. Euro eingeworben. Insgesamt sind 17 Projekte aus den Bochumer Fakultäten für Biologie, Chemie und Medizin sowie der Technischen Universität und dem Max Planck Institut für molekulare Physiologie in Dortmund am bereits 2004 gegründeten SFB 642 „GTP- und ATP-abhängige Membranprozesse“ beteiligt.
November 2012
RGS Econ begrüßt neue Stipendiatinnen und Stipendiaten
Mit einer kleinen Feier hat die Ruhr Graduate School in Economics (RGS Econ) die zwei Stipendiatinnen und fünf Stipendiaten ihres neuen Ausbildungsjahrgangs begrüßt. Die finanzielle Förderung durch die Stiftung Mercator, durch das „NRW-Forschungsschulen-Programm“, die National-Bank AG und die clinicpartner eG hat es der RGS Econ auch in diesem Jahr wieder ermöglicht, besonders qualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der UAMR in das Doktorandenprogramm aufzunehmen.
Neue RGS-Stipendiatinnen und Stipendiaten mit den beiden Sprechern der RGS Econ Prof. Christoph M. Schmidt (links) und Prof. Wolfgang Leininger (TU Dortmund).
Die RGS Econ ist ein im Jahr 2004 gegründetes und gemeinschaftlich von der Universitätsallianz Metropole Ruhr (bestehend aus der TU Dortmund, der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Duisburg-Essen) und dem Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) getragenes Doktorandenprogramm. Seit 2008 ist sie Teil des Landesprogramms „NRW-Forschungsschulen“. Sie nimmt jährlich bis zu acht deutsche und internationale Doktorandinnen und Doktoranden auf, die – mit einem monatlichen Vollstipendium versehen – schnell und unter optimalen Bedingungen im Bereich der Volkswirtschaftslehre promovieren können. Neben der finanziellen Förderung profitieren die Doktorandinnen und Doktoranden vor allem von der Arbeit in kleinen Teams, der intensiven Betreuung, dem strukturierten Ausbildungs- und Forschungsprogramm sowie dem Zugang zu Netzwerken international renommierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.
November 2012
Botschafter Brasiliens in Berlin besucht die UAMR
Der Botschafter Brasiliens in Berlin, Dr. Everton Vieira Vargas, besuchte im Rahmen der Messe Grenzenlos die Ruhr-Universität Bochum. Nach ersten Gesprächen mit brasilianischen Stipendiaten des Programms „Wissenschaft ohne Grenzen“ sprach er in seinem Vortrag über „Brasilien und Deutschland: Akademischer Austausch und wirtschaftliche Kooperation“. Im Anschluss daran stellte der Koordinator die UAMR mit ihren zahlreichen Projekten vor, während Prof. Käppler, als Leiter von ConRuhr Lateinamerika, über das Büro und seine Aktivitäten berichtete.
Dr. Vargas betonte bei seinem Besuch, dass die großen Investitionen Brasiliens in die Bildung und die Auslandsstipendien für brasilianische Studierende vom Gedanken getragen seien, dass mit gut ausgebildeten jungen Ingenieuren und Naturwissenschaftlern Brasilien der technologische Sprung ins 21. Jahrhundert gelingen möge. Brasilien wolle bis 2014 die Investitionen in Forschung und Bildung von einem auf anderthalb Prozent des Bruttosozialproduktes steigern. Diese Investitionen zielten auf die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Auch die brasilianische Gesellschaft altere zunehmend und daher müsse Brasilien „reich werden, bevor unsere Gesellschaft alt wird“. Vor zahlreichen UAMR Wissenschaftlern, die Projekte mit Brasilien durchführen, betonte Dr. Vargas, dass das Programm „Wissenschaft ohne Grenzen“ auch Mittel enthalte, deutschen Wissenschaftlern den Aufenthalt in Brasilien zu ermöglichen. Und seinen jungen Landsleuten gab er mit auf den Weg, dass sie mit dem Lernen der deutschen Sprache einen unermesslichen Vorteil erwürben, der ihnen ihr Leben lang zu Gute kommen werde: „Sie werden nach Ihrer Rückkehr nach Brasilien Botschafter für Deutschland sein“.
November 2012
Wuppertal Institut und KWI erforschen Umsetzung der Energiewende im Ruhrgebiet
Die Bewerbung des Ruhrgebiets als Grüne Hauptstadt Europas zeigt: Das Ruhrgebiet versteht die Energiewende mehr und mehr als Chance. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie und des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) erforschen, gefördert durch die Stiftung Mercator, gemeinsam mit weiteren Partnern aus der Region erstmalig systematisch, welche konkreten Barrieren und Zielkonflikte die Umsetzung der Energiewende in den Ruhrgebiets-Kommunen bislang erschweren und welche Lösungsansätze hierfür gefunden werden können. Dabei will das Verbundprojekt „Rahmenprogramm zur Umsetzung der Energiewende in den Kommunen des Ruhrgebiets“ den zahlreichen lokalen und regionalen Initiativen des Ruhrgebiets keine weitere Initiative hinzufügen, sondern vielmehr bestehende Erfahrungen systematisch auswerten, kommunenübergreifende Lernprozesse ermöglichen und das Wissen über Handlungsoptionen für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende in den Kommunen durch gezielte Forschungsvorhaben ergänzen. Die Stiftung Mercator stellt dafür knapp 3,5 Millionen Euro bis zum Jahr 2016 zur Verfügung. KWI-Direktor Prof. Dr. Claus Leggewie freut sich auf das neue Verbundprojekt und sagt über die Motivation des KWI, sich an dem Projekt zu beteiligen: „Wir denken in der KlimaKultur global und genau deswegen müssen wir lokal forschen und Handlungsoptionen deutlich machen. Zu oft wird die Energiewende als ein Vorhaben verstanden, das vom Staat in Kooperation mit großen Unternehmen durchgeführt wird. Dabei kommt es entschieden auf die Mobilisierung und Beteiligung der Konsumenten und der breiten Bürgerschaft an. Die Umsetzung dieses Transformationsprozesses ist eines der interessantesten Gebiete für die sozialwissenschaftliche Forschung, die ihre Erkenntnisse nutzbringend in ein politisches Reformvorhaben einbringen kann.“
Oktober 2012
Auch 2013 sollen in Kooperation zwischen dem Initiativkreis Ruhr und der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) Studierende an die Ruhr geholt werden.
Im kommenden Jahr sollen 15 Studierende aus den sogenannten Ivy–League-Universitäten der USA - wie der University of Pennsylvania, der Princeton University, der Harvard University und dem MIT - ab Juni in einem Praktikumsaufenthalt Unternehmen und Universitäten des Ruhrgebiets kennenlernen. Das Programm geht damit in seine zweite Durchführung. Der Initiativkreis Ruhr und seine Mitgliedsunternehmen sorgen für entsprechende Praktikumsplätze, die drei Universitäten der UAMR – die Ruhr-Universität Bochum, die Technische Universität Dortmund und die Universität Duisburg-Essen – organisieren das akademische Programm.
Bereits in diesem Jahr wurden die Vorgaben, welche von Professorin Ursula Gather, Rektorin der für dieses Projekt federführenden TU Dortmund, im Rahmen der Vertragsunterzeichung 2012 betont wurden, erfolgreich umgesetzt. Dabei konnten nach einer ersten Befragung der Teilnehmer festgestellt werden, dass der Universitätsstandort Ruhr für internationale Studierende attraktiver wurde und das akademische Netzwerk zwischen den Universitäten des Ruhrgebiets und amerikanischer Eliteuniversitäten erweitert werden konnte. Jan-Peter Nissen, Geschäftsführer des Initiativkreises Ruhr, sagte damals, für ihn seien die Vorteile der neuen Kooperation aus Unternehmenssicht eine klassische Win-Win-Situation: „Die Kombination von Studium und Praktikum sorgt für neue Kontakte in Unternehmen wie Universitäten gleichermaßen. Wir können außerdem den kommenden „High-Potentials“ die Attraktivität der Region vermitteln und sie gleichzeitig für unsere Unternehmen interessieren.“ Darüber hinaus sollen sich aus dem Studierendenaustausch Kontakte zwischen einzelnen Forscherinnen und Forschern der UAMR und den amerikanischen Universitäten entwickeln, die langfristig zu gemeinsamen Forschungskooperationen führen können.
Weitere Informationen und Details zum Ruhr Fellowship Program 2013 finden sie hier (pdf).
Einen Erfahrungsbericht einer Stundentin des Programms (2012) finden sie hier: Heidi from Harvard Ruhr Fellowship Blog 2012.
Anmeldeschluss ist der 21. Januar 2013.
Oktober 2012
UAMR-Kooperationsabkommen mit der brasilianischen Forschungsgemeinschaft
Im Beisein von Bundesbildungsministerin Schavan und DAAD Präsidentin Wintermantel: Kooperationsabkommen mit der brasilianischen Forschungsgemeinschaft
Erstmals hat die brasilianische Partnerorganisation der DFG, der Nationalrat für Forschung, wissenschaftliche Entwicklung und Technologie (CNPq) eine Kooperation mit einem deutschen Universitätsverbund, der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR), vereinbart. Im Beisein von Bundesbildungsministerin Prof. Annette Schavan und der Präsidentin des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD), Prof. Margret Wintermantel, unterzeichneten CNPq-Präsident Prof. Glaucius Oliva und Prof. Christoph Käppler (UAMR) jetzt einen Kooperationsvertrag.
Er besiegelt die Förderung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit, insbesondere durch den wechselseitigen Auslandsaufenthalt von Studierenden, Doktoranden und Forschern. Ein wesentlicher Teil des Austausches wird über das brasilianische Regerungsstipendienprogramm “Wissenschaft ohne Grenzen” („Ciência sem Fronteiras - CsF“) organisiert werden. In diesem einzigartigen milliardenschweren Förderprogramm nehmen die drei UAMR-Universitäten, die Ruhr-Universität Bochum, die Technische Universität Dortmund und die Universität Duisburg-Essen, zum Wintersemester 2012/13 insgesamt knapp 70 Studierende und Doktoranden auf, die deutschlandweit größte Gruppe von brasilianischen CsF-Stipendiaten.
Angebahnt wurde das Kooperationsabkommen über das-UAMR Verbindungsbüro in Rio de Janeiro/São Paulo (ConRuhr Latin America) durch einen intensiven Austausch zwischen Prof. Christoph Käppler, wissenschaftlicher Direktor von ConRuhr Latin America, und dem CNPq-Präsidenten Prof. Glaucius Oliva, der im Juli dieses Jahres alle drei UAMR-Universitäten persönlich besucht und mit den Rektoren hierzu Gespräche geführt hatte.
Die Unterzeichnung des Kooperationsvertrags beschloss die Lateinamerika-Reise von Bundesbildungsministerin Prof. Annette Schavan, die sie nach Chile und Kolumbien auch in die brasilianische Hauptstadt führte. Begleitet wurde sie u.a. von der Präsidentin des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD), Prof. Margret Wintermantel, die auf dem Festakt in der Deutschen Botschaft zugleich auf die 40-jährige Präsenz des DAAD in Brasilien hinwies.
Hinweis für die Bildredaktion: Ein Foto von der Vertragsunterzeichung (v.l. CNPq-Präsident Prof. Glaucius Oliva und Prof. Christoph Käppler (UAMR) Fotonachweis: UAMR) stellen wir Ihnen unter folgendem Link zur Verfügung: http://www.uni-due.de/de/presse/pi_fotos.php
Oktober 2012
Vortragsreihe „Die Wissensmacher“ startet zum zehnten Mal
Auch in Zeiten der „Medienkrise“ boomen Themen und Formate rund um Wissenschaft, Natur, Technik und Medizin. Doch die Auffassung von „Wissenschafts-“ oder „Wissensjournalismus“ ist in den Redaktionen keineswegs einheitlich. Wo liegen die Trends, die Aufgaben und die Grenzen des Ressorts? Und wie sieht das Verhältnis zwischen Forschern und Journalisten aus? Diese Fragen beantworten namhafte Expertinnen und Experten aus der Medien-Praxis im Rahmen der UAMR-Vortragsreihe „Die Wissensmacher“, die am 8. Oktober startet. Die Veranstaltungen finden an der TU Dortmund und der Ruhr-Universität Bochum statt.
Bereits zum zehnten Mal geben Wissenschaftsjournalistinnen und -journalisten sowie Expertinnen und Experten aus Pressestellen und der Wissenschaftskommunikation bei der Veranstaltungsreihe „Die Wissensmacher“ Einblicke in ihren Berufsalltag: Dr. Jeanne Rubner (Bayerischer Rundfunk) wird beispielsweise darstellen, wie anspruchsvoll Wissenschaftsberichterstattung im Radio sein kann. Für Wissenschaftler besonders interessant dürfte der Einblick in die Arbeit der Fachzeitschrift Nature sein, den Dr. Alison Abbott geben wird.
Einblicke aus erster Hand
Im Vortrag von Kristina Henss (Rundfunk Berlin Brandenburg) steht das bewegte Bild im Vordergrund. Sie wird dem Publikum erklären, wie sich Wissensthemen gut im Fernsehen umsetzen und mit crossmedialen Inhalten verbinden lassen. Eher vor als hinter der Kamera steht ein besonderer Gast der Veranstaltungsreihe: Dr. Eckart von Hirschhausen. In seinem Vortrag wirft der Medizin-Kabarettist und Moderator einen - sicherlich auch humorvollen Blick - auf das Thema „Wissenschaft auf der Bühne und im Fernsehen“.
Wissenschaftsjournalismus erleben
Zu hören und zu sehen sind die Vorträge jeweils montags von 16.15 bis 17.45 Uhr im Erich-Brost-Haus (Otto-Hahn-Straße 2, TU Dortmund, Campus Nord). Vier Vorträge finden auf dem Campus der Ruhr-Universität Bochum statt (Gebäude MA, Medizinische Fakultät, Universitätsstraße 150, Hörsaal H-MA 10 /H-MA 20). Die Veranstaltung ist offen für alle Studierenden, Lehrenden und Mitarbeiter der Universitäten Dortmund und Bochum sowie der jeweils benachbarten Forschungseinrichtungen.
Den Programmflyer mit allen Terminen und den Veranstaltungsorten finden Sie hier.
September 2012
Die Herbstakademie findet in diesem Jahr vom 25. - 26. September im Gerhard-Mercator-Haus am Campus Duisburg statt. Sie ist eine gemeinsame Veranstaltung des Nachwuchsförderprogramms „ScienceCareerNetRuhr", das für interessierte Promovierende der Universitätsallianz Metropole Ruhr gemeinsam eine überfachliche Unterstützung in ihrer Karriereentwicklung leistet. Promovierende der Natur-, Ingenieur-, Geistes-, Bildungs- und Gesellschaftswissenschaften erhalten die Möglichkeit, an einem hochwertigen, überfachlichen Qualifizierungsangebot teilzunehmen, fachinterne und interdisziplinäre Netzwerke zu bilden und erweiterte Karriereperspektiven zu entwickeln.
Weitere Informationen und Details über die einzelnen Vorträge, Workshops und Foren finden Sie hier (pdf). Anmeldungen sind ab sofort unter http://umfragen.uni-due.de/uc/Anmeldung-Herbstakademie_2012/ möglich.
Anmeldeschluss ist der 15. September 2012.
September 2012
Vielfalt und Zusammenhalt. 36. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie
Das Thema ‚Vielfalt und Zusammenhalt‘ steht im Mittelpunkt des 36. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, der in einem Jahr vom 1.-5. Oktober an der Ruhr-Universität Bochum und der Technischen Universität Dortmund durchgeführt wird. Der Kongress wird zum ersten Mal an diesen Universitäten zu Gast sein.
In Angesicht gegenwärtiger gesellschaftlicher Entwicklungen will die Soziologie Vielfalt unter dem Gesichtspunkt von Chancen und Herausforderungen für sozialen Zusammenhalt sowie Aspekten von kreativer Weiterentwicklung und sozialer Innovation thematisieren.
Gastland dieses 36. DGS Kongresses ist die Türkei. Mit diesem Land sind aus deutscher Perspektive wie mit keinem anderen die Themen Vielfalt und Zusammenhalt durch die Zuwanderungs- und Integrationspolitik verknüpft.
Ausgerichtet wird der Kongress in der UAMR unter gemeinsamer Verantwortung der Bochumer und Dortmunder Soziologinnen und Soziologen. Die Kongressorte sind Bochum und Dortmund. Ethnische, kulturelle und soziale Vielfalt sind (selbstverständlich nicht nur, aber insbesondere auch) kennzeichnend für das Zusammenleben von Menschen in den Ruhrgebietsstädten Bochum und Dortmund. Somit sind diese Städte aus historischer und gesellschaftlicher Sicht ideale Orte für einen Kongress zum Thema Vielfalt und Zusammenhalt. Der räumliche Veranstaltungsschwerpunkt ist der Campus der Ruhr-Universität Bochum, die sich als eine der größten Universitäten Deutschlands in jüngerer Zeit zu einem attraktiven Wissenschaftsstandort entwickelt hat. Auf dem Campus der Technischen Universität Dortmund und in den dortigen Instituten werden ebenfalls mehrere Veranstaltungen stattfinden.
Weitere Informationen unter: http://www.dgs2012.de/presse/hintergrundinformation
September 2012
8. Ruhr Graduate Summer School - Wie Umweltmaßnahmen wirken
Klimapolitik ist teuer und die Wirksamkeit ist umstritten. Europa unternimmt einseitig große Anstrengungen, um CO2-Emissionen zu begrenzen, während andere wichtige Staaten dies unterlassen. Der Anreiz ist groß, klimaschädliche Produktionen in diese Länder zu verlegen und von dort die Güter in unsere Breitengrade zu transportieren. So wird ein Teil der CO2-Einsparung in Europa wieder zunichte gemacht. Wie stark sind derartige Verlagerungseffekte und wie sehr beeinflussen sie den Nutzen und die Kosten der europäischen Klimapolitik? Mit solchen Fragen beschäftigt sich die UAMR bei der kommenden 8. Ruhr Graduate Summer School an der Universität Duisburg-Essen (UDE).
Vom 24. bis zum 28. September kommen am Essener Campus knapp 20 Doktoranden und Vertreter der Politikberatung zusammen. Weltweit ist das Interesse, speziell an klimabezogenen Themen, sehr groß: „Wir haben erneut deutlich mehr Teilnehmer aus dem Ausland; nahezu alle Kontinente sind vertreten. Viele kommen zum ersten Mal ins Ruhrgebiet und nehmen die Region auch als Wissenschaftsstandort wahr“, betont Prof. Dr. Volker Clausen, Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Wirtschaftsbeziehungen.
Der gefragte Experte Prof. Dr. Christoph Böhringer von der Universität Oldenburg konnte für die Veranstaltung gewonnen werden. Er schlägt eine Brücke zwischen der theoretischen Grundlagenforschung und der angewandten Politikberatung. Die Teilnehmer lernen allgemeine Gleichgewichtsmodelle kennen – sie sind ein bewährtes Instrument, um die Wirkung handels- als auch klimapolitischer Maßnahmen zu analysieren.
Aktuelle Erkenntnisse sollen in die praxisnahe Politikberatung einfließen. In jüngerer Zeit richtet sich das Augenmerk vermehrt auf den Strukturwandel innerhalb von Branchen. Leistungsfähige Firmen wachsen und erschließen Exportregionen, während weniger starke Konkurrenten verschwinden. Solche Marktein- und austritte beeinflussen die Produktivität einer ganzen Branche. Doch bisherige Studien berücksichtigen diese Effekte kaum. Im Workshop werden erste Schritte in diese Richtung gezeigt. „Die Ergebnisse theoretischer Grundlagenforschung zu integrieren, ist ein Anliegen unserer jährlichen Summer School, und hier öffnet sich ein weites Feld.“
Die einwöchige Veranstaltung ist Bestandteil der Ruhr Graduate School in Economics. Dieses Promotionsprogramm der Volkswirtschaftslehre wird von den Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen sowie dem Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) im Rahmen der UAMR gemeinsam getragen. Es wird seit 2008 vom Land NRW als Forschungsschule gefördert.
August 2012
UAMR begrüßt brasilianische Stipendiaten - Vom Zuckerhut ins Revier
Das Ruhrgebiet: abwechslungsreich und multikulturell, die drei UAMR-Universitäten: international und eine ausgezeichnete Adresse, um zu studieren. Mit dieser Botschaft hießen gestern (16.8.) die Rektoren der Universitäten Bochum, Duisburg-Essen und der TU Dortmund 54 brasilianische Stipendiaten willkommen.
Die jungen Gäste vom Zuckerhut sind mit dem Stipendienprogramm ihres Landes „Wissenschaft ohne Grenzen“ ins Revier gekommen. Die meisten setzen hier für ein Jahr ihr natur- und ingenieurwissenschaftliches Studium fort. Bis zum Semesterstart lernen sie noch intensiv Deutsch, im Oktober kommen neun Stipendiaten hinzu, die bereits über gute Sprachkenntnisse verfügen. Insgesamt gehen 26 an die Universität Duisburg-Essen, 25 an die Ruhr-Universität Bochum und 12 an die Technische Universität Dortmund.
Weitere Studierende und Doktoranden aus dem wichtigsten Partnerland in Lateinamerika sollen folgen, betonten die drei Rektoren Prof. Elmar Weiler, Prof. Ursula Gather und Prof. Ulrich Radtke beim gemeinsamen Empfang am Essener Campus. Die Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) hat ihre guten Kontakte zu Südamerika und besonders Brasilien intensiviert und verfügt mit ConRuhr Lateinamerika über eine Außenstelle in Brasilien.
Das aufstrebende Land hat große Pläne, unter anderem in der Bildung. Die Regierung hat mit „Wissenschaft ohne Grenzen“ ein ambitioniertes Programm gestartet: Bis zu 100.000 brasilianische Studierende und Doktoranden sollen in den kommenden drei Jahren im Ausland Erfahrungen sammeln, davon ungefähr 10.000 in Deutschland. Bis zu 300 Stipendiaten pro Jahr wollen die drei Ruhrgebietsuniversitäten aufnehmen und liegen bundesweit mit an der Spitze.
Beim gestrigen Empfang hörten die brasilianischen Studierenden interessiert zu, was sie an ihren Gast-Unis erwartet – und natürlich auch in der Metropole Ruhr. Zum Beispiel dies: Strukturwandel, Gastfreundschaft und eine Leidenschaft, die man mit Brasilien teilt: Fußball.
Juli 2012
Der Initiativkreis Ruhr hat es zehn Studierenden der amerikanischen Universitäten Harvard, Princeton, der University of Pennsylvania und des MIT ermöglicht, den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Ruhrgebiet kennenzulernen. Zum Abschluss ihrer Stipendiatenzeit sind gestern Abend noch einmal alle Studierenden zusammengekommen und haben Bilanz gezogen: Sie wollen in ihrer Heimat für ein Leben und Arbeiten im Ruhrgebiet werben. Erwägen sogar, selbst hier zu leben.
Mit dem Stipendiaten-Programm Ruhr Fellows hatte der Initiativkreis in Kooperation mit der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) vor acht Wochen begabte Studierende aus den USA in das Ruhrgebiet geholt und ihnen sowohl die Region, als auch deren Wirtschaftsunternehmen über Praktika in Mitgliedsunternehmen nähergebracht. Ziel des Programms ist es, das Image der Metropole Ruhr zu verbessern und Anreize zu schaffen, junge begabte Menschen von außerhalb an einem Leben und Wirken in der Region zu interessieren.
Jan-Peter Nissen, Geschäftsführer des Initiativkreises Ruhr, zog bei der gestrigen Verabschiedung der Studierenden Bilanz: „Die Rückmeldungen sind durchweg positiv – sowohl vonseiten der Studenten, als von Unternehmensseite. Wir haben es innerhalb von acht ereignisreichen Wochen geschafft, Botschafter für den Standort Ruhrgebiet zu gewinnen. Nun wünschen wir uns, dass die Studierenden an ihren Heimatuniversitäten nicht nur Werbung für das Ruhrgebiet machen, sondern nach ihrem Abschluss in unsere Region zum Leben und Arbeiten zurückkehren.“ Darüber hinaus bestünde großes Interesse weiterer amerikanischer Universitäten, ebenfalls an diesem einmaligen Programm zu partizipieren.
Das Projekt ist für zunächst drei Jahre geplant und richtet sich vornehmlich an Studierende der Ingenieur- und Naturwissenschaften. Die Fortführung ist bereits für das kommende Jahr geplant. Auch dann sollen wieder mindestens zehn Studierende aus den USA die Unternehmens- und Wissenschaftslandschaft des Ruhrgebiets kennenlernen.
Akademisch und praktisch: Ruhr-Fellowships mit zwei Programmphasen
Die zweimonatigen Ruhr-Fellowships waren in zwei Programmphasen aufgeteilt: In den ersten vier Wochen besuchten die Studierenden eine Summer-School. Das akademische Programm organisierte die UAMR, die unter dem Label „ConRuhr“ und Federführung der Technischen Universität Dortmund ein Verbindungsbüro in New York betreibt. Die Studierenden erhielten so die Gelegenheit, die drei UAMR-Universitäten, d.h. die Ruhr-Universität Bochum, die Universität Duisburg-Essen sowie die Technische Universität Dortmund kennenzulernen. In der zweiten Hälfte absolvierten die sieben Studentinnen und drei Studenten ein vierwöchiges Praktikum bei Unternehmen des Initiativkreises Ruhr. Die diesjährigen Praktikumsplätze stellten Evonik, Vaillant, ThyssenKrupp, SMS, Klöckner, Deutsche Bank und der Ruhrverband zur Verfügung. Das prall gefüllte Austauschprogramm sah zudem vor, den Stipendiatinnen und Stipendiaten das Ruhrgebiet auch als attraktives Lebensumfeld zu präsentieren: So standen zahlreiche Exkursionen und Besuche kultureller und landespolitischer Einrichtungen an. In Sprachkursen haben die Studenten zudem ihre ersten deutschen Wörter gelernt.
Dominique Ingato sagte in ihrer Abschlussrede im Namen aller Ruhr Fellows: „Die Gastfreundschaft, die uns entgegengebracht wurde, war unglaublich und ich weiß, dass ich nicht die einzige Praktikantin bin, deren Kolleginnen und Kollegen im Büro zu Freunden geworden sind, mit denen man teilweise sogar an den Wochenenden gern gemeinsame Unternehmungen angestellt hat. Deutschland und all die Menschen wieder zu verlassen, die diese Zeit für uns zu einer so wunderbaren Erfahrung gemacht haben, wird wahrlich traurig für uns alle werden.”
Juli 2012
Präsident der brasilianischen Partnerorganisation der DFG zu Besuch in der UAMR
Prof. Dr. Glaucius Oliva, Präsident des ‚National Counsel of Technological and Scientific Development (CNPq)‘ in Brasilien hat im Rahmen seiner Deutschlandreise nach der Teilnahme an den Mitgliederversammlung des DAAD sowie der Jahresversammlung der DFG auch die UAMR-Universitäten Duisburg-Essen und Bochum besucht. Im Gespräch mit Rektoren Prof. Radtke und Prof. Weiler sowie dem Direktor des ConRuhr Lateinamerika Büros der UAMR, Prof. Käppler, wurde unter anderem die Zusammenarbeit im Rahmen der aktuellen brasilianischen Stipendien-Offensive „Science without borders (CsF) erörtert. Die ersten Stipendiaten in diesem Programm werden im kommenden Monat an die UAMR-Universitäten kommen. Auch über einen möglichen Ausbau von Forschungskooperationen, für die CNPq eine ständig aktualisierte und umfassende Datenbank namens LATTES – etwa zur Suche nach Partnern mit parallelen Forschungsinteressen – verfügbar hält, wurde gesprochen. Die Rektoren betonten, dass der Verbund der drei Universitäten das sich in allen Bereichen dynamisch entwickelnde Brasilien als prioritären Partner in der Internationalisierungsstrategie der UAMR betrachtet.
Juli 2012
Starke Katholische Religion im Revier, Forschung und Lehre noch besser verzahnen.
Religion im Ruhrgebiet: Vielfalt und Strukturreform
Das Ruhrgebiet braucht eine starke Theologie. Das bekräftigen die Professoren der Katholischen Theologie der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) nach einem Treffen am 27. Juni. „Das breite Spektrum der theologischen Disziplinen an den drei Revier-Unis ist ein Pfund, mit dem die Region wuchern kann“, so Prof. Christian Frevel, Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. Auf dem Treffen der Katholischen Theologen der drei Revier-Unis entwickelten sie eine gemeinsame Strategie, wie sie Forschung und Lehre noch stärker miteinander verzahnen können.
Graduiertenkolleg beantragt
„Wir müssen aber noch mehr aus unseren Möglichkeiten machen“, fordert Prof. Thomas Ruster von der TU Dortmund. Erste Schritte sind verabredet. Ein gemeinsames Graduiertenkolleg „Religionsunterricht als Ort der Theologie“ ist beantragt. In der Bibelwissenschaft besteht bereits eine institutionelle Forschungs-Partnerschaft: Neues Testament an der Ruhr. Weitere Projekte sind in Arbeit: von der wissenschaftlichen Begleitung der Pastoralplanungen in der Kirche bis zu heiklen Fragen der ökonomischen Gerechtigkeit und von der Analyse religiöser Sprache bis zur Reflexion kirchlicher Reformprozesse. Um die Projekte sichtbarer zu machen und das Gespräch der Studierenden zu intensivieren, organisieren die drei Revier-Unis im Wintersemester einen gemeinsamen Tag des wissenschaftlichen Nachwuchses.
Breites Angebot
Es gibt bereits eine eingespielte Zusammenarbeit in der Lehre, die den Studierenden zu Gute kommt. So wird etwa die historische Theologie in Dortmund durch die Bochumer Professoren angeboten. Eine enge Zusammenarbeit gibt es auch in der Qualifikation des akademischen Nachwuchses: Wer in Dortmund oder Duisburg-Essen studiert, kann den theologischen Doktortitel in Bochum erwerben, wer in Bochum studiert, kann bei den Nachbarn den philosophischen Doktor machen. Vom Grundschullehramt bis zur Volltheologie ist alles im Angebot. Prof. Hubertus Lutterbach, Institutsprecher in Essen: „Wir sehen das als einen klaren Standortvorteil“.
Aufregende Region
Das Ruhrgebiet ist für alle, die sich mit Religion und Theologie beschäftigen, eine der aufregendsten Regionen Deutschlands und Europas. Hier laufen die Prozesse der Säkularisierung und der religiösen Neuorientierung rasanter als anderswo ab, nirgendwo ist die Vielfalt der Religionen und Kulturen sichtbarer, zugleich die Strukturreform der katholischen Kirche so tiefgreifend. Es gibt auch Aufbrüche. Nirgendwo sonst finden sich auf engem Raum so viele junge Menschen, die sich für Theologie interessieren. Weit mehr als 2.000 studieren in Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen Katholische Theologie.
Juni 2012
Dissertationspreis Kulturwissenschaften verliehen
Zwei herausragende Dissertationen von Nachwuchswissenschaftlern der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) wurden am 19.6.2012 mit dem diesjährigen Dissertationspreis Kulturwissenschaften prämiert. Der erste Preis ging an den RUB-Sozialwissenschaftler Dr. Aladin El-Mafaalani für seine Arbeit über Bildungsaufsteiger aus benachteiligten Milieus.
Den zweiten Preis errang Dr. Claudia Equit mit ihrer an der Technischen Universität Dortmund vorgelegten Arbeit „Gewaltkarrieren von Mädchen. Der ‚Kampf um Anerkennung‘ in biografischen Lebensverläufen“.
Den Preis hat der Förderverein des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) zum vierten Mal verliehen, er wurde erstmals mit der Unterstützung der Stiftung für Kulturwissenschaften vergeben. Mit dem Preis werden jährlich zwei hervorragende Arbeiten aus Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften der Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen ausgezeichnet.
Juni 2012
Der Initiativkreis Ruhr ermöglicht es in Kooperation mit der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) zehn Studierenden der amerikanischen Universitäten Harvard, Princeton, der University of Pennsylvania und MIT, über Praktika in seinen Mitgliedsunternehmen den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Ruhrgebiet kennenzulernen. Zum Auftakt ihrer Stipendiatenzeit besuchten die Studierenden gestern Abend die Geschäftsstelle des Initiativkreises Ruhr.
Mit dem Stipendiaten-Programm Ruhr-Fellows holt der Initiativkreis mit seinen Partnern begabte Studierende aus den USA in das Ruhrgebiet und bringt ihnen sowohl die Region, als auch deren Wirtschaftsunternehmen über Praktika näher. Ziel ist es, das Image der Metropole Ruhr zu verbessern und Anreize zu schaffen, junge begabte Menschen von außerhalb an einem Leben und Wirken in der Region zu interessieren.
Akademisch und praktisch: Ruhrfellowships mit zwei Programmphasen
Die zweimonatigen Ruhr-Fellowships sind in zwei Programmphasen aufgeteilt: In den ersten vier Wochen besuchen die Studierenden eine Summer-School. Das akademische Programm organisiert die Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR), die unter dem Label „ConRuhr“ unter der Federführung der Technischen Universität Dortmund ein Verbindungsbüro in New York betreibt. Die Studierenden erhalten so die Gelegenheit, die drei UAMR-Universitäten, d.h. die Ruhr-Universität Bochum, die Universität Duisburg-Essen sowie die Technische Universität Dortmund kennenzulernen. In der zweiten Hälfte absolvieren die sechs Studentinnen und vier Studenten ein vierwöchiges Praktikum bei den Mitgliedsunternehmen des Initiativkreises Ruhr. Die diesjährigen Praktikumsplätze stellen die Unternehmen Evonik, Vaillant, ThyssenKrupp, SMS, Klöckner, Deutsche Bank und der Ruhrverband zur Verfügung.
Jan-Peter Nissen, Geschäftsführer des Initiativkreises Ruhr, erläuterte bei der gestrigen Begrüßung das Ziel des Programms: „Durch die Kombination eines Studienaufenthaltes und eines Praktikums bieten wir eine interessante Verknüpfung von akademischem Modul und praktischer Berufserfahrung. Darüber hinaus können sich die Studierenden ein Netzwerk mit wertvollen Kontakten im Ruhrgebiet aufbauen. Wir wünschen uns, dass die Studierenden an ihren Heimatuniversitäten nicht nur Werbung für das Ruhrgebiet machen, sondern nach ihrem Abschluss in unsere Region zum Leben und Arbeiten zurückkehren.“ Mit dem Programm sollen sich Kontakte entwickeln, die langfristig zu gemeinsamen Forschungskooperationen führen. Das prall gefüllte Austauschprogramm sieht ferner vor, den Stipendiatinnen und Stipendiaten das Ruhrgebiet auch als attraktives Lebensumfeld zu präsentieren. So stehen in den kommenden Wochen zahlreiche Exkursionen und Besuche kultureller und landespolitischer Einrichtungen an. Deutschkurse runden das Angebot ab. Das Projekt ist für zunächst drei Jahre geplant.
Der Auswahlprozess
Das Angebot richtet sich vornehmlich an Studierende der Ingenieur- und Naturwissenschaften. Seit Anfang Dezember vergangenen Jahres lief die Ausschreibung des Programms an den Partner-Universitäten in den USA. Nach dem Bewerbungsschluss Mitte Februar dieses Jahres begann die Vorselektion der Bewerber durch die Partner-Universitäten in den USA und die finale Auswahl durch Initiativkreis und UAMR.
Initiativkreis Ruhr
Der Initiativkreis Ruhr ist ein Zusammenschluss von 69 führenden Wirtschaftsunternehmen. Sie beschäftigen zusammen rund 2,25 Millionen Menschen weltweit und machen circa 630 Milliarden Euro Umsatz. Ihre Führungskräfte repräsentieren als Persönliche Mitglieder den Initiativkreis Ruhr. Mit zukunftsfähigen Strategien und praxisnahen Konzepten setzt der Initiativkreis auf die kreative Kraft gebündelten ökonomischen Know-hows. Aus dieser Stärke erwachsen Zukunftsprojekte mit Strahlkraft. Immer mit dem Ziel vor Augen, die Metropole Ruhr als konzertierte Aktion verschiedener Akteure weiter zu entwickeln. In den vergangenen Jahren hat der Initiativkreis Ruhr immer mehr Aufmerksamkeit dem Bereich „Wirtschaft & Schule“ gewidmet, so zum Beispiel bei der vor zwei Jahren in Essen eröffneten International School Ruhr oder der Begleitung von Hauptschülern auf ihrem Weg in das Berufsleben. Für die Zielgruppe „High Potentials“ wurde vor einigen Jahren beispielsweise ein internationaler Ruderwettbewerb (UniCup) durchgeführt und Studierende bei Auslandsaktivitäten unterstützt.
Pressekontakt Medienbüro Thomas Hüser, Gärtnerstraße 44, 45128 Essen Tel.: 0201. 3162-848, Fax: 0201. 3162-868, E-Mail: hueser@medienbuero-hueser.de hueser@medienbuero-hueser.de
Mai 2012
Zum 5. UAMR-Geburtstag - Große Jubiläumsfeier
Die Universitätsallianz Metropole Ruhr feiert ihren fünfjährigen Geburtstag am 30. Mai 2012 mit einem großen Fest im red dot design museum in Essen.
Unter dem Motto „5 Jahre UAMR – Gemeinsam besser“ begeht die Universitätsallianz Metropole Ruhr am 30. Mai ihren Geburtstag mit einem großen Festakt. Gefeiert wird in der spektakulären Kulisse des red dot design museums, Essen – mit Live-Musik und namhaften Gästen; darunter Wissenschaftsministerin Svenja Schulze. Bundestagspräsident Nobert Lammert wird eine Videobotschaft übermitteln. Die Festrede hält der ehemalige Leiter des Bundespräsidialamtes und Beiratsvorsitzende der Stiftung Mercator, Rüdiger Frohn.
Kooperation und Wettbewerb
Seit dem Jahr 2007 besteht die Allianz zwischen der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen. UAMR-Koordinator Dr. Hans Stallmann zieht eine positive Bilanz: „Die Kooperation innerhalb der Universitätsallianz hat sich durchweg gut entwickelt. Mit zahlreichen Projekten in Forschung, Lehre und Verwaltung entfaltet sie mittlerweile eine Eigendynamik, die die ursprünglichen Erwartungen vielfach übertrifft.
Beispielsweise haben die ConRuhr-Auslandbüros die internationalen Beziehungen enorm intensiviert und ein gemeinsamer Studierendenausweis erleichtert das Ausleihen von Büchern in den Bibliotheken der jeweils anderen Standorte. Dies zeigt, wie erfolgreich eine solche Kooperation sein kann, wenn sie von ihren Mitgliedern mit Leben gefüllt wird.“
In diesem besonderen Umfeld entsteht eine Atmosphäre, in der sich Wettbewerb und Kooperation gegenseitig stimulieren. Infolgedessen entwickelt sich die UAMR sowohl durch den Ausbau kompatibler Profilbereiche an den einzelnen Partneruniversitäten als auch durch hochschulübergreifende Kooperationen stetig weiter. Mit 14 von der DFG geförderten Sonderforschungsbereichen, zahlreichen Graduiertenkollegs und Forschergruppen gehört die Universitätsallianz Metropole Ruhr zu den größten und leistungsstärksten Wissenschaftsstandorten Deutschlands. Ziel ist es, diese Position in den kommenden Jahren weiter auszubauen.
Programmablauf
UAMR: Vorbild für Kooperation im Ruhrgebiet Jubiläumsfeier zum 5. Geburtstag der Universitätsallianz
Als Vorbild für mehr Kooperation im Ruhrgebiet wurde die Universitätsallianz Metro-pole Ruhr (UAMR) gelobt: Mit 300 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft feierte die UAMR am 30. Mai ihren fünften Geburtstag auf der Zeche Zollverein. Bundestagspräsident Norbert Lammert per Videobotschaft, Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und Festredner Rüdiger Frohn, Bürger des Ruhrgebiets, betonten jeweils die Bedeutung der standortübergreifenden Allianz für die Region. Unter dem Motto „gemeinsam besser“ stand das erste, kleine Jubiläum der UAMR – „gemeinsam noch besser“ sei die Devise für die kommenden Jahre und Jahrzehnte.
Wider das Kirchturmdenken
Geht es um Kooperation, so tut sich gerade das Ruhrgebiet schwer: Kirchturmdenken allenthalben, ob bei Kommunen, Verkehrsbetrieben oder auch bei Wirtschaftsunternehmen, präge noch immer die Region, so Schulze und Frohn. Mit Blick auf die erfolgreiche Zusammenarbeit in der Universitätsallianz sieht die Ministerin daher „noch jede Menge Luft nach oben“ im Revier, während Rüdiger Frohn insbesondere die Chancen und Potentiale der Metropole Ruhr auf dem Weg zur „Wissensregion Ruhr“ hervorhob. Der Festredner der ersten UAMR-Jubiläumsfeier ist ehemaliger Leiter des Bundespräsidialamtes und Beiratsvorsitzender der Stiftung Mercator.
copyright Simon Bierwald
Ein Bus, ein Fußballroboter und zwei Griechen
Was haben ein Linienbus, ein fußballspielender Roboter und ein Siegel mit einem antiken Brüderpaar gemeinsam? Sie stehen sinnbildlich für die drei beteiligten Partner der Allianz: der – verbindende – Bus für die fusionierte Universität Duisburg-Essen, der als Vizeweltmeister erfolgreiche Fußballroboter für Technik und Gesellschaft an der TU Dortmund, die Brüder Epimetheus (der Nachdenkende) und Prometheus (der Vorausdenkende) für die Disziplinenvielfalt und -einheit an der Ruhr-Universität Bochum. Die beiden Rektoren Ulrich Radtke (UDE) und Elmar Weiler (RUB) und die Rektorin Ursula Gather (TU DO) brachten diese Gegenstände zur Geburtstagsfeier mit und betonten in der abschließenden Talkrunde ihren Wunsch zur weiteren guten Zusammenarbeit in der Allianz.
Festrede von Hern Rüdiger Frohn, Staatssekretär a.D.: http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/mam/content/rede_frohn_uamr.pdf
Videogrußwort von Herrn Dr. Norbert Lammert: http://www.ruhr-uni-bochum.de/ua-mr/grusswortlammert.wmv
Pressemitteilung des Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen: http://www.wissenschaft.nrw.de/presse/presseinformationen/pressearchiv/archiv2012/pm120530.php
Mai 2012
Gemeinsam besser: Gutes Abschneiden der UAMR-Unis im neuen DFG-Förderatlas
Unter die TOP 10 der forschungsstärksten Regionen Deutschlands geschafft hat es jetzt das Ruhrgebiet mit seinen drei Universitäten, die sich vor fünf Jahren zur Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) zusammengeschlossen haben. Die Universitäten Bochum und Duisburg-Essen sowie die Technische Universität Dortmund haben deshalb am 30. Mai allen Grund, unter dem Motto „Gemeinsam besser“ kräftig zu feiern.
Jetzt ist es auch amtlich: im neuen Förderatlas der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der die 40 forschungsstärksten Universitäten Deutschlands beleuchtet, wird der UAMR ausdrücklich bescheinigt: „Mit Blick auf wichtige Metropolregionen sind vor allem auch die Wissenschaftseinrichtungen im Ruhrgebiet hervorzuheben, die ein Mittelaufkommen von über 250 Mio. Euro aufweisen. Unter dem Dach der UAMR wird seit 2007 strategisch eng zusammengearbeitet. So sind bereits rund 20 gemeinsame Institutionen und Programme ins Leben gerufen worden.“
Erstmalig werden in dem am Donnerstag vorgestellten Bericht die UAMR-Forschungsaktivitäten gemeinsam grafisch dargestellt, wodurch das Ruhrgebiet zu den TOP 10 der forschungsstarken Regionen aufschließt. Dies war auch bislang schon so, fiel jedoch durch die getrennte Darstellung im Vergleich mit anderen Städten optisch nicht ins Gewicht. Dass nun die Leistungen der Region auf einen Blick erkennbar werden, unterstreicht die große Bedeutung der Wissenschaft im und für das Ruhrgebiet.
In der UAMR forschen mehr als 1.100 Professorinnen und Professoren sowie 7.000 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem Gesamtetat von rund 1,2 Mrd. Euro im Jahr. Vor fünf Jahren wurde die UAMR gegründet, um Forschung und Lehre besser zu vernetzen und aufeinander abzustimmen. Alle drei Ruhrgebietsunis sind unter den TOP 40 der forschungsstärksten Unis platziert und konnten sich teilweise auch deutlich verbessern im Vergleich zum letzten Ranking aus dem Jahr 2009.
Ruhr-Universität Bochum
Insgesamt rund 105 Mio. € an DFG-Bewilligungen hat die Ruhr-Universität Bochum (RUB) im Zeitraum 2008 bis 2010 erhalten – davon entfielen rund 30 Mio. auf die Ingenieurwissenschaften, 36 Mio. auf die Naturwissenschaften, 25 Mio. auf die Lebenswissenschaften und 14 Mio. auf die Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Besonders effizient ist die RUB in den Lebenswissenschaften, wenn man die eingeworbenen Mittel auf die Anzahl der Wissenschaftler umrechnet: Rund 48.500 Euro warb jeder der insgesamt 513 Wissenschaftler in diesem Bereich im Schnitt ein, damit liegt die Uni Bochum bundesweit auf Rang 3.
Der Förderatlas der DFG weist zudem die internationale Attraktivität der RUB aus. Bei den Wissenschaftlern, die von der Alexander von Humboldt-Stiftung gefördert werden, liegt sie unter den am häufigsten gewählten Gasthochschulen im Bereich Naturwissenschaften auf Platz 6, im Bereich Ingenieurwissenschaften auf Platz 8, bei den DAAD-geförderten Wissenschaftlern entsprechend auf Platz 12 und 8. „Dieses gute Abschneiden spricht für unsere Bemühungen, die RUB noch stärker international auszurichten und gute Wissenschaftler aus dem Ausland nach Bochum zu holen“, freut sich Rektor Prof. Dr. Elmar Weiler.
TU Dortmund
In zwei Fachgebieten gehört die TU Dortmund zu den bundesweit führenden Universitäten: In der Produktionstechnik liegt sie mit 19,7 Mio. Euro DFG-Fördermitteln deutschlandweit auf Rang 3 – hinter der Universität Hannover und der RWTH Aachen.
In den Geistes- und Sozialwissenschaften belegt die TU Dortmund mit dem Fachgebiet Wirtschaftswissenschaften bundesweit Rang 5 – dazu trägt insbesondere die Kooperation zwischen Statistik und Volkswirtschaftslehre im Sonderforschungsbereich 823 bei. Insgesamt hat die TUD in der Zeit von 2008 bis 2010 rund 64,5 Millionen Euro an DFG-Mitteln für Forschungsprojekte eingeworben und sich damit im Vergleich zu 2005 bis 2007 um 10 Prozent gesteigert.
Mehr als zwei Drittel der Mittel wurden den Ingenieurwissenschaften (bundesweit Rang 10) bewilligt, ein weiterer Schwerpunkt liegt in den Naturwissenschaften (18 Prozent). Prozentual betrachtet wird auch die besondere Bedeutung der Sonderforschungsbereiche an der TU Dortmund deutlich: Hier wurden insgesamt über 40 Prozent der DFG-Fördermittel akquiriert. Das Zusammenspiel von Ingenieur- und Naturwissenschaften, Gesellschafts- und Kulturwissenschaften charakterisiert das einzigartige Profil der Technischen Universität Dortmund, an der in Bezug auf das Fächerprofil laut DFG-Atlas auch überdurchschnittlich viele Wissenschaftlerinnen beschäftigt sind.
Universität Duisburg-Essen
Mit mehr als 70 Mio. Euro DFG-Bewilligungen (im Zeitraum 2008 bis 2010) machte die Universität Duisburg-Essen (UDE) fünf Plätze gut unter den 40 forschungsstärksten Universitäten Deutschlands. Rektor Prof. Dr. Ulrich Radtke: „Dies freut mich umso mehr, als wir diese messbare Leistungssteigerung trotz des Wettbewerbsfaktors Exzellenzinitiative erzielen konnten. Rechnet man diesen Effekt heraus, hätten wir uns sogar um zehn Plätze verbessern können.“ 14 Mio. Euro (bundesweit Platz 11) warb die Physik zwischen 2008 und 2010 bei der DFG ein und verbesserte sich damit um vier Ränge. Um sieben Plätze steigerten sich die Sozial- und Verhaltenswissenschaften (einschließlich der Wirtschaftswissenschaften), die mit 8,9 Mio. eingeworbenen DFG-Mitteln jetzt bundesweit den 12. Platz belegen. Um neun Plätze verbesserte sich die UDE-Mathematik (von 23 auf 14), der die DFG 3,6 Mio. Euro zuwies.
Positiv ist nach Ansicht der DFG, dass das UDE-Personaltableau mehr Frauen in Führungspositionen aufweist, als es aufgrund des Fächerprofils zu erwarten ist: Mehr als die Hälfte der UDE-Wissenschaftlerinnen hat Professorenstatus. Außerdem sind die Hochschullehrerinnen der UDE überdurchschnittlich oft an DFG-Projekten beteiligt. Auch international ist die UDE ein gefragter Partner: Die von der Alexander von Humboldt-Stiftung oder vom Deutschen Akademischen Austauschdienst unterstützten Wissenschaftler wählten zum Beispiel in den Ingenieurwissenschaften an elfthäufigster Stelle die Universität Duisburg-Essen.
Mai 2012
1,6 Millionen für gemeinsame Forschungsprojekte an der Ruhr
Fördermittel eröffnen neue Möglichkeiten der wissenschaftlichen Kooperation zwischen den Universitäten Bochum, Duisburg-Essen und der Technischen Universität Dortmund
Das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR), eine Initiative der Stiftung Mercator und der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR), stellt weitere 1,6 Millionen Euro für neue kooperative Forschungsprojekte zwischen den Ruhrgebietsuniversitäten zur Verfügung. Geforscht wird an Themen, die von alternativen Formen der Armutsbekämpfung bis hin zur Optimierung von Schneidewerkzeugen durch die Kopie von Nagetierzähnen reichen. In der vierten Ausschreibungsrunde wurden von 17 eingereichten Anträgen insgesamt sechs Projekte bewilligt, die den Forschern vielfältige Möglichkeiten zur Kooperation und Vernetzung bieten.
In den Forschungsvorhaben kommen herausragende wissenschaftliche Kompetenzen zusammen, und es entstehen neue inhaltliche Vernetzungen. Folgende Vorhaben zeigen beispielhaft die Vorteile kooperativen Forschens in der Ruhrregion.
Bei dem Projekt „Alternative Formen der Armutsbekämpfung“ arbeiten Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen und der Technischen Universität Dortmund auf dem Gebiet der Sozialarbeits- und Sozialpolitikforschung zusammen. Mit ihren disziplinären Hintergründen in der Erziehungswissenschaft, der Soziologie und der Politikwissenschaft bieten sie eine breite wissenschaftliche Basis zur Untersuchung eines neuen Phänomens, das erst wenig erforscht ist: „zivilgesellschaftliche“ Formen der Armenhilfe außerhalb der Sozialhilfe (am bekanntesten: die „Tafeln“). Durch die Wahl von Fallstudien im Ruhrgebiet leisten sie einen besonderen Beitrag zu regionalen Problemlagen und Lösungsformen.
Im Projekt „Datengetriebene Entwicklung neuer Materialien“ wird die gemeinsame Expertise von Materialwissenschaftlern und Informatikern der Universitäten Bochum, Duisburg-Essen und der Technischen Universität Dortmund gebündelt, um neue Erkenntnisse über Materialeigenschaften zu gewinnen und die Entwicklung neuer Materialien zu beschleunigen. In der systematischen Materialerforschung fallen sehr große und hochdimensionale Datenmengen an, die nur mit Hilfe von neuartigen Datenanalyseverfahren und entsprechenden Computerressourcen effizient analysiert werden können.
Die komplementären Kompetenzen von Wissenschaftlern an der Ruhr-Universität Bochum, der Universität Essen-Duisburg und der Technischen Universität Dortmund kommen bei dem Forschungsvorhaben „Bionische Werkzeugkonzepte“ zum Einsatz. Die Originalität dieses Projektes besteht darin, die Mechanismen natürlicher Schneidesysteme auf technisch relevante Problemfelder zu übertragen. So schärfen sich Nagetierzähne selbst nach, eine Eigenschaft, die für die industrielle Anwendung Schneidewerkzeugen, insbesondere beim Schneiden von kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen, ein großes Potenzial bietet.
Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Marquardt, Vorsitzender des Wissenschaftsrats, der vor seiner Wahl dem Wissenschaftlichen Beirat von MERCUR angehörte, befürwortet die interdisziplinäre und institutionsübergreifende Zusammenarbeit der Wissenschaftler: „Die kooperative Forschung bietet viele Chancen. Sie trägt dazu bei, institutionelle Grenzen zu überwinden, Forschungsstärken zusammenzuführen und Infrastruktur gemeinsam zu nutzen. Das Aktivieren dieses Potenzials stärkt die nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit der Wissenschaftsregion Ruhr.“
Prof. Dr. Winfried Schulze, Direktor von MERCUR, erklärt: „Die UAMR-Universitäten und MERCUR können bereits auf zwei erfolgreiche Jahre der Zusammenarbeit zurückblicken, in denen 71 Projekte mit einem Volumen von über 8,6 Millionen Euro bewilligt worden sind. Somit ist es uns gelungen, die Kräfte zu bündeln, die komplementären Kompetenzen zu ergänzen und daraus neue Synergien für die Region zu schöpfen.“
Weitere Informationen zu den Projekten: www.mercur-research.de
Mai 2012
Wissenschaftsministerin Svenja Schulze zeichnet KWI als "Ort des Fortschritts" aus
Im Rahmen der Initiative „Fortschritt NRW“ hat NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) heute (21. Mai) als „Ort des Fortschritts“ ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung lobte die Ministerin das Institut vor allem für seine besondere Forschungsleistung im Schwerpunkt KlimaKultur. „Mit diesem Forschungsschwerpunkt hat sich das KWI ein neues Feld von enormer gesellschaftlicher Bedeutung erschlossen und schafft es, die Grenzen der Disziplinen zu überwinden“, betonte Ministerin Schulze. „Nur im Zusammenspiel der Naturwissenschaften mit den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften können Lösungsstrategien entstehen, die den Klimawandel und die damit verbundenen großen gesellschaftlichen Herausforderungen in ihrer Gesamtheit erfassen.“
Ministerin Svenja Schulze hob zudem die herausragende Forschung des Instituts hervor: „Das KWI ist mit seinen Forschungen seit über 20 Jahren ein Pionier auf dem Gebiet inter- und transdisziplinärer Zusammenarbeit." Der Ehrentitel „Ort des Fortschritts“ würdigt die besonderen Beiträge dieser wissenschaftlichen Pioniere zu einem qualitativen und nachhaltigen Fortschritt in Nordrhein-Westfalen. Das KWI ist der mittlerweile zwölfte „Ort des Fortschritts“ in NRW.
„Als Rektor der Universität Duisburg-Essen und als Vertreter der Universitätsallianz Metropole Ruhr gratuliere ich dem KWI ganz herzlich zu dieser Auszeichnung“, sagte Prof. Dr. Ulrich Radtke. „Ich freue mich mit dem Institut auch persönlich über diesen Ehrentitel, weil wir dem Institut eng verbunden sind und durch seine erfolgreiche Arbeit gewinnen. Das KWI ist eine dynamische interdisziplinäre Einrichtung, die immer neue Themen aufgreift und neue Ziele setzt. Das hat sich nicht zuletzt bei der Initiative des Instituts bei der Beantragung und der am Ende erfolgreichen Einwerbung eines Käte Hamburger Kollegs gemeinsam mit Kollegen der Universität Duisburg-Essen und des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) gezeigt.“
„Für das KWI ist der Ehrentitel „Ort des Fortschritts“ eine besondere Auszeichnung, für die wir uns sehr herzlich bedanken“, sagte KWI-Direktor Prof. Dr. Claus Leggewie. „Wir freuen uns, dass damit die Arbeit des Instituts und unsere Kooperation mit den Kolleginnen und Kollegen in der Universitätsallianz Metropole Ruhr gewürdigt werden. Mit unserem Forschungsschwerpunkt KlimaKultur, der sich mit den kulturellen und gesellschaftlichen Aspekten des Klimawandels und des Klimaschutzes befasst, haben wir viel positive Resonanz erfahren. Das zeigt, wie wichtig dieses Thema jetzt auch für die Kulturwissenschaften geworden ist“, sagte Leggewie.
Mai 2012
Neue Kooperation - Brücke nach Brasilien
Brasilien ist weltweit der fünftgrößte Staat und hat große Pläne, unter anderem im Bereich der Bildung. Prof. Dr. Ulrich Radtke, Rektor der Universität Duisburg-Essen, war nun als Vertreter der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) vor Ort, um sich selbst ein Bild zu machen: „Die Entscheidung der UAMR, ein Kooperationsbüro mit zwei Standorten in Brasilien zu etablieren, kam genau zum richtigen Zeitpunkt.Das haben auch die Gespräche ergeben, die Rektor Radtke zusammen mit dem Direktor von ConRuhr Lateinamerika, Prof. Dr. Christoph Käppler und Dr. Stephan Hollenesteiner als Koordinator vor Ort dieser Tage mit hochrangigen brasilianischen Gesprächspartnern führen konnte.
Zugleich wurden mehrere Kooperations- und Partnerschaftsverträge unterzeichnet, die der künftigen Zusammenarbeit mit führenden Universitäten der aufstrebenden Wissens- und Wirtschaftsregion einen verlässlichen Rahmen geben. Prof. Dr. Ulrich Radtke: „Wir haben durchweg gute Kontakte zu Universitäten und wissenschaftlichen Austauschorganisationen neu geknüpft oder vertieft, die auf mehreren Feldern eine viel versprechende Perspektive erwarten lassen.“
So wird es künftig u.a. einen engeren Austausch mit den folgenden drei Universitäten geben:
Außerdem wurde ein Abkommen mit CAPES (Coordenaçao de Aperfeiçoamento de Pessoal de Nivel Superior) unterzeichnet, der nationalen Koordinierungsstelle zur Weiterbildung von Hochschulangehörigen. Sie koordiniert und fördert die Qualitätsentwicklung der brasilianischen Hochschulen und ihrer Angehörigen. Ein Schwerpunkt ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses durch Kurz- und Lang-Stipendien innerhalb und außerhalb Brasiliens.
So organisiert CAPES zum Beispiel die von der brasilianischen Regierung lancierte Mobilitätsoffensive "Wissenschaft ohne Grenzen". Sie sorgt dafür, dass in den nächsten drei Jahren mindestens 100.000 zusätzliche Auslandsstipendien finanziert und vergeben werden sollen. 10.000 von ihnen werden nach Deutschland gehen. Mit bis zu 60 Stipendiaten nehmen die drei Ruhrgebietsuniversitäten bundesweit eine der größten Gruppen des brasilianischen Austauschprogramms auf.
April 2012
Dissertationspreis Kulturwissenschaften 2012
Der Förderverein des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen und die Stiftung für Kulturwissenschaften vergeben den Dissertationspreis Kulturwissenschaften 2012 für hervorragende Dissertationen in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften. Mit dem Preis wollen Förderverein und Stiftung die interuniversitäre Arbeit des Forschungskollegs unterstützen und den wissenschaftlichen Nachwuchs in den Kulturwissenschaften fördern. So sind Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der drei UAMR-Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen aufgerufen, ihre in den Jahren 2010 oder 2011 eingereichte Dissertation einzusenden. Bewerbungsschluss ist der 20. April 2012.
Weitere Informationen zur Ausschreibung unter: http://www.kulturwissenschaften.de/home/foerderverein.html
März 2012
Neues Angebot für Promotionsinteressierte: Die Frühjahrsakademie
Gut beraten auf dem Weg zum Doktortitel
Monatelanges Wälzen von Fachliteratur, Daten und Fakten sammeln und bewerten: Wer eine Doktorarbeit schreibt, benötigt viel Stehvermögen. Für wen die Promotion das Richtige ist und wie man mit ihr umgeht, sind Fragen, die auf der ersten Frühjahrsakademie der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) beantwortet werden.
Der Erfolg ist durchschlagend: Mehr als 300 Promotionsinteressierte der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben sich schon für das Netzwerktreffen am 27. und 28. März am Duisburger Campus der UDE angemeldet. Sie möchten mehr darüber erfahren, wie ein Exposé verfasst wird oder wie man an das nötige Geld kommt, um eine Promotion zu finanzieren.
Die Frühjahrsakademie soll den Entscheidungsprozess und die Startphase einer Promotion möglichst optimal unterstützen. Außerdem sollen die Teilnehmenden ermutigt werden, früh Karriereperspektiven zu entwickeln und untereinander Netzwerke zu bilden. „Mit dem neuen Angebot reagieren wir auf eine große Nachfrage. Neben der bundesweit einzigartigen Herbstakademie, die mittlerweile schon zum siebten Mal angeboten wird, haben wir jetzt ein weiteres Format geschaffen“, so Prof. Dr.-Ing. Jörg Schröder, UDE-Prorektor für Forschung.
Die Veranstaltung ist fachübergreifend und richtet sich an Interessierte aus den Geistes-, Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften sowie den Natur- und Ingenieurwissenschaften. Die Herbstakademie wird sich künftig ausschließlich an Promovierende richten, die in ihrer Dissertation schon weiter fortgeschritten sind. Beide Akademien werden vom ScienceCareerNet Ruhr (SCN Ruhr) angeboten und vom Zentrum für Hochschul- und Qualitätsentwicklung (ZfH) der UDE ausgerichtet.
Weitere Infos und Programm unter: http://www.scn-ruhr.de/fruehjahrsakademie/
März 2012
5 Jahre UAMR, Spotlight gemeinsamer Bildungsraum Ruhr
5 Jahre Universitätsallianz Metropole Ruhr: Das internationale Ruhrgebiet - Einer für alle – Alle für einen
Ein gemeinsamer Studierendenausweis, ein virtueller Lernraum, eine verbundweite Forschungsplattform: Handfeste Vorteile verbinden sich mit der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR), die vor fünf Jahren gegründet wurde.
Einer für alle: ab dem kommenden Wintersemester wird es nur noch einen einheitlichen Studieren-denausweis an den UAMR-Unis, der Ruhr-Uni Bochum (RUB), der TU Dortmund (TU Do) und der Uni Duisburg-Essen (UDE), geben. Dadurch soll die Identifikation der Studierenden mit der UAMR sowie mit dem Bildungsraum Ruhr insgesamt gestärkt werden. Zudem wird es mit diesem Ausweis künftig möglich sein, die Bibliotheksdienstleistungen aller drei Universitäten zu nutzen. Damit können UAMR-Studierende ein Buch oder ein anderes Medium aus einer der drei angeschlossenen Uni-Bibliotheken ausleihen und brauchen sich dafür nicht mehr extra registrieren zu lassen – es reicht der eigene UAMR-Ausweis. Bereits ab April ist es möglich, den eigenen Ausweis der Heimatbibliothek in einer anderen UAMR-Bibliothek zu nutzen. Dazu muss man sich einmalig in der anderen Bibliothek vor Ort registrieren lassen. Darüber hinaus bieten die Bibliotheken demnächst einen UAMR-Schnelllieferdienst an, mit dem Studierende Bücher der jeweils anderen Universitäten bequem bestellen können und innerhalb von 48 Stunden erhalten.
Vielfältige Studienlandschaft im Bildungsraum Ruhr
Maßstäbe setzt die UAMR auch in der Lehre. Unter dem Label RuhrCampus³ hat die Allianz einen gemeinsamen Bildungsraum Ruhr geschaffen, in dem vereinfachte Zulassungs- und Anerkennungsregeln gelten. Studierende einer UAMR-Universität können die Lehrveranstaltungen der Partneruniversitäten als Zweithörer besuchen, ohne die sonst dafür üblichen Gebühren zahlen zu müssen. Dadurch eröffnet sich eine Vielfalt an Studienfächern und Spezialisierungsmöglichkeiten, die in Deutsch-land ihres gleichen sucht.
Weitere zeit- und ortsunabhängige Studienmöglichkeiten erschließt das Modellprojekt RuhrCampus-Online (RCO). Rund 10.000 UAMR-Studierende haben bislang an den mehr als 70 hochschulübergreifenden online-Lehrveranstaltungen teilgenommen. Das Konzept basiert auf der Idee des Blended Learning: Traditionelle Präsenzveranstaltungen werden mit E-Learning-Methoden verknüpft. Durch die Online-Phasen entfallen regelmäßige Fahrtzeiten, aber die Vorteile der Präsenzsitzungen werden dennoch genutzt, da Studierende nicht auf sich allein gestellt sind und während des gesamten Lernprozesses betreut und unterstützt werden (mehr unter www.ruhrcampusonline.de).
Auch der fortgeschrittene wissenschaftliche Nachwuchs wird an der UAMR optimal gefördert: Das „Science-CareerNet Ruhr“ trainiert zum Beispiel Promovierende und Postdoktoranden mit maßgeschneiderten Mentoring- und Coaching-Programmen. Die Teilnehmer können auf diese Weise verstärkt fachintern und hochschulübergreifend Netzwerke bilden, ein spezielles Qualifizierungsprogramm nutzen und erweiterte Karriereperspektiven entwickeln.
Gemeinsam forschen mit MERCUR
Unterstützt wird die UAMR von der Stiftung Mercator, die gemeinsam mit den drei Ruhrgebietsuniversitäten das Mercator Research Center Ruhr, kurz MERCUR, gegründet hat. Gefördert werden insbesondere kooperative Projekte und standortübergreifende UAMR-Professuren, um die Allianz im Wettbewerb um die besten Köpfe und Ideen weiter zu stärken. Bislang wurden knapp 60 Projekte im Umfang von fast sieben Mio. Euro gefördert.
Die Themenpalette ist weit gespannt und reicht von der Entwicklung eines neuartigen Impfstoffes zur Therapie von Herpes-Virusinfektionen über die Nutzung von Bergbauanlagen zur Speicherung regenerativer Energien bis hin zur Untersuchung der ökonomischen Infrastruktur der antiken Handelsmetropole Milet. Im Nachwuchswissenschaftlerprogramm Global Young Faculty treffen sich herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der UAMR und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen der Region, um in interdisziplinären Arbeitsgruppen Themen von gemeinsamem Interesse zu bearbeiten.
UAMR auf einen Blick
In der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) arbeiten die Ruhr-Universität Bochum, die Technische Universität Dortmund und die Universität Duisburg-Essen seit 2007 strategisch eng zusammen. Unter dem Motto "gemeinsam besser" werden zahlreiche Möglichkeiten zur Kooperation und Vernetzung genutzt. Die Studierenden profitieren vom großen Angebot an Bachelor- und Masterstudiengängen mit zahlreichen Spezialisierungsmöglichkeiten. Mit knapp 100.000 Studierenden, über 1.100 Professoren sowie 14 Sonderforschungsbereichen gehört die UAMR zu den größten und leistungsstärksten Wissenschaftsstandorten Deutschlands. Die internationale Zusammenarbeit der UAMR fördern die Verbindungsbüros in New York, Moskau und Rio de Janeiro/São Paulo.
März 2012
5 Jahre UAMR, Spotlight CONRUHR
5 Jahre Universitätsallianz Metropole Ruhr: Das internationale Ruhrgebiet - ConRuhr-Verbindungsbüros fassen weltweit Fuß
Kontakte knüpfen, Beziehungen pflegen, Kooperationen anbahnen: Die drei Auslandsbüros der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) tragen die Stärken des Forschungs- und Studienstandorts Ruhrgebiet in alle Welt. Fuß gefasst haben die drei Ruhrgebietsuniversitäten mittlerweile in Nord- und Südamerika sowie in Russland. Sie haben in kurzer Zeit zahlreiche Austausch-, Stipendienprogramme und wissenschaftliche Kooperationen angestoßen und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur inter-nationalen Ausrichtung der Region Ruhr. US-amerikanische Top-Studierende kommen ebenso an die Ruhr wie deutschlandweit die meisten brasilianischen Studierenden in einem neuen Stipendienprogramm; in Kooperation mit russischen Universitäten entstehen sechs gemeinsame Studiengänge.
Strategisch gut gelegen
Unter dem Namen Consortium of the Ruhr-Area Universities (ConRuhr) firmieren die drei Auslandsbü-ros der UAMR in New York, Moskau und Rio de Janeiro/São Paulo. Strategisch gut, in enger Nachbarschaft zum Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), zu den deutschen Wissenschafts-häusern (DWIH) und Konsulaten gelegen ist es allen ConRuhr-Büros in den letzten Jahren gelungen, vielversprechende neue Kontakte herzustellen und den Austausch von Studierenden und Wissen-schaftlerinnen und Wissenschaftlern zu intensivieren.
US-Top-Studierende kommen an die Ruhr
Dabei kann das New Yorker Büro bereits auf eine bis ins Jahr 2004 zurückreichende Historie zurück-blicken. „ConRuhr North America“ hat ein enges Beziehungsgeflecht mit amerikanischen Hochschulen aufgebaut – insbesondere mit so renommierten Universitäten wie der University of Pennsylvania oder der Princeton University, mit denen eine verstärkte Zusammenarbeit in den Ingenieurwissenschaften vereinbart wurde. Das New Yorker Büro hat weitere Austauschprogramme angestoßen und eine erfreulich große Zahl von amerikanischen Bewerbern zum Studieren, Forschen und Lehren ins Ruhrgebiet vermittelt. Zusätzlich zu den etwa 50 RISE-Stipendiatinnen und -Stipendiaten, die jedes Jahr für ein Forschungspraktikum an die UAMR-Universitäten gehen, kommen in diesem Jahr zehn amerika-nische Top-Studierende zu einem kombinierten Studien- und Praktikantenprogramm (in Kooperation mit dem Initiativkreis Ruhr) in die Region.
Sechs neue Kooperationen mit Russland
Das Moskauer Koordinationsbüro der Allianzhochschulen – ConRuhr Russia – ist seit März 2009 unter dem Dach des Russisch-Deutschen Instituts an der Staatlichen Hochschule für das Transportwesen (MIIT) angesiedelt. Seitdem stehen intensive Bemühungen im Vordergrund, die Sichtbarkeit des Verbindungsbüros auszubauen – zum Beispiel mit einer ausführlichen Vorstellung der UAMR in namhaften russischen Publikationen. Bemerkenswerte Erfolge erzielt das Büro bei der Anbahnung von Kooperationen zwischen Lehrstühlen und Fakultäten der UAMR und russischen Partnern. So konnten allein im Jahr 2011 sechs Studiengangkooperationen auf den Weg gebracht werden.
1.000 Stipendiatinnen und Stipendiaten aus Brasilien in der Region
Das im vergangenen Jahr in Rio de Janeiro eröffnete Büro ConRuhr Latin America ist im Februar 2012 durch eine Nebenstelle im neu eröffneten deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) in São Paulo ergänzt worden. Bereits in den ersten Monaten entstanden gute Kontakte zu brasilianischen Universitäten, die demnächst anlässlich eines Besuchs von Rektor Ulrich Radtke (Universität Duisburg-Essen) in Brasilien in konkrete Vereinbarungen münden sollen. Der Fokus der Arbeit liegt derzeit in der Implementierung des von der brasilianischen Regierung aufgelegten Sonderprogramms Ciências sem Fronteiras (CsF, Wissenschaft ohne Grenzen), durch das in den nächsten drei Jahren 10.000 brasilianische Studierende und Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler nach Deutschland kommen. Die Universitäten der UAMR haben sich bereit erklärt, bis zu 1.000 Stipendiatinnen und Stipendiaten aufzunehmen und bieten damit deutschlandweit die meisten Stipendienplätze an. Neben dem Schwerpunkt Brasilien sind die Universitäten der Ruhrmetropole auch in weiteren Ländern Lateinamerikas aktiv, darunter in Argentinien, Chile, Ecuador, Kolumbien und Peru.
Februar 2012
Lebensqualität im Ruhrgebiet – Bedingungen, Faktoren, Potenziale
Tagung Metropolendiskurs am 29. Februar 2012
Leitbild und reflexive Diskussionskultur der europäischen Kulturhauptstadt 2010 haben die Debatte über Stärken und Schwächen des Ruhrgebiets und weitergehende Formen produktiver Zusammenarbeit in der Region gefördert. Mit dem neuen Blick auf die Region gewinnt auch das Thema Lebensqualität im Ruhrgebiet an Gewicht, die Kulturhauptstadt hatte es unter ihrem Motto „Wandel durch Kultur, Kultur durch Wandel“ in seinen vielfältigen kulturellen Facetten richtungweisend mitgedacht. Unsere Tagung will daran anknüpfen und die Bedingungen, Faktoren und Potenziale für Lebensqualität im Ruhrgebiet in den Bereichen Klima/Umwelt, Arbeit, Landschaft und Kultur untersuchen.
Wir beobachten vor allem die äußeren Voraussetzungen für Lebensqualität und die Eigenart, wie Interessen und Akteure in der Region mit ihnen umgehen und welche Konzepte und Lösungen sie entwickeln, um die Lebensqualität in der Region zu verbessern.
Wir verstehen Lebensqualität als einen wesentlichen Schlüsselfaktor für die erfolgreiche städtische und metropolitane Zukunft der Region, bedeutsam für die Bürger, die in ihr leben, bedeutsam als Horizont der Attraktivität für global vernetzte Industrien und die hochqualifizierten Arbeitskräfte der Wissensökonomie. Wir wollen die besonderen Lebensqualitätsbedingungen des Ruhrgebiets herausarbeiten und in ihrer Bedeutung für die zukünftige Entwicklung der Region kritisch einschätzen.
Tagungsort:
Philharmonie Essen, Huyssenallee 53, 45128 Essen, Anmeldung bitte bis zum 24.02.2012 an: Maria Klauwer, maria.klauwer@kwi-nrw.de Kulturwissenschaftliches Institut (KWI)
Februar 2012
Bundesaußenminister eröffnet das UAMR-Büro in São Paulo
Mit Stand- und Spielbein vor Ort
Von ihrer „Schokoladenseite“ präsentieren konnte sich jetzt die Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR): Mit einer süßen Ruhrgebietsleckerei wurde Bundesaußenminister Westerwelle verwöhnt, als er das zweite UAMR-Büro in Brasilien eröffnete. Es ist im neuen Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus in São Paulo (DWIH) untergebracht und arbeitet dem UAMR-Verbindungsbüro ConRuhr Latin America in Rio de Janeiro zu, das im vergangenen Jahr unter dem Dach des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) eröffnet wurde.
Bei seinem DWIH-Rundgang informierten die beiden Koordinatoren von ConRuhr Latin America – als Direktor Prof. Dr. Christoph Käppler, als Büroleiter Dr. Stephan Hollensteiner – den Bundesaußenminister vertieft über die Vielfalt und Stärke des Wissenschaftsstandortes Ruhrgebiet. Das reizt auch 10.000 brasilianische Studierende und Wissenschaftler, die dank eines Sonderprogramms der brasilianischen Regierung in den kommenden drei Jahren nach Deutschland kommen. Die meisten von ihnen werden an eine der drei UAMR-Universitäten gehen, sie bieten bundesweit die meisten Plätze an.
Westerwelle unterstrich die enorme Bedeutung des Wissenschafts- und Technologiestandorts Brasilien. In und um São Paulo sind die meisten außerhalb der Bundesrepublik forschenden deutschen Unternehmen konzentriert. Das DWIH könne Grundstein für weitere deutsch-brasilianische Kooperationen werden. Auch die DAAD-Präsidentin Prof. Dr. Margarete Wintermantel, zugleich Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, zeigte sich bei ihrem Besuch des Rio-Büros überzeugt vom beispielhaften Engagement der beiden Brasilien-Kontaktstellen der UAMR, die auch in den anderen spanischsprachigen Ländern Lateinamerikas aktiv sind.
Januar 2012
UAMR-Studierendenzeitschrift Pflichtlektüre neu erschienen!
Neue pflichtlektüre: Arbeitswelt anno 2037
Roulette in der Germanistik, einen Monat vegan leben, der Blick in unsere Zukunft: Kurz vor den Semesterferien startet die pflichtlektüre, das Studentenmagazin der Ruhr-Unis, nochmal mit einer neuen Ausgabe durch. Sie liegt an der TU Dortmund aus und ist zusätzlich unter www.pflichtlektuere.com/print abrufbar.
Adé Festanstellung? Die pflichtlektüre wagt einen Blick in die Zukunft der Arbeitswelt. Von Termin zu Termin, von Projekt zu Projekt? Wie möchten, wie können wir im Jahr 2037 in Lohn und Brot stehen? Trends, die sich heute schon abzeichnen wie Teilzeit statt Vollzeit oder flexible Arbeitszeiten, werden sich verstärken, so viel ist sicher. Gleichzeitig werden sich die Unternehmen mehr um die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter kümmern, gerade was die Kinderbetreuung angeht. Mehr aus der Glaskugel in der neuen pflichtlektüre.
Ethisch korrekt aber mangelernährt? In Dortmund gibt es Deutschlands ersten veganen Supermarkt, doch wie lebt es sich überhaupt so ganz ohne tierische Produkte? Eine Redakteurin macht den einmonatigen Praxistest. Ihre Erlebnisse und Entbehrungen schildert sie im pflichtlektüre-Tagebuch.
Rien ne va plus! Die pflichtlektüre vergleicht die Vergabeverfahren in den Germanistikstudiengängen an den Ruhr-Unis und stellt zum Teil glücksspielähnliche Zustände fest. Fakten und Zahlen zu NC-Wahnsinn und Seminarraummangel im Heft.
Außerdem: Studenten öffnen ihre Portemonnaies und Professoren denken daran zurück, wie sie sich als Gabelstaplerfahrer und Autositzschäumer das Studium finanzierten.
Die pflichtlektüre wird vom Institut für Journalistik der TU Dortmund herausgegeben. Journalistik- und Kulturwissenschaftsstudenten übernehmen alle redaktionellen Aufgaben – von der ersten Idee über Fotos und Layout bis zu den Feinschliffen an der Artikeln.
Januar 2012
4. ScienceCareerNet Ruhr - Karriereforum zeigt Berufsperspektiven auf!
Das UAMR Kooperationsprojekt ScienceCareerNet Ruhr unterstützt Postdocs sowie Habilitandinnen und Habilitanden dabei, eine Karriere in der Wissenschaft oder der Wirtschaft aufzubauen. Ein fester Bestandteil des Programms ist das »Karriereforum« – es bringt junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit erfahrenen Experten zusammen. Am 26. Januar findet die Veranstaltung bereits zum vierten Mal statt.
Ist es im Bereich Maschinenbau wichtig, erst ein paar Berufserfahrungen in der Wirtschaft zu sammeln, bevor man sich habilitiert? Macht es überhaupt Sinn, an einer geisteswissenschaftlichen Fakultät eine wissenschaftliche Karriere einzuschlagen? Gibt es Aspekte, die gerade Frauen in der Karriereplanung beachten müssen? Für Postdocs und Habilitandinnen und Habilitanden, die solche Fragen beschäftigen, ist das »Karriereforum« der richtige Ort, um passende Antworten zu finden. In verschiedenen Gesprächsgruppen und persönlichen Beratungen können sie mit Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft in Kontakt kommen. Auf diesem Wege lassen sich meist erste Weichen in der Karriereplanung stellen. Daneben besteht für die Teilnehmer des Forums die Möglichkeit, sich in verschiedenen Themenrunden zum 7. EU-Forschungsrahmenprogramm austauschen.
Das »Karriereforum« findet am 26. Januar im TechnologieZentrum Dortmund, Emil-Figge-Straße 80, statt. Da die Plätze begrenzt sind, wird um Anmeldung bis zum 20. Januar gebeten. Die Teilnahmegebühr beträgt 30 Euro.
Weitere Infos und Programm entnehmen Sie bitte dem Flyer: http://www.scn-ruhr.de/karriereforum/downloads/Programmheft_Karriereforum_2012.pdf
Hier finden Sie die Online-Anmeldung: http://www.scn-ruhr.de/karriereforum/anmelden.php
Januar 2012
Erstes Treffen des Historischen Doktorandenkollegs Ruhr (HDKR) in diesem Jahr am 27. Januar 2012
Bereits seit mehreren Jahren kooperiert eine Initiative der Neuzeit-Professuren der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Duisburg-Essen mit großem Erfolg bei der Durchführung des Historischen Doktorandenkollegs Ruhr (HDKR). Gegenwärtig wird das HDKR von Prof. Dr. Constantin Goschler (Ruhr-Universität Bochum) und Prof. Dr. Ute Schneider (Universität Duisburg-Essen) geleitet. Dem Vorstand gehören mit Franziska Rehlinghaus, Marc Hanisch, Sümeyra Kaya und Benjamin Städter auch vier Promovierende aus beiden Universitäten an.
Die HDKR hat sich in den vergangenen Jahren zu einem fruchtbaren intellektuellen Forum und wichtigen Bindeglied der universitätsübergreifenden Zusammenarbeit der Historischen Institute beider Universitäten innerhalb der UAMR entwickelt. Gemeinsam mit den Promovierenden, die eine tragende Rolle bei dieser Initiative spielen und die Programmauswahl ebenso wie den Ablauf maßgeblich mitbestimmen, werden regelmäßig zweitägige Doktorandentage veranstaltet (ein bis zweimal jährlich, abhängig vom Vorhandensein vortragsreifer Dissertationsprojekte). Dort werden jeweils etwa acht laufende neuzeithistorische Dissertationsprojekte vorgestellt und ausführlich diskutiert.
Die Veranstaltungen finden alternierend in Bochum und Essen statt, um den kooperativen Charakter dieser Initiative zu unterstreichen. Neben den vortragenden Promovierenden nehmen daran auch zahlreiche andere Promovierende sowie zahlreiche Professoren der Neueren und Neuesten Geschichte der Ruhr-Universität Bochum sowie der Universität Duisburg-Essen teil. Zum Programm gehört auch stets ein Gastvortrag, bei denen renommierte Fachvertreter Themen von übergreifendem Interesse vortragen.
Neben der intensiven Diskussion der Dissertationsvorhaben bilden die Sitzungen der HDKR auch eine Gelegenheit, um gemeinsame Interessen der Promovierenden zu diskutieren. Dazu gehören etwa Fragen der strukturierten Doktorandenausbildung oder der Finanzierung von Dissertationen. Zudem dienen diese Veranstaltungen der Bildung bzw. Pflege von Netzwerken, die auch über die Grenzen der jeweils eigenen Universität hinausführen und welche die Kooperation innerhalb der UAMR stärken.
Das Programm für den 27. Januar 2012: http://www.ruhr-uni-bochum.de/imperia/md/content/ng2/programm_hdkrjanuar2012.pdf
Dezember 2011
Neue Kooperation zwischen dem Initiativkreis Ruhr und der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) in Dortmund unterzeichnet.
Jährlich 10 Studierende aus den sogenannten Ivy–League-Universitäten der USA - wie der University of Pennsylvania, der Princeton University, der Harvard University und dem MIT - sollen ab Mai 2012 in einem Praktikumsaufenthalt Unternehmen und Universitäten des Ruhrgebiets kennenlernen. Das Programm ist für drei Jahre geplant. Der Initiativkreis Ruhr und seine Mitgliedsunternehmen sorgen für entsprechende Praktikumsplätze, die drei Universitäten der UAMR – die Ruhr-Universität Bochum, die Technische Universität Dortmund und die Universität Duisburg-Essen – organisieren das akademische Programm.
„Unser Ziel ist es, den Universitätsstandort Ruhr für internationale Studierende attraktiver zu machen und das akademische Netzwerk zwischen den Universitäten des Ruhrgebiets und amerikanischer Eliteuniversitäten zu erweitern “, betont Professorin Ursula Gather, Rektorin der für dieses Projekt federführenden TU Dortmund. Für Jan-Peter Nissen, Geschäftsführer des Initiativkreises Ruhr, sind die Vorteile der neuen Kooperation aus Unternehmenssicht eine klassische Win-Win-Situation: „Die Kombination von Studium und Praktikum sorgt für neue Kontakte in Unternehmen wie Universitäten gleichermaßen. Wir können außerdem den kommenden „High-Potentials“ die Attraktivität der Region vermitteln und sie gleichzeitig für unsere Unternehmen interessieren.“ Darüber hinaus sollen sich aus dem Studierendenaustausch Kontakte zwischen einzelnen Forscherinnen und Forschern der UAMR und den amerikanischen Universitäten entwickeln, die langfristig zu gemeinsamen Forschungskooperationen führen können.
Zielgruppe: Ingenieurinnen und Ingenieure kurz vor dem Abschluss
Zielgruppe sind Studierende aus den Ingenieur- und Naturwissenschaften, die sich vorzugsweise in oder kurz vor ihrem vierten Jahr (Senior Year) des Undergraduate-Studiums befinden. Sowohl amerikanische Staatsbürger als auch internationale Studierende, die an den Partnerhochschulen vollständig studieren, können sich um einen Platz bewerben. Insgesamt werden jährlich zehn Stipendien im Ruhrgebiet angeboten.
Langfristige Bindung über ConRuhr-Programme
In den genannten Studienfächern ist der Bedarf an Praktika sehr groß, da sowohl amerikanische als auch deutsche Hochschulen die internationalen Elemente in der Ausbildung von Naturwissenschaftlern und Ingenieuren erweitern wollen. Die Studierenden werden nach ihrer Rückkehr in die Vereinigten Staaten eng in das Alumni-Programm des UAMR-Verbindungsbüros ConRuhr in New York eingebunden, so dass sie als Botschafter für den Forschungs-, aber auch Wirtschaftsstandort Ruhrgebiet dienen und somit das Renommee der Region in Nordamerika erhöhen.
Dezember 2011
UAMR Weihnachtsvorlesung von Margot Käßmann: "Beten für den Waffenstillstand?"
Der Advent ist eine Zeit der Vorfreude und der Besinnung. Wer jedoch die Nachrichten anschaltet, muss schnell feststellen, dass eben nicht überall Harmonie sondern vielerorts Gewalt herrscht. Mit diesem Zwiespalt setzt sich die prominente Theologin Margot Käßmann in der Weihnachtsvorlesung der Universität Duisburg-Essen (UDE) auseinander. Am 14. Dezember spricht sie im Audimax des Universitätsklinikums zum hochaktuellen Thema „Und Friede auf Erden…Religion und bewaffnete Konflikte“.
Können Religionen tatsächlich einen Beitrag zum Frieden leisten und Auseinandersetzungen entschärfen? – dieser brisanten Frage will sich Käßmann in ihrem Vortrag stellen. In einem historischen Rückblick setzt sich die ehemalige Bischöfin z.B. mit den Fehlern der „eigenen Reihen“ auseinander: „Auch die christliche Religion hat in der Geschichte immer wieder Konflikte verschärft und Kriege gerechtfertigt“, sagt Käßmann. Darüber hinaus diskutiert sie, was Glaube und Religiosität bei aktuellen Herausforderungen bewirken können.
Veranstaltet wird die erste Weihnachtsvorlesung an der UDE von der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR). Sie soll Uni-Angehörige und die interessierte Öffentlichkeit zusammenführen und zum gemeinsamen Gedankenaustausch anregen. Musikalisch begleitet wird der Abend von der UDE-Big Band.
Der öffentliche Vortrag beginnt um 18 Uhr im Audimax des Essener Uniklinikums, Hufelandstraße 55. Einlass ist ab 17.30 Uhr. Bei großem Andrang wird die Rede zudem live im Hörsaal des benachbarten Operativen Zentrums II übertragen.
November 2011
Mercator Research Center Ruhr bewilligt acht neue Forschungsprojekte an den UAMR Universitäten
Mit rund 1,7 Millionen Euro fördert das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR), eine Initiative der Stiftung Mercator und der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR), innovative Forschungsprojekte im Ruhrgebiet – von der Entwicklung neuer Forschungsansätze zum Schutz des Gehirns von Frühgeborenen bis hin zur Erforschung städtischer Transformation in den USA mit Blick auf das Ruhrgebiet. In der dritten Ausschreibungsrunde von MERCUR konnten acht von insgesamt 26 eingereichten Forschungsanträgen das wissenschaftliche Expertengremium überzeugen. Seit 2010 hat MERCUR damit insgesamt 59 Projekte mit einem Volumen von knapp sieben Millionen Euro bewilligt. Ziel ist es, das wissenschaftliche Gesamtpotenzial des Ruhrgebiets zu stärken und die UAMR im nationalen und internationalen Wettbewerb schlagkräftiger zu machen.
Die bewilligten Projekte zeigen, dass es in der UAMR verstärkt zu einer Bündelung von Kräften und Potenzialen kommt. Den Mehrwert dieser Entwicklung verdeutlichen beispielhaft folgende Forschungsvorhaben:
Die Verbesserung der Entwicklungschancen von Frühgeborenen steht im Mittelpunkt eines gemeinsamen Forschungsvorhabens der Neurowissenschaftler an der Ruhr-Universität Bochum und dem Lehrstuhl für Neonatologie am Universitätsklinikum Essen.
Mit dem Forschungsprojekt „Spaces-Communities-Representation: Urban Transformations in the United States“ treten die Amerikanisten der UAMR erstmals gemeinsam auf. Die Wissenschaftler der Universitäten Bochum, Duisburg-Essen und Dortmund untersuchen die Veränderungsprozesse städtischer Räume in den USA u.a. mit dem Ziel, die Erkenntnisse auf das Ruhrgebiet zu übertragen.
Das Projekt „Religiöse Argumente im rechtspolitischen und juristischen Diskurs“ untersucht den Einfluss religiöser Überzeugungen von Bürgern und Religionsgemeinschaften auf die öffentliche Diskussion sowie die Gestaltung der staatlichen Rechtsordnung. Damit knüpft das Projekt der Juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum (RUB) an die Thematik des Bochumer Centrum für religionswissenschaftliche Studien (CERES) an und stärkt die Profilbildung der Universität.
MERCUR unterstützt mit seinen Förderlinien das Motto der UAMR "gemeinsam besser" und will den Forschern vielfältige Möglichkeiten zur Kooperation und Vernetzung anbieten sowie gleichzeitig die Schwerpunkte der einzelnen Allianzuniversitäten weiter entwickeln.
Weitere Informationen zu den Projekten: www.mercur-research.de
November 2011
Pumpspeicherkraftwerke unter Tage: Chance für das Ruhrgebiet?
Nutzung von Anlagen des Bergbaus zur Speicherung regenerativer Energien
Am 30.11.2011 veranstaltet die Stiftung Mercator in Kooperation mit der Universitätsalianz Metropole Ruhr sowie der Arbeitsgruppe UPW (Unterflur-Pumpspeicherkraftwerke) und mit Unterstützung des Landes NRW sowie der RAG eine Veranstaltung zum Thema Unterflur-Pumpspeicherkraftwerke.
Die Arbeitsgruppe setzt sich aus den Lehrstühlen Energiesysteme und Energiewirtschaft der Ruhr-Universität Bochum, Geologie, Geotechnik sowie Wasserbau und Wasserwirtschaft der Universität Duisburg-Essen zusammen. Ziel ist es, eine ebenso interdisziplinäre Veranstaltung anzubieten, zu der alle herzlich eingeladen sind, die sich mit den Themen Energiewende, Energiespeicherung, Bergbau, Ruhrgebiet, Innovation oder Ähnlichem beschäftigen. Ebenso alle zu diesem Thema tätigen Einrichtungen sind eingeladen um die Perspektiven für die Region Ruhrgebiet zu diskutieren.
Weitere Infos und Programm entnehmen Sie bitte dem Flyer: http://www.uni-due.de/imperia/md/content/wasserbau/psw-unter-tage-flyer.pdf
November 2011
Unterzeichneten am 15.11. die Kooperationsvereinbarung (v.l.): Prof. Dr. Ulrich Radtke, Rektor der Universität Duisburg-Essen, und Prof. Dr. Elmar Weiler, Rektor der Ruhr-Universität Bochum
Im Ruhrgebiet wird die fachübergreifende Entwicklungsforschung deutlich gestärkt: Unter dem Dach der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) gibt es nun ein gemeinsames "Graduate Centre for Development Studies". Die Ruhr-Universität Bochum und die Universität Duisburg-Essen unterzeichneten am 15. November einen entsprechenden Kooperationsvertrag.
Die Ruhr-Schiene als attraktiver Standort
"Auf der Ruhr-Schiene entsteht damit einer der größten und attraktivsten Standorte für die Studierenden- und Doktorandenausbildung in der Entwicklungsforschung in ganz Europa“, sagt Prof. Dr. Wilhelm Löwenstein vom Institut für Entwicklungsforschung und Entwicklungspolitik (IEE) der RUB. Das neue Centre deckt zentrale Dimensionen der gesellschaftswissenschaftlichen Entwicklungsforschung ab. "Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Duisburger Politikwissenschaftlern sowie Bochumer Wirtschafts- und Rechtswissenschaftlern bedeutet einen erheblichen Mehrwert für die entwicklungsorientierte Postgraduiertenausbildung an beiden Standorten", so Prof. Dr. Christof Hartmann vom Institut für Politikwissenschaft (IfP) der UDE.
Aus aller Welt: 100 Studierende, 50 Doktoranden
Im Graduate Centre bündeln das Bochumer IEE sowie das IfP und das Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) an der Universität Duisburg-Essen ihre vorhandenen Kompetenzen in Forschung und Ausbildung. Gemeinsam bieten sie vier Masterstudiengänge an sowie verschiedene Möglichkeiten und Wege zur Promotion. Die Partner nutzen ihre Stärken, um Forschungsmittel einzuwerben und neue Forschungsprojekte zu realisieren. Das "UAMR Graduate Centre for Development Studies" startet zunächst mit über 100 MA-Studierenden und ca. 50 Doktorandinnen und Doktoranden aus aller Welt.
Weitere Infos und Programm unter: http://uamr-graduate-centre.org/
Oktober 2011
Rund 50 Nachwuchswissenschaftler aus dem Ruhrgebiet konnten das Auswahlgremium überzeugen und sind als neue Mitglieder in das Netzwerk Global Young Faculty (GYF) aufgenommen worden. Sie werden in den kommenden 16 Monaten in fünf Arbeitsgruppen über die selbst gewählten Themen „Urbane Lebensräume“, „Gehirndoping“, „Technologien und Gesellschaft“, „‚alte‘ Innovationen“ und „Hochschule als Institution im Bildungswesen“ forschen. Die Stiftung Mercator unterstützt sie mit 650.000 Euro. Sie arbeiten an den Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen sowie sechs außeruniversitären Forschungsinstituten im Ruhrgebiet.
Nach der Devise „Mehr Grips pro Tonne“ ist die Stiftung Mercator überzeugt, dass nicht Massenproduktion, sondern Wissen und Forschung die Zukunft des Ruhrgebiets bestimmen werden. Vor diesem Hintergrund hat die Stiftung Mercator auch gemeinsam mit der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) die GYF ins Leben gerufen, die vom Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) koordiniert wird. Die GYF ist ein Netzwerk von herausragenden Wissenschaftlern in der Metropole Ruhr. In ihr haben engagierte Jungforscher eine Plattform, um institutionsübergreifend und interdisziplinär an selbstgewählten Themen zu arbeiten und neue wissenschaftliche Impulse für die eigene Tätigkeit zu gewinnen.
Weitere Infos und Programm unter: http://www.global-young-faculty.de
Oktober 2011
„Die Wissensmacher“ ab sofort in Bochum und Dortmund: Neue Kooperation stärkt Universitätsallianz
Eine neue Kooperation zwischen der Technischen Universität Dortmund und der Ruhr-Universität Bochum stärkt den Zusammenhalt in der Universitätsallianz Metropole Ruhr: In Zukunft sichert die Medizinische Fakultät der RUB mit Lehr- und Prüfungsleistungen wesentliche Teile des Schwerpunktfachs Biowissenschaften/Medizin im Dortmunder Studiengang Wissenschaftsjournalismus; als Gegenleistung können ausgewählte Bochumer Studierende das journalistische Lehrangebot in Dortmund wahrnehmen. Darüber hinaus finden mehrere Vorträge der Dortmunder Reihe „Die Wissensmacher“ in Bochum statt.
Kooperation bereits gestartet
Dass eine fruchtbare Kooperation bereits informell starten kann, beweisen die Verantwortlichen der beiden Universitäten. Seit Beginn des Sommersemesters 2011 lehren Bochumer Mediziner Studierende des BA-Studiengangs Wissenschaftsjournalismus – jetzt liegt auch der zugehörige Vertrag unterschriftsreif vor und wird in wenigen Tagen von der Rektorin Prof. Dr. Ursula Gather (TU Dortmund) und Rektor Prof. Dr. Elmar Weiler (RUB) unterschrieben. Zustande gekommen ist die Kooperation auf Initiative von Prof. Holger Wormer und Dekan Prof. Dr. Klaus Überla sowie Studiendekan Prof. Dr. Thorsten Schäfer (beide Medizinische Fakultät der RUB). „Die Berichterstattung über Medizin ist ein zentrales Thema im Wissenschaftsjournalismus“, sagt Wormer. „Wir freuen uns daher besonders, dass wir einen so starken und vielseitigen Partner wie die Bochumer Fakultät für Medizin gewinnen konnten, um unsere Wissenschaftsjournalisten universitätsübergreifend noch professioneller ausbilden zu können.“
Die Wissensmacher im Ruhrgebiet
Die jeweils montags von 16 bis 18 Uhr stattfindende Gastvortragsreihe „Die Wissensmacher“ des Lehrstuhls Wissenschaftsjournalismus unter Leitung von Prof. Holger Wormer (TU Do) lockt immer wieder herausragende Wissenschaftsjournalisten ins Ruhrgebiet. In diesem Jahr sind u.a. mit von der Partie Jörg Albrecht (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung), Wolfgang Löhr (taz, Berlin), Dr. Christian Pantle (Focus) oder Dr. Franziska Rubin (MDR, Leipzig). Ein besonderer Höhepunkt wird der Auftritt von Ranga Yogeshwar am 5.12. in Bochum sein. Von den 13 Vorträgen in diesem Wintersemester finden vier in Bochum und neun in Dortmund statt
Weitere Infos und Programm unter: http://www.wissenschaftsjournalismus.org/wissensmacher-programm.html
Oktober 2011
Stiftung Mercator vergibt Stipendien an die Ruhr Graduate School in Economics
Die Stiftung Mercator vergibt erstmalig Forschungsstipendien an Doktoranden der Ruhr Graduate School in Economics (RGS Econ), einem Programm zur strukturierten Doktorandenausbildung der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) und des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI). Bis zu sieben Doktoranden werden ab 2012 mit rund 335.000 Euro gefördert, um sich insbesondere mit dem Thema „Ökonomie von Migration und Integration“ zu beschäftigen. Hier sollen die Ursachen einer erfolgreichen sozialen und wirtschaftlichen Integration analysiert und die Wirksamkeit bereits bestehender Maßnahmen der Integrationspolitik unter Verwendung neuester Methoden der Evaluationsforschung untersucht werden.
Die Doktoranden des neuaufgenommenen Jahrgangs können sich im kommenden Jahr mit mit ihren Arbeiten für ein Forschungsstipendium in diesem Bereich bewerben.
An der RGS Econ werden jedes Jahr acht Doktorandinnen und Doktoranden aufgenommen und innerhalb von drei Jahren zur Promotion geführt. Das Doktorandenprogramm orientiert sich an hohen internationalen Standards. Es wurde im Jahr 2004 von der Universität Duisburg-Essen, der Ruhr-Universität Bochum und der TU Dortmund sowie dem RWI initiiert und wird seitdem gemeinsam betrieben. Seit 2008 wird es unter anderem aus dem Exzellenzprogramm „NRW-Forschungsschulen“ des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert.
Weitere Infos unter: http://rgs-econ.de/
Oktober 2011
Forschung in NRW, Porträt der UAMR in der aktuellen ZEIT-Beilage
In der aktuellen ZEIT-Beilage "Forschung in NRW" findet sich eine ganzseitige Präsentation der UAMR. Dabei werden unter der Überschrift "Forschung statt Kohle: Nordrhein-Westfalen erobert neue Wachstumsbranchen" zwölf Forschungsorte in NRW vorgestellt, unter anderem die drei Partneruniversitäten der UAMR.
Den ganzen Artikel finden Sie hier, UAMR auf Seite 6.
September 2011
Frühstudium zieht Schüler an - Ruhrgebietsweit Campusluft schnuppern
Spannende Hochschulwelt: Ihre Perspektiven und Möglichkeiten können aufgeweckte Schüler nicht erst nach dem Abitur erkunden. Viele besuchen bereits während der Schulzeit ganz unterschiedliche Vorlesungen. Das Frühstudium an den Universitäten Bochum, Dortmund sowie Duisburg-Essen ist sehr beliebt. Auch hier arbeiten die Mitglieder der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) eng zusammen und bieten einen deutlichen Standortvorteil: Schüler aus der Region können im Umkreis von 50 km zwischen fast 500 Veranstaltungen aus den regulären Vorlesungsverzeichnissen wählen. Die Vielfalt ist so groß wie nirgends in der deutschen Hochschullandschaft.
Ob Germanistik, Informatik oder Wirtschaft – fast alle Fächer ermöglichen den Jugendlichen einen Einblick in den Lehrbetrieb. So können sie herausfinden, ob das geplante Fachgebiet auch wirklich ihren Vorlieben und Fähigkeiten entspricht. Erste Ansprechpartner sind an allen drei Hochschulen die Studienberatungen. Das Schülerstudium richtet sich konkret an die Oberstufe, ist bei besonderen Begabungen aber auch früher möglich. Wer erfolgreich Seminare und Vorlesungen besucht hat, die Klausur besteht oder eine Hausarbeit schreibt, kann sich die Leistungsnachweise später hochschulübergreifend anerkennen lassen.
Ein früher Start ins Unileben scheint zu beflügeln, die erfolgreichen und fleißigen Schüler haben keine Hemmungen, ihre älteren Kommilitonen mal um Rat zu fragen und sind bei den Dozenten gern gesehen.
An allen Campi steigen die Teilnehmerzahlen kontinuierlich. "Seit dem Wintersemester 2003/04 haben über 1.300 engagierte Schüler das Angebot genutzt", sagt beispielsweise Koordinatorin Dr. Irene Szymanski von der Technischen Universität Dortmund. Und einige von ihnen haben jetzt bereits ihren Uniabschluss in der Tasche. Insbesondere die äußerst niedrige Abbrecherquote von unter fünf Prozent bestätigt den Erfolg.
Das kommende Wintersemester beginnt an allen drei Unis am 10. Oktober. Anmeldeschluss ist in Dortmund der 26. September, in Bochum der 7. Oktober, in Duisburg und Essen der 14. Oktober.
Weitere Infos unter: Schülerstudenten in der UAMR.
August 2011
Essen, 15. August 2011. Das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) fördert erstmalig standortübergreifende UAMR-Professuren. Bewerben können sich die drei Ruhrgebietsuniversitäten. Die Professur muss an mindestens zwei der drei Universitäten angesiedelt sein und in einem Feld, das die Universitätsallianz Metropole Ruhr als übergreifenden Schwerpunkt definiert. Für jede Professur stellt MERCUR 500.000 Euro bis 1 Million Euro für eine Laufzeit von drei bis fünf Jahren zur Verfügung. Das Ziel von MERCUR, einer Initiative der Stiftung Mercator und der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR), ist es, das wissenschaftliche Potenzial der Region weiter zu fördern und sie im nationalen und internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe und Ideen zu stärken.
Die drei Rektorate können erstmals zum 15. November 2011 UAMR-Professuren bei MERCUR beantragen. Die Professuren können für bereits an den Universitäten tätige Professoren, Neuberufungen oder vorgezogene Berufungen angefragt werden. Anschließend entscheidet der wissenschaftliche Beirat von MERCUR über die Vergabe.
Prof. Dr. Winfried Schulze, Direktor von MERCUR: „Mit der Förderung von UAMR-Professuren wollen wir die Vernetzung innerhalb der Universitätsallianz auch auf personeller Ebene weiter vorantreiben. Zum einen können so herausragende Wissenschaftler, die bereits an einer Ruhrgebietsuniversität lehren und mit Kollegen an den Partneruniversitäten kooperieren, für ihr standortübergreifendes Engagement belohnt werden. Zum anderen können neue Lehrstühle eingerichtet werden, die von vornherein an mehrere Universitäten angebunden sind. Durch diese „Leuchtturmprofessuren“ wird die Universitätsallianz stärker an Profil gewinnen und ihre Attraktivität für renommierte Wissenschaftler erhöhen.“ Eine erste UAMR-Professur wurde von der Universitätsallianz bereits 2010 vergeben. Sie ging an den renommierten Physiker Prof. Dr. Claus Schneider von der Universität Duisburg-Essen. MERCUR greift nun diese Initiative auf und erweitert damit das eigene Förderprogramm.
Das Mercator Research Center
Das Mercator Research Center Ruhr wurde Anfang März 2010 von der Stiftung Mercator gemeinsam mit der Universitätsallianz Metropole Ruhr gegründet. MERCUR will die strategische Kooperation der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen stärken, die sich 2007 zur UAMR zusammengeschlossen haben. Mit seinem Förderprogramm unterstützt das Center sowohl die Zusammenarbeit als auch den Ausbau verteilter Forschungsschwerpunkte innerhalb der drei Universitäten. Den dort tätigen Wissenschaftlern/innen bietet MERCUR neue Möglichkeiten zur Entwicklung von Forschungsprojekten, die die Attraktivität des Ruhrgebiets als Wissenschaftsstandort nachhaltig erhöhen. Das Center ist das bislang größte Projekt privater Wissenschaftsförderung im Ruhrgebiet.
Weitere Infos unter: www.mercur-research.de
August 2011
RuhrCampus hoch 3 Graduiertenförderung: Auf dem Weg zum gemeinsamen Bildungsraum Ruhr
Die Mitglieder der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) erweitern ihr Angebot für Doktoranden: Wer an einer der drei beteiligten Universitäten in einem gemeinsamen Verbundforschungsvorhaben promoviert, kann dank der neuen Regelung an spezifischen Programmen der Graduiertenförderung der anderen Universitäten teilnehmen. Darauf haben sich die drei Rektorate der UAMR-Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen verständigt und damit ihren Beschluss aus dem Jahr 2009 auf die Graduiertenförderung ausgedehnt.
Bildungsraum Metropole Ruhr
Durch die vereinfachten Zulassungs- und Anerkennungsregelungen auch für Promotionsstudiere ergänzen sich die (Lehr)Angebote der drei Standorte noch besser; zudem wird der Austausch zwischen den Universitäten verstärkt. „Es geht um die Entwicklung eines von allen drei Partneruniversitäten gestalteten gemeinsamen Bildungsraums Ruhr“, so die Prorektoren für Lehre bereits 2009. Durch den neuen Beschluss aus 2011 ist somit ein weiterer wichtiger Schritt zum gemeinsamen Bildungsraum Ruhr getan.
Juli 2011
RuhrCampusOnline Abschlussworkshop in Dortmund
Erfolgreiches hochschulübergreifendes Projekt: Virtuelle Lehre ist beliebt!
Die Zahlen sprechen für sich: Über 8.000 Studierende besuchten in den vergangenen drei Jahren rund 70 E-Learning-Veranstaltungen über RuhrCampusOnline (RCO). Das erfolgreiche Projekt der Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen hat die hochschulübergreifende Lehre entscheidend verbessert. Ortsunabhängig können Studierende Kurse verschiedenster Fachrichtungen besuchen und Scheine machen, die an ihrer Heimatuni anerkannt werden. Ende Juli endet die Modellphase und damit die Förderung der Stiftung Mercator. Anlass für einen Abschlussworkshop und einen Blick in die Zukunft.
Am 19. Juli kamen Vertreter der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) an der TU Dortmund zusammen. Sie stellten u.a. bei einer Posterpräsentation das vielfältige Spektrum der hochschulübergreifenden Angebote vor. „Vorgesehen ist, dass die Veranstaltungen auch nach diesen Workshops weitergeführt werden – für das kommende Wintersemester haben wir beispielsweise elf neue Kurse“, sagte Projektkoordinatorin Barbara Getto.
RCO wurde von der Stiftung Mercator von 2008 bis 2011 mit insgesamt 800.000 Euro gefördert. Zusätzlich haben die UAMR-Universitäten 100.000 Euro pro Jahr und Hochschule für die Entwicklung und Durchführung der Kurse bereitgestellt. Das Projekt durchläuft im Wintersemester 2011/12 eine abschließende externe Begutachtung. Danach wird über den weiteren Verlauf entschieden.
Juni 2011
Karriereforum "Wissenschaftswege im Weitwinkel" der UAMR-Initiative "ScienceCareerNet Ruhr"
Am 11. Juli findet das dritte Karriereforum mit dem Titel »Wissenschaftswege im Weitwinkel« an der Technischen Universität Dortmund statt. Die eintägige Veranstaltung bietet Postdocs sowie Habilitandinnen und Habilitanden die Gelegenheit, sich über Karrieremöglichkeiten und -bedingungen in Wissenschaft und Wirtschaft aus erster Hand zu informieren. Veranstaltet wird das Karriereforum von der UAMR-Initiative »ScienceCareerNet Ruhr«.
In konzentrierter Form präsentiert die Veranstatung Möglichkeiten der persönlichen Laufbahnplanung und damit die Chance, sich mit erfahrenen Persönlichkeiten zu hochschulpolitischen und karriererelevanten Themen auf hohem Niveau auszutauschen. Hochkarätige Expert/innen nehmen sich Zeit für intensive Gespräche und beantworten individuelle Fragen.
Themenschwerpunkte beim dritten. Karriereforum sind Publish or Perish, Karriere in der Industrie, Veranstaltungen rund um das Thema Berufung oder Mobilität in der Wissenschaft.
Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, zwischen mehreren parallel laufenden Veranstaltungen Ihren individuellen Tagesplan zusammenzustellen. Die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist sowohl in den Kontaktgesprächen als auch in den Themenrunden begrenzt.
Weitere Infos unter: http://www.scn-ruhr.de/karriereforum/index.html
Mai 2011
Wenn Ausländer zu Migranten werden. Jetzt anmelden zur Summer School der Ruhr-Unis
Wie erschaffen sich Behörden ihre Ausländer? Unter welchen Bedingungen fühlen sich Menschen, die in Deutschland einwandern, zugehörig? Diesen Fragen gehen Sozialwissenschaftler der Universität Duisburg-Essen (UDE), des Essener Kollegs für Geschlechterforschung und der Ruhr-Universität Bochum vom 20. bis zum 23. September in einer Summer School der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) auf den Grund. Erwartet werden 30 bis 40 internationale Doktoranden. Ort der Veranstaltung „Classifications and the Construction of Belongings“ ist das Kulturwissenschaftliche Institut (KWI) in Essen.
Dass Klassifikationen im Alltag wichtig sind, ist für den Soziologen Damir Softic von der UDE klar. Nicht mehr nur die eigene Staatsangehörigkeit wird jetzt betrachtet, sondern auch die Nationalität der Eltern. Bei der Summer School wird die Forscherin Anne Green (Warwick) berichten, wie sich die Kategorie ‚Migration‘ in den Statistiken Großbritanniens gewandelt hat.
Zu den Hauptrednern gehören renommierte Referentinnen wie Nira Yuval-Davis (London), Nikita Dhawan (Frankfurt) und María do Mar Castro Varela (Berlin). Sie analysieren, wie die Kategorien Geschlecht, Klasse und Ethnizität zusammenwirken. Jeroen Doomernik (Amsterdam) untersucht, wie sich die Diskussion über Migration in den Niederlanden verändert hat.
Doktoranden aus dem In- und Ausland, die über ein Thema aus der Migrationsforschung arbeiten und an der Summer School teilnehmen möchten, bewerben sich bis zum 15. Juni. Die Teilnehmenden wählen zwischen drei Methodenworkshops. Zudem diskutieren sie ihre Forschungsarbeiten mit den anwesenden Expertinnen und Experten aus aller Welt.
Hinweis für Presse-Vertreter: Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme haben, melden Sie sich bitte bei Prof. Dr. Anja Weiß oder Damir Softic, Tel. 0203/379-2734, damir.softic[at]uni-due.de an.
Weitere Infos unter: http://idw-online.de/de/news425548
Mai 2011
Gemeinsam auf Erfolgskurs: Universitätsallianz Metropole Ruhr erhält über zwei Millionen Euro
Mercator Research Center Ruhr bewilligt 13 neue Forschungsprojekte von Pumpspeicherwerken für regenerative Energien bis zur innovativen Steuerung von Proteinaktivitäten
Das Ergebnis der zweiten Ausschreibungsrunde steht fest: Mit über zwei Millionen Euro fördert das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR), eine Initiative der Stiftung Mercator und der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR), 13 neue Forschungsprojekte an den Universitäten Bochum und Duisburg-Essen sowie an der Technischen Universität Dortmund.
In dieser Ausschreibungsrunde wurden 84 Skizzen eingereicht, 29 Antragssteller wurden zur Abgabe von Vollanträgen eingeladen. Die Bandbreite der Projekte, reichte von naturwissenschaftlichen über biomedizinische bis zu literaturwissenschaftliche Forschungsvorhaben.
Zu den erfolgreichen Projekten gehören beispielsweise folgende Vorhaben:
Die Rektoren der drei Universitäten, Prof. Dr. Elmar Weiler (Ruhr-Universität Bochum), Prof. Dr. Ursula Gather (Technische Universität Dortmund) und Prof. Dr. Ulrich Radtke (Universität Duisburg-Essen), sind sich einig: „Auch das Ergebnis der zweiten Bewilligungsrunde zeigt, dass sich innovative Formen kooperativer Forschung leichter umsetzen lassen, wenn damit neue finanzielle Möglichkeiten verbunden sind und nicht an anderer Stelle dafür eingespart werden muss. MERCUR unterstützt damit den Weg der Universitätsallianz Metropole Ruhr, nach dem Gemeinsamen zu suchen und gleichzeitig die Schwerpunkte der einzelnen Allianzuniversitäten weiter zu entwickeln.“
Weitere Infos unter: http://www.mercur-research.de/neue-chancen-f-r-nachwuchswissenschaftler-in-der-metropole-ruhr-global-young-faculty-startet-zweiten-jahrgang-2/
Mai 2011
Universitätsallianz Metropole Ruhr eröffnet Kontaktbüro in Brasilien
Flagge zeigt die Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) – der Zusammenschluss der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen – jetzt auch in Lateinamerika. Nach den Standorten New York und Moskau eröffnete sie am Montag, 9. Mai, mit zahlreichen prominenten Gästen ein gemeinsames Kontaktbüro in Rio de Janeiro.
Das UAMR-Büro „ConRuhr Lateinamerika“ in Rio de Janeiro wird von Prof. Dr. Christoph de Oliveira Käppler von der TU Dortmund geleitet. „Wir starten unsere Außenvertretung in Südamerika zum richtigen Zeitpunkt, hat doch gerade die Brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff verkündet, dass von den neuen 100.000 Stipendien für Auslandsaufenthalte brasilianischer Studierender gut 10 Prozent nach Deutschland gehen sollen. Die Entwicklungsdynamik des brasilianischen Wissenschaftssystems verspricht gute Chancen für die Zusammenarbeit, zumal deutsche Universitäten über einen guten Ruf in Südamerika verfügen“.
Die brasilianische Hochschullandschaft ist Prof. Käppler gut vertraut, unter anderem war er bereits mehrere Jahre als Gastprofessor an der Universidade Federal de Minas Gerais (UFMG) in Belo Horizonte tätig. Für die ständige Vertretung vor Ort konnte die UAMR zukünftig mit Dr. Stephan Hollensteiner einen sehr erfahrenen Experten gewinnen. Er hat bereits in Rio de Janeiro beim DAAD gearbeitet und verfügt insofern über ausgezeichnete Kontakte zu brasilianischen und südamerikanischen Universitäten. Untergebracht ist das Büro im deutschen Generalkonsulat in Räumlichkeiten des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). An der feierlichen Eröffnung haben unter anderen teilgenommen: Christian Müller, Leiter der Außenstelle des DAAD für Südamerika in Rio des Janeiro; Dr. Michael Worbs, Deutscher Generalkonsul in Rio de Janeiro; Dirk Schüller, Wissenschaftsreferent der Deutschen Botschaft in Brasilia; Dr. Bertram Heinze, Leiter des Aufbaustabes des Deutschen Wissenschafts- und Innovationshauses in Sao Paulo; Dr. Dietrich Halm, Vertreter der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Sao Paulo; Karl-Uwe Bütof, Ministerialdirigent im Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen; Prof. Dr. Luiz Bevilacqua, Mitglied in der Brasilianischen Akademie der Wissenschaften.
Zentrale Ziele und Aufgaben des neuen Koordinationsbüros sind, die Universitäten im Ruhrgebiet als exzellenten Forschungs- und Studienort in Südamerika zu positionieren und stärker bekannt zu machen, um länderübergreifende Hochschulkooperationen weiterzuentwickeln. Das Büro soll als Anlaufstelle vor Ort die entsprechenden UAMR-Aktivitäten intensivieren und bündeln, so dass neue Netzwerke auf- und ausgebaut werden können. Dazu sollen der Studierendenaustausch in beide Richtungen intensiviert, exzellente Doktoranden gewonnen, wechselseitige Forschungsaufenthalte von Wissenschaftlern gefördert sowie Hochschulpartnerschaften, die u.a. gemeinsame Studiengänge und Weiterbildungsangebote beinhalten, entwickelt werden. Geplant ist, dass das UAMR-Büro auch in den Räumen des zukünftigen Deutschen Wissenschafts- und Innovationshauses (DWIH) in São Paulo präsent sein wird.
Bildmaterial unter: http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/pm2011/pm00143.html.de
Mai 2011
Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2011: Auszeichnung für drei Nachwuchsforscher der UAMR
Der wichtigste und höchstdotierte Förderpreis ist heute (9. Mai) an drei junge Forscherinnen und Forscher der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) überreicht worden: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat Ingenieurin Prof. Dr. Swantje Bargmann (Dortmund), Informatiker Prof. Dr. Thorsten Holz (Bochum) und Mathematiker Dr. Moritz Kern (Duisburg-Essen) mit dem Heinz-Maier-Leibnitz-Preisen ausgezeichnet. Ein Gremium der DFG und des Bundesministerium für Bildung und Forschung hatte die insgesamt sechs Preisträgerinnen und Preisträger aus 145 vorgeschlagenen Kandidaten, so vielen wie noch nie, ausgewählt. „Dies zeigt gleichermaßen, wie viele herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler es an den Hochschulen in Deutschland gibt und wie attraktiv der Heinz Maier-Leibnitz-Preis ist“, so die Vorsitzende des Auswahlausschusses, DFG-Vizepräsidentin Professor Dorothea Wagner. Alle Preisträgerinnen und Preisträger arbeiten bereits in wichtigen Positionen in der Forschung und akademischen Lehre. Die Preise sind mit jeweils 16.000 € dotiert.
Die Preisträgerin und Preisträger der UAMR-Hochschulen:
Dr. Swantje Bargmann (30), Ingenieurwissenschaften, Technische Universität Dortmund (TUDo)
Die Juniorprofessorin wird als besonders vielseitige Nachwuchswissenschaftlerin in drei anspruchsvollen Forschungsfeldern ausgezeichnet. Ihre Arbeiten zur Modellierung der Kristallplastizität gelten als hochinnovativ und haben für die Entwicklung neuartiger Materialien große Bedeutung. Auch mit der von ihr entwickelten Methode zur anisotropen Modellierung von Polareis setzt Bargmann Akzente. Außerdem forscht sie zur Thermoelastizität, ein Thema, das sie schon in ihrer Dissertation bearbeitet hat. Die Ingenieurin arbeitet interdisziplinär und international mit Ingenieuren, Mathematikern, Physikern und Werkstoffwissenschaftlern zusammen.
Dr. Thorsten Holz (29), Informatik, Ruhr-Universität Bochum (RUB)
Sein Forschungsgebiet sind IT-Sicherheit und Datenschutz. Besonders seine Arbeiten über Sicherheitsbedrohungen im Netz und die Entwicklung von Verteidigungsmechanismen haben den Informatiker international bekannt gemacht. Seine originellen Forschungsansätze und hohe Versiertheit hinsichtlich der technischen Details von Schadsoftware zeichnen ihn aus. So hat der Juniorprofessor an der RUB Verfahren entwickeln, die bereits breite Anwendung finden. Auch außerhalb der Wissenschaft findet Holz’ Forschung Beachtung: Aktuell arbeitet er an der Deanonymisierung von Netzbenutzern, die in sozialen Netzwerken Mitglied sind.
Dr. Moritz Kerz (27), Mathematik, Universität Duisburg-Essen (UDE)
Kerz erzielte schon früh herausragende Ergebnisse auf dem Gebiet der Algebraischen Zahlentheorie und der Algebraischen Geometrie und bewies wichtige Vermutungen. In seiner Promotion brachte er Entwicklungslinien zum Abschluss, die auf Mathematiker-Größen des 20. Jahrhunderts zurückgehen, darunter Alexander Grothendieck und dessen Vision von „motivischer Kohomologie” und John Milnor mit seinen Arbeiten zur „K-Theorie. Ein Jahr nach seiner Promotion etablierte Kerz an der UDE eine eigene Gruppe im Emmy Noether-Programm der DFG. Der Nachwuchswissenschaftler gilt bereits jetzt als „Mathematiker von höchstem Rang”, der auf internationalem Niveau die Forschung auf einem zentralen Gebiet der Theoretischen Mathematik prägt.
Der Heinz-Maier-Leibnitz-Preis wird seit 1977 verliehen. Er ist benannt nach dem Physiker und ehemaliger DFG-Präsident (1974 bis 1979), der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte.
Mai 2011
UAMR Achter schlägt Oxford beim Uni-Cup Ruhr 2011
Begeisterte Fans, perfektes Wetter und tolle Rennen beim 9. Uni-Cup Ruhr waren die Zutaten für das sportliche Highlight der Ruhrgebietshochschulen in diesem Sommer. Im Rahmen der Essener Hügelregatta wurde zum 9. Mal das Rennen zwischen dem Sieger des legendären Boat Race und einer hochklassigen Auswahl studentischer Ruderer aus dem Ruhrgebiet ausgetragen. Der UAMR-Achter war besetzt mit einigen amtierenden Weltmeistern aus dem Deutschlandachter und siegte am Ende souverän gegen die Crew der „Dark Blues“ aus Oxford. Beide Crews wurden von den zahlreich angereisten studentischen Fans auf dem Siegersteg gefeiert. Mit dem Novizenrennen gab es beim diesjährigen Uni-Cup ein zusätzliches Highlight. Studierende der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen Universität Dortmund, der Universität Duisburg-Essen und der Universität Witten/Herdecke traten im Vierer gegeneinander an. Alle Ruderinnen und Ruderer durften keine Rudererfahrung haben. So saßen einige der Studierenden erst vier Wochen vor dem Uni-Cup Ruhr zum ersten Mal in einem Boot. In einem spannenden Rennen setzte sich die Universität Duisburg-Essen knapp vor dem Team der TU Dortmund durch. Platz drei belegte die Ruhr-Universität Bochum vor dem Team der Universität Witten/Herdecke. Dank der Unterstützung des Sponsors MLP und den Organisatoren der Hügelregatta war der 9. Uni-Cup Ruhr wieder ein voller Erfolg für alle Beteiligten.
Mai 2011
Bundespräsident Wulff trifft UAMR-Delegation in Brasilien
Mit dem Atlas der Metropole Ruhr sowie dem aktuellen BVB-Meistertrikot erfreute die UAMR-Delegation den deutschen Bundespräsidenten, Christian Wulff, während seiner Brasilienreise. Die UAMR ist ein Zusammenschluss der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen.
Wulff informierte sich über den Stand der Zusammenarbeit der Ruhrgebietsuniversitäten und zeigte sich interessiert an den Zukunftsperspektiven der Allianz. Sie besucht Brasilien zum Richtfest des Deutschen Wissenschafts- und Innovationshauses in São Paulo und eröffnet am 9. Mai das „ConRuhr-Büro Latin America“ in Rio de Janeiro. Mit dem Büro in Rio will die UAMR ihre wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Universitäten in Lateinamerika weiter verstärken und den Studierendenaustausch verbessern. Akademischer Direktor von »ConRuhr Latein America« wird Prof. Dr. Christoph de Oliveira Käppler (TU Dortmund) sein. Das Büro in Rio ergänzt die Internationalisierungsanstrengungen der UAMR, die bereits ConRuhr-Büros in New York und Moskau betreibt.
Wulff betonte beim Richtfest mehrfach: „Ich bin von Brasilien überzeugt“, und berichtete von seinem Treffen mit der Präsidentin Brasiliens, Dilma Rousseff, die mit ihm eine Vereinbarung über die verstärkte Zusammenarbeit in der Wissenschaft und beim Studierendenaustausch unterzeichnet habe. Demnach sollen u.a. in den nächsten Jahren 10.000 Studierende Auslandsstipendien für Deutschland erhalten.
Weitere Informationen: https://www.idw-online.de/pages/de/news421745
Mai 2011
UAMR gründet Koordinationsbüro in Brasilien
Flagge zeigt die Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) – der Zusammenschluss der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen – jetzt auch in Lateinamerika. Nach den Standorten New York und Moskau wird am kommenden Montag, 9. Mai, ein gemeinsames Koordinationsbüro in Rio de Janeiro eröffnet.
Zum Ende des deutsch-brasilianischen Wissenschaftsjahrs startet heute eine hochrangige UAMR-Delegation in Richtung Brasilien, um zusammen mit Bundespräsident Christian Wulff am 6. Mai das Richtfest des Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) in São Paulo zu feiern. Drei Tage später wird dann im Beisein von Vertretern des NRW-Wirtschaftsministeriums das UAMR-Büro „ConRuhr Lateinamerika“ in Rio de Janeiro offiziell eröffnet. Untergebracht ist es im deutschen Konsulat in Räumlichkeiten des Deutschen Akademischen Auslandsamts (DAAD), geleitet wird es durch Prof. Dr. Christoph de Oliveira Käppler von der TU Dortmund. Das brasilianische Hochschulsystem ist ihm vertraut, unter anderem war er bereits mehrere Jahre als Gastprofessor an der Universidade Federal de Minas Gerais (UFMG) in Belo Horizonte tätig.
Zentrale Ziele und Aufgaben des neuen Koordinationsbüros sind, das Ruhrgebiet als exzellenten Forschungs- und Studienort in Südamerika zu positionieren und stärker bekannt zu machen, um länderübergreifende Hochschulkooperationen zu aktivieren und nachhaltig zu stärken. Das Büro soll als Anlaufstelle vor Ort auch die entsprechenden UAMR-Aktivitäten intensivieren und bündeln, so dass neue Netzwerke auf- und ausgebaut werden können. Dazu sollen wechselseitige Forschungsaufenthalte von Wissenschaftlern gefördert, der Studierendenaustausch in beide Richtungen intensiviert, exzellente Doktoranden gewonnen, gemeinsame Studiengänge initiiert sowie neue Weiterbildungsangebote entwickelt werden. Geplant ist, ein weiteres UAMR-Büro in den Räumen des DWIH in São Paulo im September zu beziehen.
April 2011
Uni-Cup Ruhr: Ruhrachter fordert den Sieger des Boat Race
Der Ruhrachter mit aktuellen Weltmeistern im Team fordert am 08. Mai 2011 den amtierenden Sieger des legendären Boat Race in London: Das Team des Oxford University Boat Club. Das prestigeträchtige Rennen geht in diesem Jahr in seine neunte Runde. Bislang konnte der Ruhrachter alle Rennen für sich entscheiden.
Vor dem Uni-Cup Ruhr treten in einem Novizenrennen Studierende der UAMR Hochschulen und der Universität Witten-Herdecke gegeneinander an.Um dem Team aus dem Ruhrgebiet einen Heimvorteil zu bieten, wird es von allen beteiligten Universitäten einen kostenlosen Bustransfer zur Regattabahn am Essener Baldeneysee geben. Für alle Ruderfans gibt es am Ufer eine kostenlose Open-Air-Party. Unterstützt wird der 9. Uni-Cup Ruhr von MLP. Der Uni-Cup Ruhr gehört zum Programm der 95. Internationalen Hügel-Regatta.
Weitere Informationen und Anmeldungen für den Bustransfer bis zum 30. April 2011 unter: www.uni-cup-ruhr.de
April 2011
Kooperation mit New Jersey: UDE-Rektor unterzeichnet Vertrag in den USA
Ein Kooperationsvertrag verbindet jetzt die Hochschulen der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) mit dem New Jersey Institute of Technology. Prof. Dr. Ulrich Radtke, Rektor der Universität Duisburg-Essen (UDE), unterzeichnete jetzt stellvertretend eine entsprechende Vereinbarung auf seiner Delegationsreise in den USA. Der UAMR gehören neben der UDE die Ruhr-Universität Bochum und die Technische Universität Dortmund an.
Das New Jersey Institute of Technology in Newark ist eine staatliche Forschungs-universität mit natur- und ingenieurwissenschaftlichem Schwerpunkt für etwa 9.000 Studierende. Besondere Stärken sind die angewandten Biowissenschaften und die Biotechnologie, die Informations- und Kommunikationstechnologie sowie die Materialwissenschaften und die Nanotechnologie.
Erste Kontakte stellte das UAMR-Verbindungsbüro ConRuhr Nordamerika her. Sie wurden in den vergangenen Jahren durch gegenseitige Besuche und wissenschaftlichen Erfahrungsaustausch vertieft. Im kommenden Sommer werden Studierende aus New Jersey an akademischen Sommerprogrammen im Ruhrgebiet teilnehmen.
April 2011
Nachwuchsforscher aufgepasst: Ab sofort nominieren die Ruhr-Universität Bochum, die Technische Universität Dortmund und die Universität Duisburg-Essen sowie die außeruniversitären Forschungseinrichtungen in der Metropole Ruhr Kandidaten für den zweiten Jahrgang der Global Young Faculty(GYF). Das Netzwerk ist eine Initiative der Stiftung Mercator in Zusammenarbeit mit der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) und wird vom Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) in Essen koordiniert. Bis zu 50 herausragende Nachwuchswissenschaftler sollen sich interdisziplinär vernetzen, spannende Themen diskutieren und so auch neue Impulse für die eigene Forschungstätigkeit gewinnen. Die Nominierungsvorschläge müssen bis zum 15. Juni 2011 bei MERCUR eingereicht sein. Ein Expertengremium wird die neuen Mitglieder der GYF im Sommer 2011 auswählen. Die Stiftung Mercator unterstützt das Programm in den nächsten zwei Jahren mit rund 650.000 Euro.
„Exzellenten Nachwuchswissenschaftlern der Metropole Ruhr bietet die Global Young Faculty ein Forum, sich über Universitäts- und Fakultätsgrenzen hinweg in selbstgewählten Schwerpunkten zu organisieren. Ziel ist es, die Qualifikationen der jungen Kollegen weiter zu fördern und ihnen die Gelegenheit zur Zusammenarbeit mit herausragenden Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland zu geben“, erläuterte Professor Dr. Winfried Schulze, Direktor von MERCUR. Die Nachwuchswissenschaftler erhalten Mittel für Forschungsprojekte in Form von Tagungen, Exkursionen und Publikationen, aber auch um renommierte Experten aus aller Welt einzuladen. Ein zusätzliches Reisebudget steht ihnen zur individuellen Nutzung offen. Das Programm richtet sich an Postdoktoranden, die neben einer hohen wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit Interesse an interdisziplinärer Zusammenarbeit mitbringen.
„Für das weitere Zusammenwachsen der Universitäten und Forschungsinstitute des Ruhrgebiets ist es von entscheidender Bedeutung, dass nicht nur die Institutionen, sondern auch die dort beschäftigten Wissenschaftler ein gemeinsames Verständnis und persönliches Zusammengehörigkeitsgefühl entwickeln. Die Global Young Faculty unterstützt diesen Prozess erfolgreich und fördert damit gleichzeitig herausragende Nachwuchswissenschaftler in der Metropole Ruhr“, so die Rektoren der drei Universitäten, Prof. Dr. Elmar Weiler (Ruhr-Universität Bochum), Prof. Dr. Ursula Gather (Technische Universität Dortmund) und Prof. Dr. Ulrich Radtke (Universität Duisburg-Essen).
Weitere Informationen unter: http://www.global-young-faculty.de/
März 2011
Verknüpfte Energie- und Klimapolitik, Summer School der Ruhr Graduate School in Economics
Welche Verbundeffekte bestehen zwischen dem Emissionshandel auf EU-Ebene und den zahlreichen umwelt- und energiepolitischen Initiativen in den einzelnen EU-Mitgliedsländern? Diesem hochaktuellen, aber bisher wenig diskutierten Thema widmet sich die diesjährige Summer School der Ruhr Graduate School in Economics. Dabei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt der UAMR und des Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen.
Am Veranstaltungsort, der Universität Duisburg-Essen (UDE), kommen vom 28. März bis zum 1. April rund 20 Doktoranden und Nachwuchswissenschaftler im Casino am Campus Essen zusammen. Dabei geht es um das Herzstück der europäischen Klimapolitik, das Emissionshandelssystem.
Diese Regulierungen überlagern sich und diese Überlagerungseffekte sind bisher wenig thematisiert worden – obwohl sie Kosten und Nutzen der Erreichung der EU-Klimaziele erheblich beeinflussen und damit in der Wirtschaftspolitik zunehmend wichtiger werden.
Daher ist das Interesse an der Veranstaltung groß und geht weit über Deutschland hinaus und die fünftägige Veranstaltung ist ausgebucht.
Mit der Ausrichtung der Summer School wird einmal mehr unterstrichen, dass die UAMR – auch international – ein renommierter Standort für energie- und umweltpolitische Forschung ist.
Weitere Informationen unter: http://www.uni-due.de/de/presse/meldung.php?id=2619
März 2011
Die neuen Trägerinnen und Träger des wichtigsten Preises für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland stehen fest. Der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) berufene Auswahlausschuss wählte jetzt zwei junge Wissenschaftlerinnen und vier junge Wissenschaftler für die "Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2011" aus. An Nachwuchsforscher aus der UAMR gehen drei von sechs Auszeichnungen:
Für die Preisrunde 2011 waren insgesamt 145 Kandidatinnen und Kandidaten aus allen Fachgebieten vorgeschlagen worden – so viele wie noch nie in der 33-jährigen Geschichte des Preises. „Dies zeigt gleichermaßen, wie viele herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler es an den Hochschulen in Deutschland gibt und wie attraktiv der Heinz Maier-Leibnitz-Preis ist“, sagte die Vorsitzende des Auswahlausschusses, DFG-Vizepräsidentin
Professor Dorothea Wagner, nach der Entscheidung. Von den vorgeschlagenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern kamen 22 in die engste Wahl, in der schließlich die aktuellen Preisträgerinnen und Preisträger bestimmt wurden. „Bemerkenswert ist auch das niedrige Alter der in diesem Jahr Ausgezeichneten“, so Wagner weiter. „Vier von ihnen sind unter oder gerade 30 Jahre alt und haben damit schon in besonders jungen Jahren eine herausragende Qualifikation und ein beachtliches eigenständiges wissenschaftliches Profil erlangt“, sagte die DFG-Vizepräsidentin unter Verweis auf die wichtigsten Kriterien für die Auszeichnung. Alle Preisträgerinnen und Preisträger seien zudem bereits in herausgehobenen Positionen in der Forschung und akademischen Lehre tätig, sei es als Juniorprofessorinnen beziehungsweise Juniorprofessor, wissenschaftlicher Assistent oder als Leiter von eigenen Nachwuchsgruppen im Rahmen des Emmy Noether-Programms der DFG.
Verliehen werden die Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2011 am 9. Mai, 14 Uhr, im Magnus-Haus in Berlin.
Die diesjährigen Preisträgerin und Preisträger der UAMR-Hochschulen im Einzelnen:
Dr. Swantje Bargmann (30), Ingenieurwissenschaften, Technische Universität Dortmund
Die Dortmunder Juniorprofessorin Swantje Bargmann erhält den Heinz Maier-Leibnitz-Preis als
besonders vielseitige Nachwuchswissenschaftlerin in den Ingenieurwissenschaften, die gleich drei
anspruchsvolle Forschungsfelder bearbeitet. Vor allem ihre Arbeiten zur Modellierung der
Kristallplastizität gelten als hochinnovativ und haben für die Entwicklung neuartiger Materialien hohe
Bedeutung. Akzente setzt Bargmann auch mit der von ihr entwickelten Methode zur anisotropen
Modellierung von Polareis. Aus ihrer Dissertation führt sie schließlich Forschungen zur
Thermoelastizität fort. Kennzeichnend für Bargmanns Forschungen sind die interdisziplinäre
Kooperation mit Ingenieuren, Mathematikern, Physikern und Werkstoffwissenschaftlern und ihre
internationale Ausrichtung, die sich in zahlreichen Forschungsaufenthalten und gemeinsamen
Projekten mit Fachkollegen in Japan, Südkorea, Südafrika, Schweden und den USA niederschlug.
Dr. Thorsten Holz (29), Informatik, Ruhr-Universität Bochum
Der Informatiker Thorsten Holz hat auf dem Gebiet von IT-Sicherheit und Datenschutz vor allem durch
seine Arbeiten über Sicherheitsbedrohungen im Netz und die Entwicklung von
Verteidigungsmechanismen international hohes Renommee erlangt. Seine originellen
Forschungsansätze sind gepaart mit einer hohen Versiertheit hinsichtlich der technischen Details von
Schadsoftware. Auf dieser Grundlage konnte der als hoch engagiert geltende Juniorprofessor an der
Bochumer Ruhr-Universität Verfahren entwickeln, die bereits ihren Weg in die breite Anwendung
gefunden haben. Aktuell befasst sich Holz mit der Deanonymisierung von Netzbenutzern aufgrund
ihrer Mitgliedschaft in sozialen Netzwerken – und findet auch mit diesem Thema außerhalb der
Wissenschaft Beachtung.
Dr. Moritz Kerz (27), Mathematik, Universität Duisburg-Essen
Auf dem Gebiet der Algebraischen Zahlentheorie und der Algebraischen Geometrie konnte Moritz
Kerz schon früh herausragende Ergebnisse erzielen und wichtige Vermutungen beweisen. Der
Mathematiker brachte in seiner Promotion Entwicklungslinien zum Abschluss, die auf Mathematiker-
Größen des 20. Jahrhunderts zurückgehen – darunter Alexander Grothendieck und dessen Vision von
„motivischer Kohomologie” und John Milnor mit seinen Arbeiten zur „K-Theorie”. Nur ein Jahr nach
seiner Promotion etablierte Moritz Kerz eine eigene Emmy Noether-Nachwuchsgruppe an der
Universität Duisburg-Essen. Bereits jetzt gilt der Nachwuchswissenschaftler als „Mathematiker von
höchstem Rang”, der auf internationalem Niveau die Forschung auf einem zentralen Gebiet der
theoretischen Mathematik prägt.
Weitere Informationen unter: http://www.dfg.de/
März 2011
Internationale Fachtagung "Torah in the Book of Numbers" am 12./13.April 2011 in Bochum
Viele Erzählungen und doch ein Gesetz? Die Frage, wie die fünf Bücher Mose zur „Tora“, zur verbindlichen Weisung wurden, wird in der aktuellen Pentateuchforschung kontrovers beantwortet. Das vom Mercator Research Center Ruhr geförderte Projekt "Traditions- und Redaktionsprozesse im Buch Numeri und ihr Zusammenhang mit der Entstehung des Pentateuch" veranstaltet eine internationale Fachtagung, in der neue und alte Hypothesen zur Entstehung der Tora in Auseinandersetzung mit ausgewählten Texten des Buches Numeri (4. Buch Mose) aufeinander treffen.
Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos, um Anmeldung unter numeriprojekt@googlemail.com bis zum 4. April wird gebeten.
Weitere Informationen unter: http://www.uni-due.de/EvangelischeTheologie/numeri-2011torah.shtml
Januar 2011
Studie zur Wissenschaftsmetropole Ruhr vorgestellt
In der Mercator Stiftung ist am 27.1. die Studie „Erfolgsfaktoren wissenschaftlicher Metropolregionen – Analysen und Handlungsempfehlungen für das Ruhrgebiet“ vorgestellt worden, für die die CHE-Consulting GmbH beauftragt worden war. Die Studie vergleicht die Wissenschaftsregion Ruhrgebiet mit München, Zürich und Berlin und benennt 16 Kriterien des Erfolgs.
In diesem Vergleich wird das Ruhrgebiet als „Herausforderer“ bezeichnet, der sich einen Markenkern als Wissensmetropole zulegen müsse.
Bei der Vorstellung der Studie waren sich die drei Rektoren der UAMR Universitäten darüber einig, dass in den letzten Jahren die drei Universitäten durch Kooperation und Konkurrenz eine enorme Dynamik entwickelt hätten, sichtbare Erfolge zu verzeichnen haben und dass das reale Bild der Wissenschaft im Ruhrgebiet weit besser sei, als die notwendigerweise überholte Zahlenbasis der Studie (2007) es wiedergebe. Sie wünschten sich bei solchen Studien noch eine stärkere Betrachtung der politischen Rahmenbedingungen als Faktor der Metropolenbildung. Die drei Universitäten verfolgten eine gemeinsame Vision von Qualität und Vielfalt.
Weitere Informationen unter: http://www.stiftung-mercator.de
Januar 2011
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der UAMR-Universitäten erstellen Bildungsbericht Ruhr
Am Montag, den 21.Februar 2011 findet in der Philharmonie Essen die Auftaktveranstaltung zum "Bildungsbericht Ruhr" statt. Als erster Ballungsraum Deutschlands hat die Metropole Ruhr die Erarbeitung eines Bildungsberichts in Auftrag gegeben. Der „Bildungsbericht Ruhr“ umfasst das gesamte Bildungsspektrum und wird auf Basis der Analyse in einem kooperativen Prozess Handlungsempfehlungen für das regionale Bildungswesen formulieren. Der Bildungsbericht Ruhr wird von einem Wissenschaftlichen Konsortium erstellt, dem insgesamt 21 Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum, der Universität Duisburg/Essen und der Technischen Universität Dortmund sowie der CHE Consult GmbH angehören.
Die Arbeit des wissenschaftlichen Konsortiums erstreckt sich dabei über die fünf Module Frühkindliche Bildung, Allgemeinbildende Schulen, Berufliche Bildung/ Fort- und Weiterbildung, Hochschulbildung und Informelles Lernen.
Die Arbeit am „Bildungsbericht Ruhr“ hat im Dezember 2010 begonnen; Projektpartner sind der Regionalverband Ruhr (RVR), das Institut für Schulentwicklungsforschung an der TU Dortmund (IFS) und die Stiftung Mercator. Der Bericht wird von einem Konsortium unter Leitung des IFS erstellt. Die Erarbeitung wird von zwei ständigen Arbeitskreisen, denen Mitglieder der Verbandsversammlung und kommunale Bildungsexperten angehören, sowie von der Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH (wmr) begleitet.
Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.bildungsbericht-ruhr.de
Januar 2011
Studie zur Wissenschaftsmetropole Ruhr vorgestellt
In der Mercator Stiftung ist am 27.1. die Studie „Erfolgsfaktoren wissenschaftlicher Metropolregionen – Analysen und Handlungsempfehlungen für das Ruhrgebiet“ vorgestellt worden, für die die CHE-Consulting GmbH beauftragt worden war. Die Studie vergleicht die Wissenschaftsregion Ruhrgebiet mit München, Zürich und Berlin und benennt 16 Kriterien des Erfolgs.
In diesem Vergleich wird das Ruhrgebiet als „Herausforderer“ bezeichnet, der sich einen Markenkern als Wissensmetropole zulegen müsse.
Bei der Vorstellung der Studie waren sich die drei Rektoren der UAMR Universitäten darüber einig, dass in den letzten Jahren die drei Universitäten durch Kooperation und Konkurrenz eine enorme Dynamik entwickelt hätten, sichtbare Erfolge zu verzeichnen haben und dass das reale Bild der Wissenschaft im Ruhrgebiet weit besser sei, als die notwendigerweise überholte Zahlenbasis der Studie (2007) es wiedergebe. Sie wünschten sich bei solchen Studien noch eine stärkere Betrachtung der politischen Rahmenbedingungen als Faktor der Metropolenbildung. Die drei Universitäten verfolgten eine gemeinsame Vision von Qualität und Vielfalt.
Weitere Informationen unter: http://www.stiftung-mercator.de
Januar 2011
Dissertationspreis Kulturwissenschaften 2011
Seit 2009 schreibt der Förderverein des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) jährlich den Dissertationspreis Kulturwissenschaften aus. Mit der Preisvergabe sollen exzellente Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern der Universitäten der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften ausgezeichnet werden. Das KWI ist das gemeinsame Forschungskolleg der UAMR-Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen. Der Förderverein des KWI ist bestrebt, die interuniversitäre Arbeit des Instituts nachhaltig zu unterstützen und den wissenschaftlichen Nachwuchs in den Kulturwissenschaften zu fördern.
Zum Bewerbungsverfahren:
Weitere Auskünfte erhalten Sie bei Dr. Norbert Jegelka, Geschäftsführer, Kulturwissenschaftliches Institut Essen, Tel. 0201/ 7204-161
Mehr Informationen im Internet finden Sie unter: www.kulturwissenschaften.de/home/foerderverein.html
Januar 2011
Studie zum Vergleich der Wissenschaftsregionen Berlin, München, Zürich und dem Ruhrgebiet
Das Ruhrgebiet hat mit seiner großen Zahl an wissenschaftlichen Einrichtungen das Potenzial, sich zu einer der führenden Wissenschaftsregionen in Deutschland zu entwickeln. Die Stiftung Mercator hat deshalb die Studie „Erfolgsfaktoren wissenschaftlicher Metropolregionen“ in Auftrag gegeben, die die Wissenschaftsstandorte München, Berlin, Zürich und das Ruhrgebiet miteinander vergleicht. Die Studie der CHE Consult GmbH zeichnet ein Bild von der wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit dieser Regionen und zeigt Entwicklungsmöglichkeiten für das Ruhrgebiet auf.
Zur Vorstellung der Studie lädt die Stiftung Mercator ein:
Donnerstag, 27. Januar 2011, 10 bis 11:30 Uhr
Stiftung Mercator, Huyssenallee 46, 45128 Essen
Nach einer kurzen Einführung durch den Geschäftsführer der Stiftung Mercator, Dr. Bernhard Lorentz, präsentiert der Hochschulforscher und ehemalige Rektor der Technischen Universität Dortmund Professor Detlef Müller-Böling die Studie „Erfolgsfaktoren wissenschaftlicher Metropolregionen“. Kommentiert wird die Studie anschließend von Dr. Wolfgang Rohe, Leiter des Kompetenzzentrums Wissenschaft der Stiftung, und von Professor Winfried Schulze, Direktor des Mercator Research Center Ruhr, sowie von den Rektoren der Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen. Zur Vorstellung der Studie sind neben der Presse zahlreiche Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik der Metropole Ruhr eingeladen.
Eine Presse-Akkreditierung ist notwendig: Bitte entnehmen Sie Details zur Anmeldung der Homepage von der Stiftung Mercator: http://www.stiftung-mercator.de/presse/pressetermine/pressetermin-details/article/stiftung-mercator-stellt-studie-zum-vergleich-der-wissenschaftsregionen-berlin-muenchen-zuerich-un.html
November 2010
Die Prognose der „Wirtschaftsweisen“
Einer der fünf „Wirtschaftsweisen“ beleuchtet am Dienstag, 7. Dezember in einem öffentlichen Vortrag an der Universität Duisburg-Essen (UDE) die Chancen für einen stabilen Aufschwung. Prof. Christoph M. Schmidt, PhD, Präsident des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung e.V. (RWI) in Essen, stellt ab 18 Uhr das aktuelle Jahresgutachten des Sachverständigenrats vor (Glaspavillon der UDE am Essener Campus, Anmeldungen bis zum 3. Dezember unter violaine.venghaus@vwl.uni-due.de).
Prof. Schmidt ist seit 2009 Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und zugleich Professor für Wirtschaftspolitik und Angewandte Ökonometrie an der Ruhr-Universität Bochum. Das RWI zählt zu den führenden Wirtschaftsforschungsinstituten in Deutschland. Es ist nicht nur im Bereich der Konjunkturanalyse regelmäßig an der Gemeinschaftsdiagnose beteiligt, sondern nimmt auch in zahlreichen anderen Politikfeldern Stellung. Verwendet werden dabei Methoden der empirischen Wirtschaftsforschung.
Unter dem Dach der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) der Universitäten Bochum, Duisburg-Essen und der Technischen Universität Dortmund kooperiert die UDE-Fakultät für Wirtschaftswissenschaften auch mit dem RWI. Seit 2004 tragen die UAMR-Unis gemeinsam die Ruhr Graduate School in Economics (RGS Econ), einer Gemeinschaftsinitiative im Bereich der strukturierten Doktorandenausbildung. Die RGS Econ wird seit 2008 als NRW Forschungsschule auch vom Land Nordrhein-Westfalen besonders gefördert.
Weitere Informationen: Prof. Dr. Volker Clausen, Tel. 0201/183-3655, vclausen@vwl.uni-due.de, Violaine Venghaus, Tel. 0201/183-3656, violaine.venghaus@vwl.uni-due.de, www.iwb.wiwi.uni-due.de
Redaktion: Beate H. Kostka, Universität Duisburg-Essen, Tel. 0203/379-2430
November 2010
Erste UAMR-Professur: Prof. Dr. Claus M. Schneider
Grenzen zu überschreiten ist sein Metier: der renommierte Physiker Prof. Dr. Claus M. Schneider ist der erste Wissenschaftler, der eine UAMR-Professur übernimmt und damit hochschulübergreifend in der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) der Universitäten Bochum (RUB), Duisburg-Essen (UDE) und der Technischen Universität Dortmund engagiert ist.
Prof. Dr. Michael Farle, UDE-Prorektor und stellvertretender Sprecher des RUB/UDE-Sonderforschungsbereichs 491: „Dies ist eine gemeinsame Initiative aus dem Kreis der UAMR-Forschungsprorektoren. So können alle beteiligten Universitäten vom enormen Sachverstand Schneiders profitieren und noch intensiver als bisher zusammenarbeiten.“ Mit der Berufung zum UAMR-Professor sei es zudem gelungen, seinen Ruf an die RWTH Aachen abzuwehren. „Wir hoffen, dass diese erste UAMR-Professur als Signal für das Zusammenwachsen der forschungsstarken UAMR-Universitäten in der Wissenschaftsmetropole Ruhr verstanden wird und dazu motiviert, weitere UAMR-Professuren zu etablieren“, so Farle.
Die vollständige Pressemitteilungen finden Sie unter:
http://idw-online.de/pages/de/news397722.
November 2010
Horizonte-Doktorandenstipendium an den UAMR-Universitäten
Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung und die RWE Stiftung schreiben im Rahmen des Horizonte-
Stipendienprogramms ein Promotionsstipendium zur Vergabe an einer der UAMR-Universitäten
(Ruhr-Universität Bochum, Universität Duisburg-Essen, TU Dortmund) aus.
Gefördert werden soll ein Dissertationsprojekt, das eine erziehungswissenschaftliche, fachdidaktische
oder andere Fragestellung mit direktem Schulbezug zum Ziel hat und hierbei insbesondere
heterogene Lerngruppen bzw. interkulturelle Spezifika berücksichtigt.
Bewerbungsvoraussetzungen für das Stipendium sind:
Bewerberinnen/Bewerber werden gebeten ihre Unterlagen (tabellarischer Lebenslauf mit allen üblichen Dokumenten, ein drei- bis fünfseitiges Exposé zum wissenschaftlichen Vorhaben und ein Motivationsschreiben) bis zum 03.12.2010 einzureichen.
November 2010
Humboldt-Club-Mitglieder gründen Regionalgruppe Ruhrgebiet
Ein Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung ist für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler etwas ganz besonderes: Nur wenige werden ausgewählt und dürfen an einer Forschungseinrichtung ihrer Wahl im Ausland arbeiten. Um sich stärker zu vernetzen, auszutauschen, ausländische Stipendiaten zu integrieren und Rückkehrer zu reintegrieren haben Mitglieder des Deutschen Humboldt-Clubs mit Unterstützung der drei Ruhrgebiets-Universitäten eine eigene Regionalgruppe gegründet.
33 Humboldtianer und Gäste aus der Region trafen sich jetzt zur Gründung und zum Festakt in der International Lounge der Ruhr-Universität Bochum.
Regionale Einbindung von Stipendiaten
Mit Gründung der Regionalgruppe Ruhrgebiet unterstützen die Mitglieder des Clubs die Humboldt-Stiftung in ihren Bemühungen, insbesondere durch die regionale Einbindung von ehemaligen und zurzeit geförderten Stipendiaten. Neben dem innerdeutschen Dialog soll aber auch der Austausch mit anderen Humboldtvereinigungen auf der Welt intensiviert werden. „Die erhaltene Förderung ist für jeden Humboldt-Stipendiaten auch eine Verpflichtung“, sagte Prof. Dr. Uwe Dorka (Universität Kassel), Vorsitzender des Humboldt-Clubs. „Wir wollen uns daher mit der Gesellschaft und deren laufenden Veränderungen auseinander setzen und hier konstruktiv mitgestalten. Die Vielfältigkeit und Exzellenz der Humboldtfamilie, die keine fachlichen Schranken kennt, bietet dazu einen idealen Rahmen.“
Die vollständige Pressemitteilungen finden Sie unter:
http://idw-online.de/pages/de/news394574.
September 2010
Vorstellung der UAMR im Schulbuchinformationsdienst
Die Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) stellt Dr. Hans Stallmann im aktuellen Schulbuchinformationsdienst des Regionalverbandes Ruhr (RVR) vor. Der Koordinator der UAMR beschreibt Idee, Ziele und Projekte der Allianz, der die drei Ruhrgebiets-Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen angehören.
Das Titelthema beschäftigt sich mit dem "Handbuch Stadtklima", das der Regionalverband Ruhr im Auftrag des NRW-Umweltministeriums erarbeitet hat. Astrid Snowdon, Leiterin des RVR-Teams Klima und Lufthygiene, hat den Beitrag geschrieben.
Außerdem kündigt der neue Schulbuchinformationsdienst das Industriefilm Ruhr-Special an, das am 31. Oktober im Essener Filmstudio Glückauf die "Glanzlichter aus sechs Jahrzehnten" präsentiert.
Der Schulbuchinformationsdienst erscheint dreimal pro Jahr mit thematischen Anregungen für die Behandlung der Region in Unterrichtsmedien. Die aktuelle Ausgabe (Nr. 68) kann beim RVR bestellt werden:
Susanne Jans, Telefon: 0201/2069-352, E-Mail: jans@rvr-online.de.
Mehr Informationen finden Sie unter: http://www.idruhr.de
August 2010
Mit über 2,2 Millionen Euro fördert die Stiftung Mercator mit der Initiative Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) 17 innovative Forschungsprojekte an den drei UAMR-Universitäten Bochum, Dortmund, und Duisburg-Essen. Diese Projekte konnten in der ersten Ausschreibungsrunde einen hochkarätig besetzten Beirat überzeugen. Mehr als 100 Antragsskizzen der drei Universitäten waren eingegangen, 43 zum weiteren Verfahren zugelassen.
Mit dieser Förderung verbinden die Stiftung Mercator und MERCUR das Ziel, die Zusammenarbeit zwischen den drei Universitäten in der Metropole Ruhr zu fördern und sie gleichzeitig bei ihrer wissenschaftlichen Profilbildung zu unterstützen.
Zu den erfolgreichen Projekten, die nach den Standards der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgewählt wurden, gehören beispielsweise folgende Vorhaben:
„Wir freuen uns über die große Resonanz und den erfolgreichen Auftakt von MERCUR“, so Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator. „Ich bin überzeugt, dass mit den nun ausgewählten Projekten die Wissenschaft in der Metropole Ruhr noch stärker zusammenwachsen wird.“ Die Stiftung Mercator stellt für einen Zeitraum von fünf Jahren insgesamt 22 Millionen Euro für die Initiative zur Verfügung.
„Die bewilligten Projekte belegen, dass wir in der Metropole Ruhr auf einem guten Weg sind, die wissenschaftliche Kooperation zwischen den Universitäten durch gemeinsame Projekte und Zentren zu intensivieren und gleichzeitig auch deren Spezialisierung zu unterstützen. Damit stellt sich in der Metropole Ruhr nicht die Frage, ob Konkurrenz oder Kooperation einander ausschließende Paradigmen sind. Das Zusammenwirken beider Faktoren ist vielmehr unabdingbar für den Erfolg in der heutigen Hochschullandschaft“, so Prof. Dr. Winfried Schulze, Direktor von MERCUR.
Die Rektoren der drei Universitäten, Prof. Dr. Elmar Weiler (Ruhr-Universität Bochum), Prof. Dr. Ursula Gather (Technische Universität Dortmund) und Prof. Dr. Ulrich Radtke (Universität Duisburg-Essen), stimmen überein: "Wir sind mit dem Ergebnis der ersten Bewilligungsrunde sehr zufrieden. Es wurden von unseren drei Universitäten gemeinsam konzipierte Projekte bewilligt, die unsere Zusammenarbeit und damit den Zusammenhalt der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) deutlich stärken und profilieren werden. Zudem werden in jeder der drei Universitäten Forschungsprojekte finanziert, die das jeweils eigene Profil schärfen helfen. Wir sind zuversichtlich, dass wir uns mit Hilfe von MERCUR gemeinsam auf neue Wege begeben und den Standort Ruhrgebiet als wichtige Wissenschaftsregion auf internationaler Ebene präsentieren werden."
Die vollständige Pressemitteilungen finden Sie unter:
http://idw-online.de/pages/de/news381317.
Juli 2010
Webseiten der UAMR-IT-Kooperation online
Die gemeinsamen Aktivitäten der drei zentralen IT-Versorger in der UAMR sind nun auf eigenen Webseiten dokumentiert. Hier finden Sie auch eine Übersicht über die aktuell verfügbaren IT-Dienste: http://www.it.uamr.de.
Juli 2010
Zahlen, Daten Fakten: Der neue Wissenschaftsatlas der Metropole Ruhr
Fünf Universitäten, eine Kunsthochschule und 13 weitere Hochschulen mit über 160.000 ein-geschriebenen Studierenden sowie 30 Technologie-, Gründer- und Innovationszentren machen das Ruhrgebiet zu einer der dichtesten Forschungs- und Technologielandschaften in Europa. Was diese Wissensregion auszeichnet, welche Schwerpunkte und Entwicklungsperspektiven in ihr stecken, zeichnet der neu erschienene, aktualisierte und erweiterte Wissenschaftsatlas Metropole Ruhr nach. Er lässt die vielfach vernetzten Stärken und Potenziale des Ruhrgebiets als Wissenschaftsstandort weithin sichtbar werden.
Die Erstauflage dieses Standardwerks aus dem Jahr 2006 war schon lange vergriffen und selbst im Ausland wurde zunehmend der Ruf nach einer zweiten überarbeiteten Auflage laut. „Die Metropole Ruhr ist bereits heute nach Berlin und München die drittgrößte Wissenschaftsregion in Deutschland. Sie hat das Potenzial, daran glauben wir in der Stiftung Mercator, sich zu einer der führenden Wissenschaftsregionen Deutschlands zu entwickeln. Der Wissenschaftsatlas zeigt anhand vieler Beispiele die Fülle und Qualität dieser vielfältigen Wissenschaftslandschaft“, so Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator. Die Stiftung fördert die Neuauflage des Wissenschaftsatlas Metropole Ruhr mit 155.000 Euro.
Dokumentiert wird unter anderem:
Inhaltlich konzipiert wurde der Wissenschaftsatlas von einem standortübergreifenden Redaktionsausschuss mit Vertretern verschiedenster regionaler Wissenschaftseinrichtungen. Grundlage für die dargestellten Zahlen, Daten und Fakten zur Wissenschaftsregion und den Forschungsschwerpunkten bildet eine Befragung des Instituts Arbeit und Technik in Gelsenkirchen.
Ansprechpartner für die Presse:
• Beate Kostka, Leiterin der Pressestelle, Universität Duisburg-Essen
Tel. 0203/379-2430, beate.kostka@uni-due.de
• Marisa Klasen, Kommunikationsmanagerin, Stiftung Mercator
Tel. 0201/245-2253, marisa.klasen@stiftung-mercator.de
Juli 2010
RuhrCampusOnline: Bis zu 5.000 Euro Förderung für hochschulübergreifende Lehre
Eine Veranstaltung an mehreren Orten – der virtuelle Standort RuhrCampusOnline (RCO) macht es möglich. Der deutschlandweit einzigartige E-Learning-Verbund der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) fördert einzelne hochschulübergreifende Lehrveranstaltungen aller Fakultäten mit bis zu 5.000 Euro. Damit sollen beispielsweise die Kosten für Helfer gedeckt werden, die Vorlesungen mitschneiden oder die Online-Betreuung unterstützen. Darüber hinaus erhalten geförderte Projekte umfassende mediendidaktische Beratung.
Für einen Förderantrag müssen Bewerberinnen und Bewerber lediglich ein kurzes Onlineformular ausfüllen, in dem sie ihr Fördervorhaben skizzieren.
Weitere Informationen zur den Förderbedingungen erhalten Sie hier online: http://www.ruhrcampusonline.de/.
Bei Fragen und für Beratung im Vorfeld des Antrags wenden Sie sich bitte an die jeweiligen Ansprechpartner an Ihrer Hochschule.
http://www.ruhrcampusonline.de/personen
Juli 2010
Treffen des Historischen Doktorandenkollegs Ruhr am 23. und 24.Juli 2010
Das nächste Doktorandentreffen des Historischen Doktorandenkollegs Ruhr (HDKR) der Lehrstühle für Neuere Geschichte an den Universitäten Duisburg-Essen und Bochum findet diesmal am 23. und 24. Juli 2010 im Institut für soziale Bewegung in Bochum statt. Aufgegriffen werden Themen des 19. und 20. Jahrhunderts.
Nach einem Grußwort von Prof. Dr. Ulf Eysel, dem Prorektor für Forschung und Wissenstransfer der Ruhr-Universität Bochum, werden rund einstündige Vorträge gehalten. Weitere Informationen und das Programm finden Sie unter http://www.rub.de/lehrstuhl-ng2/forschung/hdkr.html.
Juni 2010
Globalisierungsrundgang durch das Ruhrgebiet am 10. Juli 2010
Am Samstag, den 10. Juli 2010 veranstaltet die Gemeinsame Arbeitsstelle RUB/IGM in Kooperation mit der UAMR einen ganztägigen Rundgang unter dem Motto "Globalsierung und Glokalisierung am Beispiel des Ruhrgebiets". Interessierte sind herzlich eingeladen, sich bis Ende Juni anzumelden.
Ziel des Globalisierungsrundgangs 2010 ist es, die interessierte Öffentlichkeit – iinsbesondere Lehrerinnen und Lehrer – in das Themenfeld arbeits- und sozialpolitischer Gestaltungsoptionen wirtschaftlicher Globalisierungsprozesse am Beispiel des Ruhrgebiets einzuführen. Die Stationen sind:
1. Zeche Zollverein, Essen (Bergbau)
2. ehemaliges Krupp-Gelände, Duisburg-Rheinhausen (Eisen- und Stahlindustrie)
3. Phoenix-See, Dortmund (ökologischer Strukturwandel)
4. Opel - Bochum (Automobilindustrie)
Der Rundgang wurde im Kontext der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010 in einem Master-Seminar (Ruhr-Uni Bochum - Dr. Manfred Wannöffel / TU Dortmund - Prof. Dr. Uwe Wilkesmann / Universität Duisburg-Essen - Prof. Dr. Matthias Knuth) zusammen Studierenden der drei Ruhrgebietsuniversitäten konzipiert.
Die Veranstaltung wird voraussichtlich vo 8:00 - 18:00 Uhr inklusive Bustransfer, Mittagessen und Kaffeepause dauern. Der Kostenbeitrag beträgt 10 Euro. Weitere Informationen und Anmeldungen bis 30.06.2010 unter www.rub.de/rub-igm.
Juni 2010
Treffen zur Halbzeit: Nachwuchsforscher der Global Young Faculty stellen erste Ergebnisse vor
Beim Midterm-Treffen der Global Young Faculty, dem Nachwuchswissenschaftler-Netzwerk der Universitätsallianz Metropole Ruhr, werden die fünf Arbeitsgruppen Klima, Technologie, Wirtschaft, Gesundheit, Kultur und Gesellschaft über ihre ersten Ergebnisse berichten. Mit international renommierten Referenten wie Nobelpreisträger Sir John Sulston diskutieren sie zudem über die Verantwortung der Wissenschaft angesichts der Krise des Erdsystems. Ziel der Global Young Faculty ist es, Lösungsansätze für Schlüsselfragen der Zukunft zu entwickeln und diese beim Höhepunkt des wissenschaftlichen Programms der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010, dem Zukunftskongress „Our Common Future“, im November vorzustellen.
Die Veranstaltung findet am Montag, den 21. Juni 2010 von 16 bis 20 Uhr
iim Festsaal der Philharmonie Essen statt. Pressevertreter sind herzlich eingeladen.
Juni 2010
Ausschreibungen zum Stipendienprogramm „Horizonte“ für Studierende und Doktoranden laufen
In Zusammenarbeit mit der Universitätsallianz Metropole Ruhr startet die gemeinnützige Hertie-Stiftung „Horizonte – Das Lehramtsstipendium für Migranten“ zum Wintersemester 2010/11 auch im Ruhrgebiet. Das Stipendienprogramm, das angehende Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte auf dem Weg in die Schule fördert, wird zudem von dem Ministerium für Schule und Weiterbildung sowie der RWE-Stiftung unterstützt.
Ausgeschrieben sind mehrere Studierendenstipendien sowie ein Promotionsstipendium, das sich mit dem Rahmenthema: „Fachsprachenförderung in Chemie – Untersuchungen zum Einfluss auf die Lernleistung bei Lernenden mit und ohne Migrationshintergrund“ beschäftigen soll.
Das Promotionsstipendium ist an der Universität Duisburg-Essen angesiedelt. Mit dem Stipendium ist die Übernahme einer Tutorentätigkeit im Rahmen des Horizonte-Lehramtsstipendienprogramms verbunden. Die Stipendienhöhe beträgt 1.200 Euro monatlich, hinzu kommen weitere Sachmittel. Beginn der Förderung ist der 1. September 2010.
Die Stipendien für Studierende werden an den drei Standorten der Universitätsallianz Metropole Ruhr eingerichtet: der Ruhr-Universität Bochum, der TU Dortmund und der Universität Duisburg-Essen. Bei einer Laufzeit von zwei Jahren umfasst die finanzielle Förderung für Studierende ein monatliches Studienstipendium von 650 Euro sowie Büchergeld. Für Referendare sieht es ein Bildungsstipendium von 1.000 Euro im Jahr vor. Ein Tutor betreut die Stipendiaten an den drei Universitäten des Ruhrgebiets und unterstützt sie in allen Fragen des Studiums und der Ausbildung.
Die Bewerbungsfrist läuft für Abiturienten und Studierende bis zum 31. Juli 2010, für Referendare bis zum 15. August. Weitere Informationen rund um das Programm finden Interessierte unter www.horizonte.ghst.de.